Was ist ein Androide?


Der Terminator macht Angst. Er ist fremdartig und überlegen. Ist dieses Wesen ein Roboter oder ein „Maschinenmensch“? Definiere Terminator.

Der Terminator kommt aus der Zukunft. Er ist ein Vollstrecker, der einen Auftrag ausführt. Er tut seinen Job. Worin besteht dieser Auftrag? Er kämpft gegen ein anderes roboter-ähnliches Maschinenwesen.
Der Terminator trägt menschliche Züge. Er kommt mitunter mithilfe einer Zeitmaschine unbekleidet zur Erde. Daher muss er sich, wie in der berühmten Szene mit Arnold Schwarzenegger im Film „Terminator“, in einem Clubhaus von Motorradfahrern mit deren Kleidung einkleiden. Roboter kleiden sich nicht ein.
Was ist der Terminator für ein Wesen?

Ist der Terminator ein Cyborg, ein Androide oder ein Roboter?



3-D Herzen und digitale Hilfen

Wir befinden uns, so scheint es, am Anfang einer Ära, die dem groben Verständnis einer Mensch-Maschine Verbindung näher kommt. In der letzten Zeit wird immer öfter von künstlichen Gliedmaßen berichtet, die den Menschen einen Teil ihrer verlorenen Beweglichkeit wiedergeben. Der berühmte  Physiker Stephen Hawkins konnte sich über einen Computer ausdrücken. Herzen werden angeblich im 3D-Drucker hergestellt. Kleidung wird mit Sensoren bestückt. Androide, Cyborg, oder Roboter. Es ist an der Zeit, dass wir uns um solche Fragen kümmern und Klarheit geschaffen.

Cyborg, Robot, Androide und Co.

Der Terminator aus dem Film ist ein Cyborg. Er besteht aus biologischen und maschinellen Bestandteilen. Das Wort ist aus einer Mischform von Kybernetik und Organismus gebildet worden (*). Der biologische Teil des Terminators sind Haut und Haare. Die maschinellen Bestandteile bestehen aus Gliedmaßen, elektronischen Instrumenten und der entsprechenden innerkörperlichen Verkabelung.
Cyborgs im engeren Sinn gibt es bereits seit Jahren und außerhalb der Science Fiction. Bei enger Auslegung des Begriffes gehören die Träger von Prothesen und Herzschrittmacher demnach bereits zum Begriffsraum des Cyborgs. Futuristische Wearables und digitale Tattoos sollen ebenfalls unter diese Kategorie fallen.

Ein Roboter weist dagegen keine biologischen Merkmale auf. Er ist eine reine Maschine ohne Leben. Wenn die Ingenieure dieser Maschine eine menschenähnliche Gestalt verleihen, dann nennt man dieses Gebilde einen Androiden. 

Ein Androide ist also ein Roboter, der wie ein Mensch aussieht, aber keine menschlichen Merkmale besitzt. Ihm fehlen menschliche Intelligenz, Gefühle und Selbstbewusstsein.

Die japanischen Roboter, die die Hände von Politikern schütteln, sind also Androiden, weil sie so lustig menschenähnlich aussehen. Die Fußballroboter werden ebenfalls in diese Kategorie eingereiht.

Roboter führen mechanische Arbeiten aus, die ihnen zum Beispiel über Computerprogramme vorgegeben werden. Schweißroboter in der Automobil-Industrie sind ein gute Beispiel. Sie erledigen die Arbeiten zuverlässig, aber ohne eigenen Geist und ohne Emotionen. Im privaten Bereich liest man in den letzten Jahren von Rasenmäher- und Fensterputz Robotern.

Androiden haben eine lange Geschichte

Schon seit mehreren hundert Jahren gibt es in diesem Sinne Androiden, wie den menschlich aussehenden Leierkasten oder in neuerer Zeit den „einarmigen Banditen“. Diese Automaten wurden oft zu Unterhaltungszwecken eingesetzt.
Der Unterschied zum heutigen Industrieroboter liegt im Wesentlichen in der Art der Programmierung. Die vorindustriellen Exemplare wurden über Lochstreifen oder ähnliche Methoden zur Ausführung ihrer Tätigkeiten gebracht. Heute verwendet man zur Ansteuerung digitale Verfahren.

You Robot - Ängste und Vorbehalte

Die Furcht der Menschen vor Neuerungen in der Technologie hat eine lange Geschichte. Da die Menschen die Hintergründe der maschinellen Evolution in der Regel nicht kennen, entsteht aus Unwissenheit Furcht und Vorbehalte.
Schon im 19. Jahrhundert waren die Maschinenstürmer Menschen, die sich um ihre Arbeit gesorgt haben. Der Terminator thematisiert also das alte Thema des Dramas Die Weber von Gerard Hauptmann in neuem Gewand. Mit einem wesentlichen Unterschied: die Geschichte des Termintors erzählt von einem Aufstand der Maschinen gegen den Menschen - diesmal revoltieren die Maschinen. 

Homo sapiens Version 2.0?

Webmaschinen oder Kampfmaschinen. Es scheint, als sei alles schon einmal dagewesen. Oder geht in dieser Science Fiction Story unterschwellig doch etwas Anderes, etwas Unheimliches vor sich? Sind die Automaten der Zukunft von einem anderen Kaliber als die frühindustriellen Webautomaten? Vielleicht entwickeln die Systeme der Zukunft ihre eigene Intelligenz? Wenn ja - werden die Cyborgs dann eines Tages dem menschlichen Geist überlegen sein?
Man kann es auch anders – positiv – sehen. Wenn wir es richtig anstellen, dann werden die Maschinen der Zukunft uns die stereotypen, langweiligen Arbeiten abnehmen. Der menschliche Geist hätte nun mehr Zeit, um sich auf die nächste Stufe der intellektuellen Entwicklung zu katapultieren. Unsere 200 Milliarden Neuronen sind angeblich zu 95% ungenutzt. Darin ist noch reichlich Potenzial für den intellektuellen Aufstieg enthalten. Die filmische Umsetzung der Science Fiction Story kann hier als ein Anreiz zum Nachdenken dienen.

Krone der Schöpfung V.2.0?
Krone der Schöpfung V.2.0?


Vom Unterhaltungswert vermittelt die Terminator Filme jedenfalls ein Gruseln und  Schaudern - genau was wir im Kino brauchen.

Hasta la vista - bis zum nächsten Film der Terminator Serie. Mal sehen, was sich die Drehbuchautoren aus Hollywood sich noch einfallen lassen.

 

Textquelle: Wikipedia/ Androide, /Cyborg

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