Asteroiden Mining – das Gold der Zukunft liegt im All

Wo kann man noch intelligent investieren?

Im Weltall vielleicht. Asteroiden Mining und Crowdfunding - diese Themen machen neugierig. Was ist daran?

Das deutsche Wort dafür lautet: Asteroidenbergbau (*).
Die Branche ist noch relativ jung. Die erste größere Konferenz zu diesem Thema wird aus dem Jahr 2012 berichtet (*).
Warum geht es? Die Welt erwartet konzentrierte Lager von Edelmetallen und von „seltenen Erden“ auf diesen Himmelskörpern. Astronomen haben über Radar- und Spektralanalysen bereits eine ganze Reihe von Elementen entdeckt – die Appetit auf eine gewinnträchtigen Abbau machen.

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Was bedeutet Asteroiden Mining?

Klondyke war gestern. Heute findet der Goldrausch im All statt. Völlig losgelöst von irdischen Umweltproblemen wollen die Bergwerksunternehmen der nahen Zukunft Gold, Diamanten und seltene Erze im Weltraum schürfen. Die Asteroiden Jäger sind los.
Die Weltraumsonde Rosetta hat es gezeigt – eine Landung auf einem Asteroiden ist möglich. Als nächstes werden die Bagger hinauf transportiert, und dann kann der Bergbau im Weltall beginnen. Asteroiden Mining liest sich wie ein großes Geschäft. Aber Raumfahrt ist teuer. Woher kommt das Geld? Investoren wie Richard Branson und Larry Page werden genannt. Big Money für große Chancen.

 

Auf ins All. Dort liegt der Reichtum von morgen, das sagen unerschrockene Weltraum-Pioniere. Gestern noch Science Fiction, heute knallharter Business Plan? Hier ist die Story vom – Asteroiden Mining.

Up, up and away

Was macht die Sonde Rosetta auf dem Kometen Tschuri? Schnüffeln und trainieren. Die ESA versucht herauszufinden, wie man ein Weltraum-Fahrzeug erfolgreich auf einem Objekt im All landen kann. Und warum? Um in naher Zukunft Bagger nachzuschicken. Kometen und ihre kleinen Verwandten, die Asteroiden, tragen nämlich auch einen großen Anteil von wertvollen Erzen in sich. Die Bestände auf der Erde werden eines Tages erschöpft oder nur kostenintensiv abzubauen sein.

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Asteroiden Mining - ein Blick in die Zukunft

Mit dem Bergbau ist das Ruhrgebiet einst wohlhabend geworden. Ruhrbarone wurden reich mit stahl und Eisen. Die Kohle, das schwarze Gold bildete den Grundstein zum landesweiten Wohlstand. Als die Kohlenflöze in den oberen Erdschichten abgebaut waren, wurde das Schürfen äußerst kostspielig. Hinzu kam eine internationale Konkurrenz, die weitaus kostengünstiger produzieren konnte als der heimische Markt. So endete die Erfolgsgeschichte im Kohlenpott.

Bald wird sie wieder neu geschrieben – im Himmel, besser gesagt im Weltall. Amerikaner, Kanadier und auch Europäer sind im Rennen um die besten Pfründe. Das größte Hindernis ist – der Weg. Passende Raumfahrzeuge müssen gebaut werden. Dazu werden spezielle Technologien zum Abbau der Erze benötigt. Das Gleiche gilt für den Rücktransport zur Erde. Ein kostspieliges Unternehmen.


Die Finanzierung

Wer hat auf der Welt das meiste Geld? Medien-Zaren, Ölbarone und Technologie-Marktführer. Ein Beispiel: die Company „Planetary Resources“.  Namen wie Richard Branson (Virgin) und Larry Page, der Gründer von Google,  finden sich auf der Liste der Inverstoren. Wer ist das und was tun sie? 

Auf der Homepage dieser Gesellschaft zum Beispiel finden sich interessante Angaben über die Vision des Unternehmens. 

Unmögliches, Undenkbares soll vollbracht werden. Es ist die Rede von den natürlichen Ressourcen des Weltraums, von wirtschaftlicher Verfügbarkeit der Schätze auf der Erde und von der Ausbreitung menschlicher Aktivitäten auf andere Himmelskörper.


Die Aufzählung der erforderlichen Werkzeuge ist in der Tat beeindruckend. Raumfahrzeuge werde natürlich gebraucht. Spezielle Sensoren sollen die Bodenschätze aufspüren. Eine ausgeklügelte Systematik soll Hin- und Rückflug, den Abbau und die Beladung punktgenau abstimmen. Lasergesteuerte Kommunikationssysteme sind in der Arbeit. Und die Abschussbasis allein wird schon mit 100 Millionen Dollar an Kosten veranschlagt, wenn man alles richtig verstanden hat.

Es liest sich wie ein umfassendes Projekt – und es scheint den Betreibern sehr ernst mit ihrem Unternehmen zu sein.

Zeit und Geld im Asteroiden Geschäft

Wieviel Umsatz steckt im Geschäft? Amerikanische Medien sprechen vom „multi-billion Dollar business“. Billionen, das sind im deutschen Sprachgebrauch eintausend Milliarden. Im Amerikanischen bedeutet ein Billion allerding „nur“ eine Milliarde.
Immerhin, es geht um Milliardengeschäfte.

 

Wie soll das Geschäft ablaufen? Der Abbau erfolgt wahlweise direkt auf dem Asteroiden in dessen Umlaufbahn. Oder die Mineure ziehen den Asteroiden gleich in die Erdumlaufbahn und beuten ihn dort kostengünstiger aus. Nichts ist unmöglich. Die neuen Pioniere sind mutig – auch in ihren Gedanken. Laterales Denken erlaubt alle Gedankenverbindungen.
Und wann soll das erste Unternehmen starten? In zehn Jahren, so liest man. Um das Jahr 2025 soll die Arbeit auf dem ersten Asteroiden beginnen.

 

Wozu braucht man die Abbauprodukte? Die berühmten „seltenen Erden“ werden zum Beispiel zur Herstellung von Smartphones benötigtl. Aber auch Diamanten und andere Edelsteine wecken Begehrlichkeiten. 

The Crowd - Finanzierung und Rendite

Irgendwie scheinen die Amerikaner wieder die richtige Nase für das Geschäft der Zukunft zu haben. Auf der einen Seite setzen sie auf „big data“, und damit ist auch der Ausdruck data mining verbunden. Dazu erobern sie jetzt den Weltraum und werten die Himmelskörper als erste Betreiber wirtschaftlich aus.

Man darf gespannt sein, welche Konkurrenz sich diesem Anspruch stellen wird.

 

Im Übrigen bleibt abzuwarten, ob derartige Projekte vom Crowdfunding Plattformen zum Modell der Crowd-Investierung wechseln werden. Beim Crowdfunding  beteiligen sich Kleinanleger in der Regel an jungen Firmen (Start-Ups) oder Nischenprojekten. Die Projektfinanzierung kann in Form einer Gewinnbeteiligung, aber auch mit Gegenwerten in Form von Ehrungen und Geschenken, abgegolten werde.

Beim Crowdinvesting erwirbt der Investor eine Beteiligung an einem Unternehmen. Über den Business Plan wird eine Rendite versprochen. Die Anleger können auf verschiedenen Wegen Gewinne erzielen.
Die Wege zur Finanzierung der Aktivitäten im All lassen noch auf verschiedene Varianten hoffen - und ebenfalls die Aussichten auf Renditen.

 

Der Weg zum Reichtum bleibt schwierig – aber die Idee des Asteroiden Mining ist schon verlockend …


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