Avatar und Destiny - was bedeuten die Begriffe?

Destiny und Avatar waren die bisher teuersten Blockbuster der Unterhaltungsindustrie im digitalen Zeitalter.
Wir wollen wissen, was die Titel bedeuten.


Das Leben als Spiel

Wieso können die Herstellungskosten für ein Computerspiel mehrere hundert Millionen Dollar betragen? Wenn die Zahlen stimmen, dann schlägt Destiny in puncto Kosten damit den bisherigen Spitzenreiter, den Science-Fiction Film Avatar, im Genre Unterhaltung.
Die Kosten für Animationen müssen demnach unglaublich angestiegen sein. Die Effekte in den Filmen und den Computer Games sind im Gegenzug ebenfalls atemberaubend – und täuschend echt – geworden. Oft, so wie im Film Avatar, werden in den Movies reale und computertechnisch animierte Szenen vermischt.

 

Kino gucken und Shooter ballern ist eine Sache. Versuchen wir eine etwas andere Sicht der Dinge: Worum geht es eigentlich bei den Namen?
Also: Was heißt Destiny? Und was ist ein Avatar? Eine Spurensuche.

Avatar Destiny Pandora Computerspiel Blockbuster Science-Fiction Apokalypse Jüngsten Tag apokalyptischen Reiter die Kavallerie kommt Kulturkreis Dürer Bhagavad-Gita Bestimmung Schimmelreiter Flaming Star
Schicksal und Erlöser?

Update Juli 2017. Der Schimmelreiter-Avatar

Den Text dazu finden Sie weiter unten im Artikel.

Avatar – die wiedergeborene Gottheit

Die indische Zivilisation, oder anders gesagt, die vedische, hat das älteste schriftlich überlieferten Wissen der Menschheit hervorgebracht. Der Begriff Avatar stammt aus diesem Kulturkreis. Er bedeutet „der Herabgestiegene“, also eine Gottheit, die (vom Himmel) wieder auf die Erde hinunter kommt (*).

Diese Vorstellung kommt uns im Westen bekannt vor. In der Bibel wird auch davon gesprochen, dass Gott (oder vielmehr sein Stellvertreter) am Jüngsten Tag zur Erde zurückkehrt, um die Menschheit zu retten.
Und die Menschen warten nun auf diesen Tag …

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Warten auf den jüngsten Tag?

Die Apokalypse – Bühne frei für den Avatar

Die Welt soll in einer sogenannten Apokalypse untergehen. Es besteht auch eine blasse Erinnerung an den Begriff der Apokalypse. Wie war das noch? Dabei geht es wohl um das Jüngste Gericht, und alle Sünder werden von schrecklichen Ereignissen gepeinigt und bestraft. 

Oder kommt diese Bestrafung erst in der Hölle vor?
Es herrscht eine gewisse Unsicherheit beim Autor vor. Und in der Apokalypse gibt es wohl auch keine herunter gestiegene Gottheit. Eher das Gegenteil.
Andererseits kommt in den alten Western-Filmen zum guten Schluss immer die Kavallerie und rettet die Passagiere in der Postkutsche. Die ganze Geschichte mit dem Weltuntergang ist mitunter schwer zu begreifen. Und jetzt setzt der „indische“ Avatar noch eins drauf.
Dieser Text macht sich im weiteren Verlauf daran, die Geheimnisse um Avatar und Apokalypse zu entschlüsseln. 

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Die Apokalypse. Es wird bös enden.

Korrigierendes Eingreifen

Nach einigen Nachforschungen stellen man Folgendes fest (*): die vier apokalyptischen Reiter sind Symbole für das Handeln der Menschen auf der Erde. Sein Handeln bestimmt das Schicksal der Menschen. 

Wenn wir schlecht handeln, dann zerstören wie alles und im Gegenzug handeln wir uns Krieg, Hunger, Tod und Anderes ein. Diese Schrecken werden durch die vier Pferde symbolisiert.
Auf dem Original-Bild von Albrecht Dürer steht – übrigens kaum erkennbar - im Hintergrund der herabgestiegene Gott (oder sein Botschafter?) und wendet später als Avatar wohl alles wieder zum Guten. Solche Details werden im Kunstunterricht manchmal übersehen.

Wenn wir schlecht handeln, dann zerstören wie alles und im Gegenzug handeln wir uns Krieg, Hunger, Tod und Anderes ein. Diese Schrecken werden durch die vier Pferde symbolisiert.
Auf dem Original-Bild von Albrecht Dürer steht – übrigens kaum erkennbar - im Hintergrund der herabgestiegene Gott (oder sein Botschafter?) und wendet später als Avatar wohl alles wieder zum Guten. Solche Details werden im Kunstunterricht manchmal übersehen.

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Wild horses in der Apokalypte

Der Schimmelreiter-Avatar

In der „Bhagavad-Gita“, einer Art Bibel des vedischen Weltbildes, wird eine teils düstere, teils hoffnungsvolle Botschaft bezüglich des Avatars vermittelt.
Ein Gott erschafft die Welt. Diese erreicht ihren Höhepunkt, und sie versinkt wieder. Das goldene Zeitalter macht die Menschen froh, doch es verändert seine Qualitäten, alles wird übler. Schließlich tritt der 10. Avatar des Schöpfergottes auf und vernichtet das Böse. Kalki, so heiß diese Erscheinung (*), setzt wieder Recht und die göttliche Ordnung ein.
Interessanterweise reitet dieser Retter auf einem weißen Pferd, so wie die germanische Gottheit, die ebenfalls als Schimmelreiter dargestellt wird. Es wird alles wieder gut  - das neue Goldene Zeitalter kann beginnen. Der Avatar Kalki hat es ermöglicht.
(*) Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kalki

Der Avatar im Film

Kehren wir zum Film zurück „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Die Handlung erzählt von Raumfahrern, die auf einem Planeten namens Pandora seltene Rohstoffe fördern. Und die Avatare sind künstlich hergestellte Kopien der Körper von Ureinwohnern. Die Menschen können nämlich auf Pandora ohne Technik nicht atmen.

Der Begriff Avatar entfernt sich also in diesem Science Fiction Film nach unserem Verständnis doch von der theologisch-mystischen Vorstellung in den vedischen Schriften.

 

In dem Film wird die Story kreativ umgestellt. Der filmische  Avatar nimmt die Züge eines künstlichen Menschen in einer virtuellen Welt an.

You are my Destiny

Kommen wir zum Computerspiel.

Destiny kommt aus dem Englischen und heißt auf Deutsch „Schicksal“. Was ist Schicksal? 

Destiny, das Schicksal, ist ein Begriff, mit dem der Alltagsmensch sich nicht unbedingt jeden Monat beschäftigt. Also muss man nachlesen. Bevor wir uns extern informieren, raten wir. Bestimmung? Der Weg, der dir vorgegeben ist? Von Gott, von den Genen, von wem oder was?
Schicksal ist das persönliche Los, das von göttlichen Mächten vorbestimmt wird (*). Aber der Mensch hat einen Spielraum, den ihm der freie Wille gewährt. Hier stoßen wir auf den Begriff vom „Spiel des Lebens“.
Es hängt von Dir ab. Du bist der Steuermann Deines Lebens. Die Schöpfung hat uns einen Spielraum mitgegeben, um während der Ereignisse unseres Lebenslaufes zu handeln. 

Dem Leser schwant die Aussicht auf eine endlose philosophische Nabelschau um die Begriffe Schicksal und Freier Wille. An dieser Stelle soll auf philosophische Überlegungen verzichtet werden. Was bietet das Spiel?

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Schicksal und freier Wille - allegorisch dargestellt

Bildquelle. Clker-Free-Vector-Images/ https://pixabay.com/de/boot-segel-wasser-ozean-meer-36450/


Destiny - das Spiel. Science Fiction und Fantasy Fiction

Auch bei Destiny geht es um Science Fiction  und Weltraumabenteuer. Es gibt jede Menge Waffen und Charaktere. Und dem Gamer wird empfohlen, in Gruppen online zu spielen. Es ist eine Art Shooter im Weltraum-Look.

Vergeblich sucht man in Berichten zum Spiel nach Begriffen wie Vorsehung, Los oder Mythologie. Allerdings kann der Spieler verschiedene Charaktere annehmen. Mit diesen muss er bestimmte Aufgaben erfüllen. Get your job done.
Schließt sich hier der Kreis vom knackigen Spieltitel zum philosophischen Verständnis des individuellen Schicksals als Bestimmung = Destiny? Ein Stück weit.

Die Frage nach Lebensaufgabe/ Joberfüllung und Schicksal gibt jedenfalls einen Anstoß zum weiteren Nachdenken.
Science Fiction zeigt uns immer alternative Sicht- und Handlungsweisen in einer weit voraus liegenden Zukunft. Fantasy mischt Mythen und Sagen in das Geschehen. Science Fiction und Mythen wollen uns neben dem Unterhaltungswert auch immer etwas sagen.

Fazit. Avatar und Destiny – was sagen uns also die Begriffe?

Vielleicht kommt die Message von Game und Movie in dieser Form daher:
Destiny ist die Aufgabe, die wir in unserem Leben bekommen haben.
Und der Avatar ist der Regulator, der die Dinge hinbiegt, die wir vermurksen.

 

Ob tiefsinnige Message oder alles just for fun: das Spiel des Lebens geht auch in diesem Genre weiter.
Fortsetzung folgt für Destiny und Avatar.

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alternate takes

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