Ben Hur – ein Film zum Staunen.

Jedes Jahr zum Jahreswechsel bekommen wir im Fernsehen die Filme über die Bibel und „Ben Hur“ vorgesetzt. Was ist an Ben Hur so besonderes? Da muss man doch einmal nachschauen.
Lesen Sie über Themen wie Monumentalfilme, die Filme mit den meisten Oscars und die Filmliste des Vatikans. Sind Sie Interessiert? Hier geht es zum Text >>

Dieses Bildzeigt stilisierte Wagenräder aus Holz mit Speichen. Es soll an den Monumentalfilm "Ben Hur" mit Charlton Heston in der Hauptrolle innern.

Aufwändige und realistische Filmszenen

Beim Film „Ben Hur“ interessiert am Ende das Wagenrennen. Die Dreharbeiten müssen schon sehr aufwendig gewesen sein, denn das Rennen sieht sehr realistisch aus.
Die Filmemacher haben sich dann auch tatsächlich sehr viel Mühe gegeben. Nach heutigem Geldwert ist Ben Hur in der Fassung von 1959 immer noch einer der teuersten Filme der Geschichte. Allein 50.000 Komparsen mussten bezahlt werden (*). 50.000 Menschen in einem Film, das muss man sich einmal vorstellen.

Das Werk hat sich am Ende sehr gelohnt. Mit 11 Oscars steht Ben Hur immer noch an der Spitze der ausgezeichneten Filme. Er liegt gleichauf mit der Titanic und einer der Folgen von „Herr der Ringe“.

 

Diese Angabe kann einen Leser schon überraschen. Wann wurde Ben Hur gedreht? 1959. Da staunt der Filmfreund. In der Zwischenzeit haben es wirklich nicht viele Filme so weit in der Oscar Liga gebracht.


Was ist ein Monumentalfilm?

Der Begriff taucht häufiger bei der Beschreibung eines bekannten Filmes auf - und so auch bei Ben Hur.

 

Monumental bedeutet „sehr groß“ und „überragend“. Die Pyramiden werden als monumentale Bauwerke bezeichnet. Die Statue Cristo Retendor und andere Weltwunder der Neuzeit tragen ebenfalls häufig diese Bezeichnung.
Für monumentale Filme existiert offensichtlich eine Checkliste der Filmindustrie. Zu den Merkmalen gehören (*):

  • Imponierende Kulissen
  • Massenszenen
  • Eine Handlung über einen langen Zeitraum
  • Ein Drehbuch, das auf alten Erzählungen oder bedeutenden Romanen beruht
  • überzeugende Charakterschauspieler
  • letztlich eine Menge Geld, sprich hohe Produktionskosten.

Ben Hur passt also in dieses Schema hinein. Als weitere Beispiele sind „Die Zehn Gebote“ und „Der letzte Kaiser“ genannt.

Der erste Monumentalfilm soll im Jahr 1927 gedreht worden sein. Als Thema wurde der Aufstieg der USA als Nation gewählt (*).


Der Oscar aus Hollywood


Elf Oscars sind „eine Menge Holz“. Wie kommt ein Film grundsätzlich zu einem Oscar?

Der Oscar ist ein Filmpreis (*). Er wird von einer sogenannten Akademie vergeben. Als Startdatum gilt das Jahr 1929. Die Gründerväter der Akademie kamen aus dem Filmgeschäft. Ein deutscher Schauspieler durfte sich als erster in die Siegerliste eintragen. Es war Emil Jannings,  der aus dem Film „Der blaue Engel“ noch heute sehr bekannt ist.

Zur Nominierung wird von der Akademie eine Reihe von Kriterien an den Film gestellt. Es dürfen sich auch ausländische Filmemacher um den Preis bewerben. Nach einer Vorauswahl nominiert  ein Gremium eine Anzahl von Endteilnehmern für die Galaveranstaltung.

Ben Hur hatte damals, 1959, also eine Menge wichtiger Leute aus der Filmbranche überzeugt.


Die Filmliste des Vatikans

Die Wikipedia Texte bergen doch immer wieder eine willkommene Überraschung für Hobbyautoren. Ben Hur wurde in diese Liste des Vatikans aufgenommen. Der Autor fragt sich natürlich, was es damit auf sich hat.

Es geht um weniger als 50 Filmtitel (*). Die Inhalte bewegen sich um Begriffe wie Glaube, Werte und Kunst.  Von den bekannteren Titeln kennt ein Filmfreund“. Die Jungfrau von Orleans“, allerdings in einer Fassung aus dem Jahr 1929. Dann liest man von dem „Mann zu jeder Jahreszeit“ – und eben Ben Hur.

Also, Ben Hur hat es weit gebracht. Der Fernsehzuschauer darf sich auf die Wiederholung im nächsten Jahr freuen.

(*) Textquellen:
Wikipedia/ Ben Hur 1959, /Monumentalfilm, /Oscar, /Filmliste des Vatikan
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