Wer hat das Bowling erfunden?

Deutschland ist ein Freizeitparadies. Bowling steht in der Wertung mit ganz oben. Was ist der Ursprung dieser Präzisionssportart?



Das Leben – ein Spiel

Wenn es um das Spielen geht, dann wird der Mensch erfinderisch. Die Freizeitgesellschaft ist der beste Beweis für diese Aussage. Kegeln, Billard und Golf begeistern Millionen.
Spiele brauchen eine Technik, Regeln und Wettbewerbe. Der Gewinn einer olympischen Medaille ist das höchste Ziel für einen Sportler. Gehört Bowling zu den olympischen Disziplinen? Nein, aber fast – sie haben es versucht.

Kurze Fragen - interessante Antworten

Warum hat die Bowlingkugel drei Löcher? Sind die Bowlingschuhe etwas ganz Besonderes? Warum wird Fun Bowling im Center so gern in Gesellschaft gespielt?
Fragen über Fragen. Verschaffen sie sich einen Wettbewerbsvorteil für das nächste Bowling Vergnügen mit ihren Freunden. Hier geht es zum Text …



Präzision ist gefragt

Das Bowling ist ein sogenannter Präzisionssport (*). Dieser Ausdruck begegnet dem Durchschnittsbürger nicht allzu oft in seinem Alltag. Der Oberbegriff zum Bowling ist das Kegeln.
Beim Präzisionssport muss ein vorgegebenes Ziel mit einem Gegenstand möglichst genau getroffen werden. Beim Kegeln ist der Ausdruck sofort klar. Die Pins oder Hölzer müssen fallen. Aber was gibt es sonst noch auf diesem Gebiet?

  • Billard
  • Bogenschießen
  • Gewehrschießen
  • Golf

und einige andere – und Darts gehört ebenfalls dazu.

 

 

Beim Bogenschießen ist die Bezeichnung selbsterklärend. Der Schütze muss ins Schwarze treffen. Daher stammt auch das geflügelte Wort. Beim Billard oder Snooker schauen inzwischen Millionen von Fernsehzuschauern bei den Meisterschaften zu. Präzisionssport liegt im Trend der Zeit.

Einmal Amerika hin und zurück

Zurück zum Bowling. Wie kam das Kegeln nach Amerika? Durch deutsche und holländische Einwanderer. In der heutigen Zeit, da es uns wirtschaftlich recht gut geht, vergisst der Mensch manchmal, dass vor hundert Jahren und mehr noch Tausende von Europäern aus wirtschaftlicher Not ausgewandert sind. Auf diesem Weg ist also das Kegeln in die USA gekommen.

 

Warum heißt es dort dann nicht „Kegeln“?

Die „Amerikabahn“

Dazu gibt es eine interessante Geschichte (*) Die Einwanderer haben drüben beim Kegeln ordentlich Geld gewettet, in allen Schattierungen. Die Behörden kamen daraufhin diese Sportart verboten, um das nicht-lizenzierte Wettgeschäft auszutrocknen.

Die findigen Amerikaner haben allerdings die Spielregeln geändert und den Sport neu getauft. So einfach geht das.

 

In den wilden 1920er Jahren ist das Bowling dann nach Europa „zurückgewandert“. Der damals zuständige Sportbund hat die neue Wettkampfbahn dann auch „Amerikabahn“ bezeichnet. Die Bahnoberfläche bestand nicht aus Holz, sondern aus einem Kautschukgemisch, es gab 10 Pins anstelle der neuen Kegeln, und die Regeln lauteten anders als im deutschen Regelwerk.

So richtig kam die US-Variante mit dem zehnten Pin allerdings nicht ins Rollen. Ab 1988 wurde Bowling vom IOC (Internationalen Olympischen Komitee) als Demonstrationswettbewerb erklärt (*). 



Was ist ein Demonstrationswettbewerb?

Dies sind Sportarten, die sich in speziellen Vorführungen bewerben. Baseball, Tennis und Taekwondo haben sich auf dies Art für ihre spätere Aufnahme in den offiziellen Katalog vorgestellt. Inzwischen wurde diese Art von Wettbewerben wieder gestrichen. Bowling ist die Aufnahme als olympische Disziplin bisher nicht gelungen (*).


Was Sie vielleicht nicht wussten

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Bowling-Bällen. Mit dem einen geht man in die Vollen. Der andere wird zum Abräumen von stehen gebliebenen Pins verwendet.
Die Löcher im Ball werden Bohrung genannt (*). Der Daumen verschwindet komplett in  dem vorgesehen Loch. Der Mittel- und der Ringfinger werden bis zum zweiten Glied in die Löcher eingesteckt. Dies ist die Version für den Freizeit- und Gelegenheits-Bowler. Die Sportbowler verwenden Kugeln, bei denen die Zeige- und Mittel- oder Ringfinger nur bis zum ersten Fingerglied eingesteckt werden (*). Sie verlängern den Spann in der Hand und können den Ball filigraner kontrollieren. Wenn Sie also demnächst wieder mit Freunden zum Freizeitkegeln gehen, dann kennen Sie einen Trick mehr.

Ein fester Stand

Bowling Schuhe sind eine Wissenschaft für sich.
Das spezielle Schuhwerk ist mit Sohlen und Absätzen aus verschiedenen Materialien ausgestattet, um dem Spieler einen sichereren Stand und einen gleitfreien Schritt zu geben (*).
Beim Bowling haben sich nämlich bestimmte Anlauftechniken entwickelt.  Diese werden durch eine entsprechende Körperhaltung unterstützt. Schwung, Dynamik, Kraft und Festigkeit kombiniert der erfahren Bowler zu seinem wesentlichen Vorteil im Wettbewerb. Und zu diesem Komplex gehört eben der perfekte Sportschuh.



Wer hat es denn nun erfunden?

Die Deutschen? Die Holländer?
Weit gefehlt – die Ägypter waren es (*). Kegeln war ein Pharaonen-Sport.
Später hat man Informationen über die Speile der alten Germanen zusammengetragen. Die wilden Krieger sollen mit Steine auf Knochenstäbe geworfen haben.
Um das Jahr 100 n. Chr. Wurde es dann bei uns wieder populär. Rothenburg ob der Tauber und Xanten werden in alten Handschriften erwähnt. Wer hätte das gedacht?
Früher spielte man im Freien, auf Jahrmärkten zum Beispiel. Um 1800 entstanden dann die ersten Vereine in Deutschland, und das Spiel verbreitete sich über die halbe Welt.
Und wer ist der Erfinder des modernen Bowling? Die Amerikaner waren es - ein Stück weit.


Einfach Spaß haben

Ägypter beim Kegeln, Germanen beim Steinewerfen und Ritter auf Jahrmärkten - das Netz, respektive Wikipedia, wissen manchmal wirklich interessante Geschichten zu erzählen - zum Beispiel über die Erfinder des Bowling.

(*) Textquellen:
Wikipedia/ Bowling, /Präzisionssport

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