Was ist „Bubblegum Popmusik“?

Es gibt offenbar einen Unterschied zwischen chewing gum und bubblegum. Aus Bubblegum kann man eine Kaugummiblase machen. Solche Feinheiten sind zum Verständnis wichtig, wenn ein Musikfreund auf den Begriff der Bubblegum Popmusik stößt.

Bubblegum Music war gezielt auf den Geschmack der Teenies ausgerichtet. Diese Positionierung kann auf den ersten Blick überraschen. Bei weiterem Nachdenken kommt die Erkenntnis: da hat jemand versucht, eine Marktlücke innerhalb der Popmusik zu entdecken. Wer war das?



Spaßmusik mit den Monkees und Co.

Zwei amerikanische Musikproduzenten werden als Schöpfer dieser Entwicklung genannt (*). Die Herren Kasenatz und Katz haben offenbar gezielt nach eingängigen Rhythmen geforscht. Dann haben sie Reime aus bekannten amerikanischen Kinderliedern darüber gelegt – und fertig war die Bubblegum Music Welle. 

Das war Ende der 60er Jahre. Ohrwürmer wie „Yummy, Yummy“ von der 1910 Fruitgum Company und „Sugar, Sugar“ von den Archies sind manchen Schlagerfreunden heute noch präsent. Auch der Song „Hanky Panky“ von Tommy James und den Shondells kann Erinnerungen erwecken. The Monkees waren zu ihrer Zeit eine super erfolgreiche Band auf diesem Gebiet. Ihr größter Hit „I`m A Believer“ wird noch heute unter der Rubrik „Golden Oldies“ gefeiert. Tommy Roe mit dem Titel „Dizzy“ wird ebenfalls als ein Meilenstein in diesem Genre bezeichnet (*).



Eine musikalische Überleitung

Wie gesagt, diese Entwicklung datiert auf die Jahre um 1967 bis 1972 zurück. Musikfans von heute müssen also schon eine gewisse Freude an Retro Musik aufbringen, um die Songs einordnen zu können.

Aber - die Idee hatte offenbar etwa an sich. Der englischsprachige Wikipedia Text zu diesem Thema geht sogar einige Schritte weiter als sein deutsches Pendant (*). Dort kann der Leser den Eindruck gewinnen, dass die folgende Disco Welle und der Punk Rock das Erbe der Bubblegum Produktionen übernommen hätten.
Das hatten wir schon einmal in ähnlicher Form. Damals hatte die Britische Invasion die Grundstrukturen von Blues und Rock`n`Roll übernommen – und erfolgreich in die USA re-importiert.

 

Es geht halt nichts verloren.

(*) Textquellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bubblegum
https://en.wikipedia.org/wiki/Bubblegum_pop
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