Gargoylen – kreative Wasserspeier für Haus und Garten

Gargoylen verwendet man zur Verschönerung von Gartenteichen und Regenrinnen. Gargoylen – was ist das?
Folgen Sie dem Autor in die Welt von Mystik, Architektur und Gartenkunst …

Dieses Bild zeigt eine Gargoyle. Es handelt sich um Steinfiguren, die zur Dekoration von Gartenteichen und Podesten verwendet werden.


Es handelt sich um Wasserspeier. Und das berühmteste Exemplar kennen Sie aus dem Film „Der Glöckner von Notre Dame“. Dort sitzt eine dämonisch wirkende Steinfigur auf der Umrandung dieses berühmten Bauwerkes und blickt auf die Stadt Paris hinab.
Diese Zierfiguren bergen auch sonst unwahrscheinlich spannende Geschichten in sich, sowohl in der Mystik als auch in der Baukunst.
In der heutigen Zeit benutzen wir diese seltsamen mysthischen Gegenstände als Steinfiguren zur Dekoration von Dachrinnen und zum Schmuck von Teichanlagen. Häuslebauer und Gartenliebhaber kommen mit den folgenden Geschichten also voll auf ihre Kosten. Folgen Sie dem Autor zuerst in die Welt der Geheimnisse, der Mystik aus alten Zeiten …


Begriffsbestimmung

Der Ausdruck „Gargoyle“ stammt aus dem Englischen und bedeutet Wasserspeier. Möglicherweise hat dieses Wort seinerseits den Ursprung im lateinischen Ausdruck gurgulio für Schlund oder Röhre (*).

 

Und dies ist auch eine passende Beschreibung für den Verwendungszweck.
In alten Zeiten ließen unsere Vorfahren das Regenwasser an den Wänden vom Dach herabtropfen. Dadurch entstand Feuchtigkeit im Mauerwerk und im Fundament. Über verschieden Zwischenschritte haben die Architekten der Antike ein röhrenförmiges Ableitungssystem entwickelt. Dieses wurde mehr und mehr verziert und führte zu den bekannten figürlichen Darstellungen. 


Dämonen-Abwehr und Aberglauben

Kirchengebäude wurden zur Abwehr von Dämonen zuerst mit fratzenhaften Köpfen und ähnlichen Darstellungen versehen. Drachen, Zwitterwesen und sogenannte Neidköpfe sollten unfreundliche Gefühle von Geistern und Dämonen,  wie zum Beispiel Neid gegenüber den Hausbesitzern, vom Haus und Hof fernhalten.

Der Hintergrund für dieses Handeln erklärt sich aus dem wissenschaftlichen Begriff der atropäischen Wirkung. Dieser wenig gebräuchliche Ausdruck wurde im 19. Jahrhundert von europäischen Religionswissenschaftlern geprägt. Er lässt sich in etwa mit abergläubischer Handlung übersetzen. Drei Kreuzzeichen vor dem Fußballspiel, das Sylvester-Feuerwerk oder die Totenköpfe der Eingeborenen an den Grenzen ihres  Territoriums sind bekannte Beispiele für diese Variante menschlicher Verhaltensweise.
Gargoylen waren also der Ausdruck abendländischer Architektur für diese Art von ritueller Handlung.

Ein "Neidkopf" an einer Häuserfassade.
Ein "Neidkopf" an einer Häuserfassade.


Im Film ...

… spielen wir alle unsere Fantasien aus. Der Hollywood-Streifen „Gargoyle – auf den Schwingen der Angst“ hat das Thema perfekt angenommen. Über Handlung und tieferen Sinn kann das Publikum intensiv diskutieren, der Film bildet das Genre zu einhundert Prozent ab. Es hat dazu mehrere Fortsetzungen gegeben. In den Medien wird von einer Neuauflage gemeldet.
Die Gamer-Industrie nimmt den Fantasy-Trend ohnehin seit Jahren äußert erfolgreich auf. Diverse PC und Video Games wurden erfolgreich auf den Markt gebracht.


Gartendekoration

Gargoylen können also in unserem Kulturkreis eine bewegte Vergangenheit aufweisen. Heute benutzen wir gern verschiedene Tierfiguren gern als Vorlage. Auch auf der Terrasse oder auf Mauerwerk machen sie sich auch gut. 

Am Teich lassen sich diese Wasserspeier natürlich ideal platzieren.
Der Gartenfreund findet Exemplare aus Stein oder aus Gusseisen. Die Hersteller bieten eine breite Palette von Funktionen an: den einfachen Wasserspeier, Figuren die Fontänen erzeugen, und auch ganze Wasserspiele können erschaffen werden.

Frösche, Fische und Enten oder sonstige nette Tiere sind als Motive beliebt. Manchmal muss es auch ein Drachen sein. Dann bricht wieder der mystische Germane in uns durch.

 

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Gargoylen, 



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