Kuriose und interessante Fakten zum Thema Geld

Das Thema Geld hat durch die aktuellen Diskussionen neuen Auftrieb erhalten. Man spricht von Helikoptergeld und bedingungslosem Grundeinkommen. Allen Themen ist eines gemeinsam: die Notwendigkeit, dass Grundbedürfnisse durch ein entsprechendes verfügbares Einkommen gedeckt werden können.
Welche „erstaunlichen“ Geschichten begleiten die Entwicklung des Geldes?

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Thema Geld. Es kann Kopfzerbrechen verursachen oder auf eine gute Idee bringen.haben ...

Update Juni 2017

Begriff Obolus

… immer frisch – mit Muschelgeld.

Die Texte finden Sie weiter unten.

Geld als Grundlage einer funktionierenden Wirtschaft

Gott vergelt`s. Daher kommt der Name.
Vergütung und Einkommen sind die ursprünglichen Bedeutungen des Tausch- und Zahlungsmittel. 
Man sollte die Wirtschaftslehre zu einem Hauptpflichtfach in den Schulen machen. Soviel Glück und Leid hängt am falschen oder richtigen Umgang mit dem Geld. Da ist noch Luft für eine Verbesserung dieses Bildungsgutes.
Die Wissenschaft vom Geld ist umfangreich. Sie kann deshalb einige Menschen davon abschrecken sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

 

Oder man nähert sich dem Thema auf mehr spielerische Weise. Etwa nach dem Motto – wussten Sie schon? Und: Das ist ja interessant.
Im folgenden Text hat der Autor einige eher unbekannte Zusammenhänge zum Thema zusammengetragen. Vielleicht finden Sie auch einen oder zwei interessante Aspekte. 

Money, Mammon und Moneten

Bei den Begriffen fängt das Staunen schon an. Ich nehme nur“ cash“. Das bedeutet, es wird nur Bargeld angenommen. Cash ist der englischsprachige Ausdruck für „Kasse“. Und dort wird das Bargeld eingeordnet. Nach der Finanzkrise von 2008 machte übrigens in den USA ein geflügeltes Wort wieder die Runde. „Cash ist King“. Dies bedeutet im übertragenen Sinn, dass man immer flüssig bleiben soll. Wie wahr.

Der Ausdruck „Kies“ kommt aus dem Jüdischen (*). Er bezeichnet schlicht und einfach den Geldbeutel. Darauf kommt man auch nicht ohne weiteres.

 

„Moneten“ kommt von moneta, sprich Münze im Lateinischen (*). Da hätte man vom Sprachgefühl auch eher an das Geld selbst gedacht. Der Begriff wird aber anders hergeleitet.

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Mit barer Münze

Der Begriff Schotter wird umgangssprachlich für sehr große Mengen verwendet (*). Der Verweis zum Begriff des Schotterbettes bei Gleisanlagen ist dabei interessant. Der Schotter soll die darauf liegenden Gleiskörper stabil Unterlage bieten. Dabei soll der Gesamtbau elastisch bleibe. Schließlich soll durch die Schottersteine das Regenwasser abfließen können.  Auch hier findet sich überraschenderweise der Zusammenhang zum Ausdruck „flüssig bleiben“ in abgewandelter Form.
Auch das Geld bietet dem Menschen eine stabile Unterlage, er bleibt flexibel (oder elastisch) - und eben flüssig. 

In alten Zeiten …

Unsere Vorfahren haben Naturalien getauscht, das kennt man. Im Mittelalter kannte man allerdings auch das Gewichtsgel.
Damals wurden Gold und Silber gewogen. Aufgedruckte Zahlen galten nichts. Natürlich wurde auch betrogen. Während des 30-jährigen Krieges, zu Anfang und Mitte des 17. Jahrhunderts, wird von einer Kipper- und Wipperzeit berichtet (*). Beim Kippen wurde an der Waage mit dem Daumen nachgeholfen. Und beim Wippen hat man den Edelmetallen unechtes Material beigemengt. 

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... für gut bewogen

Ein Obolus

Eine kleine Spende, eine freundliche Zuwendung, ein Handgeld – das verstehen wir heute unter einem „Obolus“. Das griechische Wort bedeutet einfach kleine Münze (*).
Wenn man etwas tiefer nachforscht, dann wurde mit dem Obolus die Bezahlung eines Fährmannes bezeichnet. Und zwar des Fährmannes, der die Toten auf ihrer letzten Fahrt über die Wasser des Grauens in die Unterwelt fährt. Damit der gute Mann auch seinen Lohn findet, wurde dem Toten die Münze unter die Zunge gelegt.

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Ein Obolus, bitte

Verblüffend ist die Geschichte des Steingeldes aus Polynesien. Dort haben die Leute auf einigen Inseln mit riesigen Wagenrädern aus Stein bezahlt. Da sie die Brocken nach dem vollzogenen Geschäft nicht wegtragen oder wegrollen konnten, blieben die Seine am Ort des Handels liegen. Wem gehörte das Vermögen? Die Eigentümer wurden im Gedächtnis gehalten. Man erinnerte sich einfach an den Eigner. Diese Regelung  soll bis zum Jahr 1931 auf einzelnen Inseln gültig gewesen sein (*).  

Bei uns wurde auch nicht schlecht gehandelt. Zu Zeiten des Tauschhandels wurden verschiedene Tiere und Lebensmittel als Tauschobjekte akzeptiert. Darum sprechen wir heute noch von Mäusen, und mancher zählt die letzten Kröten zusammen. 

 

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Steingeld - ein schwer wiegendes Zahlungsmittel

… immer frisch – mit Muschelgeld

Wenn jede Woche einmal der Erste wäre – dann wären die Geldfragen für die meisten Menschen etwas kleiner. Für die Anwohner exotischer Küsten war dies früher wirklich kein allzu großes Problem – sofern sie mit Muschelgeld einkaufen konnten.

 

Muschelgeld war ein Zahlungsmittel, das aus Muscheln oder Schnecken bestand. Diese waren in der Regel auf langen Schnüren aufgerollt (*). Allerdings konnten sich die Mitglieder dieses Tauschsystems nicht unbegrenzt mit Barem versorgen. Auch in den Südsee Paradiesen gilt das Gesetz von knappen Gütern, die wertvoller werden, je weniger davon zur Verfügung stehen. Und Muscheln gibt es auch an den fernen Stränden nicht endlos zu finden.

Mit der Verbreitung von gesetzlich vorgeschriebenem Münz- und Notengeld verschwanden die Muschelwährungen nach und nach.

Falls Ihnen der Begriff Kaurischnecken aus den Abenteuergeschichten Ihrer Jugend bekannt vorkommt. Es handelt sich dabei um eine besondere Schneckenart.

 

Heute wird Muschel- oder Schneckengeld in einigen Gebieten noch rituell verwendet (*). 

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Wenn ich einmal reich wäre

Der erste Milliardär war wohl ein sagenhafter König Midas aus dem Raum Griechenland/ Türkei, aus dem früheren Kleinasien. Warum hat König Midas alles zu Gold gemacht, das er anfasste? Weil er der Sage nach der erste Potentat war, der Münzen drucken ließ.
Mit Kleinigkeiten gab es sich nicht ab, das waren dann Peanuts für ihn. Feine Menschen gaben in früheren Zeiten auch gern einmal einen Obulus ab, der nicht weh tat.

Mammon ist ein unredlich erworbener Gewinn. Die Araber sollen diesen Begriff geprägt haben. Ursprünglich war der Ausdruck allerdings durchaus positiv besetzt. Er soll bedeutet haben „das, worauf Verlass ist“ (*).

Wohlstand und Sicherheit, aber auch Gier und Geiz liegen bei dem Begriff vom Geld eng beieinander. Irgendetwas muss daran sein.

220 Millionen Sucheinträge …

Manchen Themen bekommt es gut, wenn man sie einige Zeit liegen lässt. Das schafft Abstand und ein Nachwirken.
Eine zweite Welle zum Thema führt dann auch zu erstaunlichen Erkenntnissen führen.

Google zeigt etwa 220 Millionen Sucheinträge. Geld ist ein wichtiges Thema. Die Liebe zeigt allerdings 250 Millionen Einträge. in unserem Interesse schlägt die Liebe das liebe Geld.

As erstes versucht sich das Internet an einer Begriffsbestimmung. Geld wird als Tausch-und Zahlungsmittel betrachtet. Wenn die Familie also einen neuen Teppich anschaffen will, dann muss sie nicht ihre Kücheneinrichtung zum Tausch ins Möbelgeschäft tragen. In dieser Hinsicht hat die Erfindung des Geldes durchaus angenehme Seiten an sich.
Schließlich wir dem Thema „Geld verdienen“ ein weiter Raum in der digitalen Welt eingeräumt.
Dann kann noch der Spruch vom „in Geld schwimmen“ auffallen. Dagobert Duck lässt grüßen. Die Schöpfer von Comics sind genaue Beobachter des menschlichen Lebens.
Und so geht es weiter… 

Fazit. Das Geld ist also nichts Besonderes. Es bedeutet in erster Linie ein Tausch- und Zahlungsmittel. Ein Mittel zum Zweck. Allerdings beschäftigt uns das Thema Geld – mit 220 Millionen Google Einträgen – enorm. Da kann man sich schon einmal in Ruhe zurücklehnen und nachdenken …

alternate takes

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Der "Geldsack"
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Geld horten wie Mäuse den Käse
Geld - immer ein Auge darauf haben. oder zwei
Geld - immer ein Auge darauf haben. oder zwei

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