Glashaus, Erdhaus  und Plantscraper

Wer in einer fremden, großen Stadt einen neuen Job annimmt, der ist beeindruckt von den großen Glaspalästen im Büroviertel. Er schaut die steilen Glaswände hoch und ist sehr beeindruckt. Der neue Angestellte geht ganz stolz zur Arbeit.
Zuhause möchten viele Menschen es gemütlicher haben. Holz macht wohnlich. Eine Wendeltreppe ist chic. Etwas Grün vor dem Fenster tut dem Auge gut. Und zum Feiern fährt man am Wochenende halt wieder in die Stadt.

Das Hobbit-Haus als Vorbild für „daheim“?

Das Wort Architektur kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Baukunst“. Die moderne Architektur erscheint oft kühl, aber funktionell. Die Kühle und die strikte Funktionalität fordern den wachen Geist auch heraus. Einerseits werden dem urbanen Bürger überall Begriffe wie „smart home“ und die kommende „smart city“ proklamiert. Auf der anderen Seite interessieren sich die entsprechenden Fans des naturnahen Wohnens für Erdhäuser wie bei den „Hobbits“.

Die Geschichten rund um die smart homes erscheinen komplex.

 

Der Kaffeeautomat wird mit dem Smartphone vorbereitet. Die Heizung zuhause kann der User bei der Heimfahrt aus dem Auto einschalten. Na gut. Irgendwie erscheint es auch fremd, denn man fasst nicht mehr an, keinen Lichtschalter, kein Rad am Heizungsthermostat. 

Die vollständige Vernetzung ist schwer zu „begreifen“. Sie beinhaltet möglicherweise eine taktile Verödung.
Allerdings kann das autonome Fahren wiederum seine Reize haben. Man kann unterwegs ungestört nachdenken, zum Beispiel über die smart city und über Erdhäuser.


Zwei Alternativen für das Haus auf dem Lande

Das "Hobbit-Haus"

Het huisje op de heide


In einigen Regionen der Welt gibt es solche Hobbit-ähnlichen Häuser.


Plantscrapers in den Städten der Zukunft

Die Stadt der Zukunft wird gern glänzend, gläsern gezeigt wie auf diesem Bild. Allerdings fehlen dort die Bäume oder die Schrebergärten. Als Ersatz wird uns Urban Farming angeboten. 

 

Unter "Urban Farming" verstehen die Zukunftsforscher mehr als Gemüse auf dem Balkon. Man liest zum Beispiel von prei-urbanen Zonen (*), also Zonen zwischen Stadt und Land.

Für die Megacities sind riesige Gewächshäuser an oder auf den Wolkenkratzern vorgesehen. Diese Gebäude werden dann möglicherweise „Plantscrapers“ heißen. 

Urbane Zukunfstechnologie

Der Begriff Urban Farming wird im Hinblick auf die Lebensmittelproduktion im stadtnahen Bereich verwendet (*). Hier geht man also über den Anbau zur Selbstversorgung z.B. in Kleingärten hinaus.

Farming, sprich Landwirtschaft, erfolgt in stadtnahen Flächen und im sogenannten Grüngürtel einer Stadt. Der Begriff umfasst den Ackerbau. Die Tierhaltung und auch ggfs. Aquakultur.

Der Ausdruck Plantscrapers führt den Leser zum Begriff des Vertical Farming (*). Hierbei handelt es sich um eine Zukunftstechnologie. In speziellen Hochhäusern sollen demnach auf verschiedenen, übereinander gelagerten Etagen landwirtschaftliche Produkte erzeugt werden. Auch der Einsatz von Viehwirtschaft wird angedacht. Vor allem aus Asien und den USA werden erste Pilotprojekte gemeldet.

 

Glasbauten, Häuschen auf dem Lande und das Gemüsefeld im Hochhaus nebenan  - die urbane Zukunft wird spannend ...

… und so kann man sich das Szenario des Vertical Farming vorstellen.


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