Die größten Inseln der Welt

Welches ist nun die größte Insel der Welt?

 

Grönland ist das größte Eiland, soviel kann man schon vorab sagen.
Australien ist ein Kontinent, Neuseeland dagegen wieder in Inselstaat.
Und noch eine Information wird einige Leser überraschen. Fast ein Viertel der UN Mitgliedstaaten sind Inselstaaten.

Inseln sind also sehr zahlreich auf diesem Planeten Erde vertreten.

 

Investieren Sie  fünf Leseminuten, um sich zu informieren. Hier geht es zum Text mit einigen Überraschungen >>

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Update August 2017

Sumatra – die Goldinsel

Die britischen Inseln

Die Texte zu den Updates finden Sie weiter unten im Artikel.

Die Vorgehensweise

Inseln gibt es hundertfach, oder tausendfach auf der Welt. Was ist also eine „große“ Insel?

Wikipedia hat groß als eine Fläche von mehr als 1.000 Quadratkilometer (qkm) definiert (*). Von dieser Ausdehnung sind mehr als 300 Inseln in einer Liste zusammengefasst.

Der vorliegende Text wird sich mit den Top Fünf dieser Liste beschäftigen. Dazu werden einige exotische Beispiele aufgeführt, die dem Leser ein leichtes „Aha“ entlocken können.

Zu allen aufgeführten Beispielen sind Kartenausschnitte aufgeführt, damit der Leser sich leicht orientieren kann.
Am Textende führt der Weg nach Deutschland zurück, speziell zur Insel Rügen.

Die Top Fünf Inseln

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Grönland

Grönland ist die Nummer Eins in dieser Kategorie. Man hat es vielleicht noch gewusst oder hätte es erraten.

Allerdings tritt der Name Grönland in unserem Alltag auch nicht allzu oft in Erscheinung. Das ist auch nicht überraschend. Schließlich ist das Land zu fast 80 Prozent mit Eis bedeckt. Und auf Grönland leben gerade einmal 50.000 Menschen.

War Grönland in früheren Zeiten einmal grün? Forscher haben DNA-Spuren von Bäumen und Insekten gefunden, die circa 500.000 Jahre alt sein sollen (*). Demnach war Grönland, zumindest in Teilbereichen, einst ein „grünes Land“. 

 

(*) Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nland

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Papua- Neuguinea

… kann dagegen schon eine echte Überraschung bedeuten.

Kopfjäger bestimmen unser Schablonenbild von diesem fernen Land. Das Land ist flächenmäßig doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Allerdings liegt Papua-Neuguinea auch am „anderen Ende der Welt“. Dort haben sich nicht annähernd so viele Völkerscharen und Warenströme entwickelt wie zum Beispiel im Kernland Europas. Immerhin leben auf dieser riesigen Insel sieben Millionen Einwohner.


Was bedeutet der Ausdruck Papua, wenn wir schon einmal dabei sind? Ein portugiesischer Seefahrer soll die Bezeichnung „Kraushaar“ aus einer einheimischen Sprache für die Namensgebung verwendet haben (*). 

 

Die Region nebenan, Australien, wird als Kontinent bezeichnet. 


Borneo - die Insel der Meeresgottheit

Wo liegt Borneo? Im Inselreich Indonesien, Richtung Bali und Singapur. Mit dieser Region kann der Reiselustige Zeitgenosse im Zeitalter der Fernreisen schon etwas anfangen.


750.000 qkm bedeuten gleich zweimal die Landfläche von Deutschland. Auf Borneo leben fast 20 Millionen Menschen. Was produziert die Insel? Kautschuk, Tropenhölzer – und Erdöl.

Der Name „Borneo“ hört sich für Europäer sehr exotisch an. Die Namensherkunft lässt sich ggfs. auf die indischen Gottheit Varuna, den Gott des Meeres zurückführen (*). Borneo – vom Namen her fast wie ein Land Poseidons im fernen Pazifik.

     

(*)https://en.wikipedia.org/wiki/Borneo


Madagaskar

Pfeffer, nicht wahr? Ist die Insel bei uns in Europa durch Pfeffer bekannt geworden? Nein, das war Malaysia. Madagaskar ist der größte Produzent von Vanille auf der Welt. Beim nächsten Vanilleeis denken Sie vielleicht in Zukunft an Madagaskar.


Ein Blick auf die Karte frischt die Erinnerung wieder auf. Madagaskar liegt „rechts von Afrika“. 

Madagaskar ist mit 600.000 qkm Landfläche also ziemlich groß. Damit hätte vielleicht nicht jeder Leser von vorneherein gerechnet.


Und sie haben ein schönes Siegel.

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Das Staatswappen der Republik Madagaskar

Was bedeutet der Name „Madagaskar“?
Er entstand möglicherweise aus einem Übersetzungsfehler. Marco Polo soll die Hafenstadt Mogadishu auf dem afrikanischen Festland mit einem Hafen auf der Insel  verwechselt haben (*). Der falsche Name hat sich beharrlich bis in unsere Zeit erhalten.

 

(*) Textquelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Madagascar

Die Baffininsel

Da ist man baff. Baffin ist die Nummer Fünf auf der Liste. Die Insel liegt in der Nähe der kanadischen Küste. Was wächst dort in der Nähe des Polarkreises? Kräuter und Moose.


Wie viele Menschen leben dort? Knapp 10.000 Menschen.

Und was wird produziert? Die Menschen leben vom Fischfang. Auf dem folgenden Bild wird diese Tätigkeit allegorisch dargestellt. 

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Die Nordwestpassage

Nach wem ist die Insel benannt? Nach William Baffin. Er war ein englischer Navigator (um 1600), der wesentlich an der Erkundung der Nordwest-Passage beteiligt war (*).
Was ist die Nordwestpassage? Ein Seeweg, der oberhalb des amerikanischen Kontinents den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Seit dem Jahr 2016 soll diese Passage zum ersten Mal seit Menschengedenken eisfrei passierbar sein.

 

(*) Textquellen:
https://en.wikipedia.org/wiki/William_Baffin
https://de.wikipedia.org/wiki/Nordwestpassage

Inseln im ewigen Eis

Die beiden folgenden Inseln besetzen die Ränge 8 und 10 auf der Liste der größten Inseln der Welt.
Allerdings haben die Victoria-Insel und Ellesmereland eine Gemeinsamkeit, und zwar eine ganz besondere. Sie liegen im ewigen Eis oder am Rande davon. Da das Eis schmilzt, werden die Inseln in wirtschaftlicher Hinsicht zunehmend interessanter. In absehbarer Zeit wird der Zugang zu den Bodenschätzen in der Arktis einfacher sein. Dann können diese vergessenen Inseln plötzlich in das Interesse der Weltnachrichten rücken. 

Gloria Victoria

Großbritannien hört sich groß an. Aber die Victoria-Insel ist noch größer (*). Diese Insel liegt im Arktischen Ozean. Ein englischer Entdecker hat das Eiland nach der bekannten Königin aus dem 19. Jahrhundert benannt. Sie gehört zu Kanada. Es leben knapp 1.000 Menschen dort.

Freunde von Abenteuergeschichten erinnern sich an die Namen der Hudson Bay Company und an die Nordwestpassage.

Mit zunehmendem Tauwetter wird für die Arktis in der Zukunft eine bedeutende Rolle bei den weltweiten Handelsrouten erwartet. 

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Ellesmereland - Eis und Schneeeulen

Beim Namen „Ellesmereland“ muss mancher ebenfalls im Lexikon und auf dem Atlas nachschauen.
Die Insel liegt ebenfalls in der Arktis. Sie gehört zu Kanada.
Mit 200.000 qkm ist sie so groß wie Bayern, Baden-Württemberg, Niedersaschen und NRW zusammen.

 

Ellesmereland bietet den 130 Einwohnern (*) also reichlich Platz.  Allerdings ist die Insel zur Hälfte vom Eis bedeckt. Das wird sich noch ändern. In den letzten 100 Jahren sind 90 Prozent des Schelfeises abgeschmolzen.

Was bedeutet der Name „Ellesmere“? In der Sprache der Inuit werden die Moschusochsen so bezeichnet.


Was gibt es dort zu sehen? Moschusoochsen und Schneeeulen. 

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Die britischen Inseln

Britannien, Großbritannien und die Bretagne. Als Tourist und als Schüler hat mancher Europäer zahlreiche Verbindungen zu diesen Begriffen. Dieser Text geht den Unterschieden und den Gemeinsamkeiten in den drei Bezeichnungen auf den Grund.

Eine große Insel

Die Insel Großbritannien umfasst eine Gesamtfläche von etwas mehr 200.000 Quadratkilometern (qkm). Damit bedeckt sie ungefähr 60 Prozent der Fläche Deutschlands.

 

Im internationalen Ranking der Inseln, im Hinblick auf die Fläche, steht Großbritannien an 9. Stelle. Dies sind die größten Inseln der Erde >>


Großbritannien (Insel) und die Britischen Inseln

Großbritannien besteht aus den Landesteilen England, Schottland und Wales (*).

Wozu gehört Irland?
Irland und einige andere Inseln gehören zu den Britischen Inseln (*).

Worin besteht der Unterschied zwischen den Britischen Inseln und der Insel Großbritannien?
Die Britischen Inseln bilden ein Archipel, also eine Inselgruppe (*). Diese Gruppe umfasst:

Großbritannien
Irland
die Insel Man
sowie einige weitere, kleinere Inseln.

 

Jetzt taucht der Begriff „Großbritannien“ wieder auf. Es wird deutlicher, dass die Bezeichnungen vielschichtig verwendet werden. 

Irland und die Kanalinseln

Irland wird im politischen Sprachgebrauch nicht immer zu den Britischen Inseln gezählt (*). Die Geographen dagegen ordnen Irland in ihrem Kosmos wieder unter die Britischen Inseln ein. Anders verhält es sich mit den Kanalinseln im Ärmelkanal. Sie sind geografisch gesehen Teile des europäischen Festlandes. Politisch gehören sie wiederum zu den Britischen Inseln (*).

Wie kann ein interessierter Leser sich in diesem Begriffswirrwarr zurechtfinden? In das Thema greifen geografische, politische und auch kulturelle Aspekte hinein.
In diesem Text soll der Begriff der Britischen Inseln an die vorwiegend geografische Sichtweise des Wikipedia-Artikels angelehnt werden.
Damit umfassen die Britischen Inseln die Flächen von Großbritannien (Insel) sowie Irland, die Isle Of Man und einige weitere Inselgruppen wie die Orkney Inseln und die Hebriden (*).

Großbritannien und UK

Zu Großbritannien im geografischen  Sinne von – Insel - gehören die drei Landesteile (*) England, Schottland und Wales. Und diese Region umfasst also etwas mehr als 200.000 qkm. Diese Region bildet die neunt-größte Insel der Erde.

 

Das Vereinigte Königreich (UK) bezeichnet ein staatsrechtliche Union. Darin ist auch Nordirland einbegriffen. Die Isle Of Man und die Kanalinseln gehören nicht zu diesem Staatsgebilde (*). Großbritannien und die Britischen Inseln werden dagegen hauptsächlich als geografische Begriffe verwendet. 


Britannien – der Name

Die Römer sollen den Namen geprägt haben (*). Ein Vorläufer wird in griechischen Quellen erwähnt. Dort werden die frühen Inselbewohner mit einem phonetisch ähnlich klingenden Namen erwähnt. Die Griechen sind also schon früh bis in den hohen Norden gereist, um das Jahr 300 v.u.Z.. Vielleicht taucht  an dieser Stelle ein fantastischer, legendärer Name wie Hyperborea im Gedächtnis auf

Die Bretagne ...

.. hieß in alten Zeiten Klein-Britannien, und sie hatte eine wechselhafte Geschichte. Um das Jahr 1500 wurde die heutige Bretagne an das damalige französische Königreich angegliedert. 

Woher stammt der Name „Albion“?

Es werden zwei Ursprünge diskutiert.

Einmal kann die Bezeichnung für England oder auch für die Britischen Inseln von den weißen Klippen bei Dover herrühren (*).

Auf Lateinisch heißt die Farbe Weiß albus. Ein keltischer Zusatz könnte dann zum Landesnamen „Albion“ geführt haben.

Andere Sprachforscher suchen die Wortwurzel im keltischen Ausdruck albio für Land oder Welt (*). Diese Interpretation wird unterstützt von der Wortherkunft für die Alpen und für Alba, den gälischen Namen für Schottland (*).

 

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Albion


Fazit. Im geografischen Sinn werden unter dem Begriff „Britische Inseln“ die Landflächen von Großbritannien (England, Schottland, Wales) sowie Irland, die Isle Of Man und Inselgruppen wie die Orkney Inseln und die Hebriden zusammengefasst (*).

Quo vadis - Britannien?

Der Brexit hat die politische Welt in Europa verändert. Schottland, als Landesteil Großbritanniens, mag neue Wege gehen. Man darf gespannt sein, ob sich der Begriff „Großbritannien“ im Laufe der Zeit erhalten oder verändern wird.


Sumatra – die Goldinsel

Goldinsel – so lautete der ursprüngliche Name von Sumatra. Große Goldvorkommen hatten die Einwohner einst reich gemacht. Und heute lebt die Insel zu 70% vom „schwarzen Gold“. 

Mit einer Nord-Süd Ausbreitung von 1.700 Kilometern passt Sumatra in der Schräglage gut einmal in Europa hinein. Die Entfernung von London nach Istanbul beträgt auf dem Landweg ungefähr 1.800 Kilometer.

50 Millionen Menschen leben auf einer Fläche von knapp 370.000 Quadratkilometern. Damit ist Sumatra flächenmäßig etwa so groß wie Deutschland.


Was wird auf der Insel produziert? Öl, Kautschuk, Pfeffer- und Tabakplantagen gibt es dort. 

Was erwartet den Urlauber auf Sumatra? Die Toba-see, einen riesigen Vulkansee. Urwald, Elefanten, Tiger, weite Strände. Ein Paradies für Outdoor-  und Naturfreunde.

 

 

(*) Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sumatra

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Rügen

Nach so viel Weltenbummel kehrt man erleichtert in heimische Gefilde zurück. Rügen ist zwar flächenmäßig nur 1000 qkm groß (*), aber dafür ist man wieder daheim.
Und auf Rügen kann man Theodor Fontane lesen und die Kreidefelsen angucken. Größe ist nicht alles.


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Grönland und der Klimawandel. Eine Vision.
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Sitting at the dock oft he bay
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