Wer hat das Kartenspiel erfunden?

Gestandene Männer sitzen in der Wirtschaft beim Bier und spielen Skat. So jedenfalls sieht ein Stereotyp für diese Bilderszene aus. Aber es gibt viel mehr zu diesem verspielten Thema zu sagen. 

Erfahren Sie mehr über das Kartenspiel als Kulturgut , über das Vergnügen und die Entspannung bei einem Gesellschaftsspiel. Entdecken Sie den homo ludens. Lesen Sie weiter über den kultur-bildenden Aspekt des Kartenspiels und über die "Spieltheorie". Schließlich  erfahren Sie noch, dass Kinder und Skatfreunde im Spiel den "Flow-Zustand" erreichen erreichen können.

Gute Unterhaltung!

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Bei einem gemütlichen Skatabend ...

Spaß an – der Kultur

Das Kartenspiel ist ein Kulturgut (*). Und wer diese Aussage nicht glauben will, der soll einmal bei Artikeln über die Geschichte des Schafskopfspiels nachlesen. Davon leitet sich nämlich, oder wahrscheinlich, das Skatspiel selbst her.
Kartenspiel als Kulturgut, in Augenhöhe mit den Werken von Beethoven, Goethe und Albrecht Dürer? Ja, denn da Kartenspiel hat eine lange Tradition. Es hat Bestand, und damit gilt es als Ausdruck der kulturellen Äußerungen eines Volkes.
Und es macht den Menschen offenbar großen Spaß, die Karten zu dreschen. Vergnügen und Entspannung sind Ausdrücke, die gern im Zusammenhang mit diese Art von Tätigkeit genannt werden.
Der homo ludens findet Eingang in die Wissenschaften, Schiller wird zitiert, und eine Spieltheorie kommt auch zu Wort.
So viel kann man über Kartenspiele erzählen? Das kann ja spannend werden.

Die Tradition des Kartenspiels

Waren es wieder einmal die Chinesen, die sich dieses Spiel ausgedacht haben, oder gar die Bayern? Eher die Bayern, so scheint es. Laut Wikipedia (*) stammt das Skatspiel wahrscheinlich vom Schafkopf ab, und dies wird als „traditionelles deutsches Kartenspiel“ bezeichnet.

Da ist er, der Begriff der Tradition. Wie die Alten kloppten, so kloppen die Jungen. Dieses Sprichwort, in abgewandelte Form, kennzeichnet die Herkunft des Namens für das Schafkopfspiel. Eine etymologische Bezeichnung stellt den Schafkopf nämlich in Beziehung zum altdeutschen Scheffel oder Schaff, und dies bezeichnet den Deckel auf einem Fass (2). Das Bild passt auf eine besondere Art zu einer Szene, in der man sich Landsknechte vorstellt, die auf Wein- oder Bierfässern Karten spielen.

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Sind Landsknechte die Erfinder des Kartenspiels?

Woher stammt der Name „Skat“?

Vom Stock. Dort legt der Spielmacher zwei Karten ab, die im Spielverlauf nicht aufgedeckt werden. Stock heißt im Französischen ecarté, und dies leitet sich wieder vom lateinischen Verb ecartare, ablegen, ab (*).
Wenn ein Autor für diesen Artikel über das Skatspiel die passenden Bilder sucht, so kann er übrigens einige Überraschungen erleben. Der Begriff Skating, also Eislaufen, scheint zurzeit aktueller als der Name für das Kartenspiel zu sein. Erst der Suchbegriff „Kartenspiel“ führt zu dem gewünschten Bilderstock. So ändern sich die Zeiten.

Homo ludens - verspielte Menschheit

Seit Jahrtausenden bemühen sich die Wissenschaftler, das Handeln des Menschen in seinen Motiven zu ergründen. Ein Erklärungsmodell geht von der Freude am freien Tun aus. Die Handlungsfreiheit beim Spiel gibt dem Menschen einen Sinn im Leben (*). So überraschend diese These auch klingen mag, es ist offenbar etwas daran. In diesem Zusammenhang taucht auch wieder der Begriff vom „kulturbildenden Faktor“ des Spieles auf (*). Alle unsere ernst klingenden Systeme wie die Politik, das Rechtswesen - ja selbst die Religion – sollen sich nach dieser kulturhistorischen Theorie aus spielerischem Probieren unserer Vorfahren entwickelt haben.

Spiel und Spieltheorie

Mitunter stößt der interessierte Leser auch auf den Begriff der Spieltheorie. Die Wahl des Begriffes beruht in seinen Uranfängen tatsächlich auf den mathematischen Grundlagen von Gesellschaftsspielen (*). Später wurde der Begriff auf Entscheidungssituationen, in denen sich die Beteiligten gegenseitig beeinflussen – wie beim Skat?

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Spielen und lernen

Nicht nur die Liebe ist ein seltsames Spiel. Das Kartenspiel als solches wurde immer schon auch als „nutzloses Treiben“ verdammt. Schiller allerdings sah im Spiel eine wesentliche Bedeutung des Menschseins. Moderne Verhaltensforscher verbinden das Spiel wieder mit dem Ausleben von Kreativität, mit belebenden Impulsen für Körper, Geist und Seele. 

 

Im Optimum, so liest man, wird das intensive Spiel, besonders bei Kindern, auch mit dem bekannten Flow-Zustand verglichen (*). Wie heißt es: ihr sollt sein wie die Kinder.

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Ein Kind im Spiel versunken.

Wer ist also der Erfinder des Kartenspiels? '
Wir alle, beziehungsweise unsere experimentierfreudigen Vorfahren. Spielen in dieser Form hat erwiesenermaßen viele Vorteile. Skatfreunde sollten also nicht so einfach gegen ihre Kritiker passen.