Kirmes, Jahrmarkt, Volksfest – eine kurze Übersicht

Sommerzeit - Kirmeszeit. Seit wann geht es auf der Kirmes rund? Machen Sie einen virtuellen Rundgang über die Themen Volksfeste, Kettenkarussell, Looping und Geisterbahn.

Kirmesvergnügen
Kirmesvergnügen

Ein bisschen Spaß …

Die Vorfreude wächst. Volksfeste sind immer gerammelt voll mit Menschen. Dort gibt es, besonders für Kinder, Spaß ohne Ende. Gehen Sie mit Ihren Kindern auch hin und wieder gern einmal auf die Kirmes?
Man kann nicht fragen: Wer hat die Kirmes erfunden? Es geht um Volksfeste, Kirchweih und Jahrmärkte, und diese gibt es wahrscheinlich seitdem der Mensch sesshaft geworden ist.
Aber wer hat die Fahrgastgeschäfte erfunden? Also Kettenkarussell, Schiffschaukel, die Raupe und die Geisterbahn – dies ist schon eine interessante Frage.
Attraktionen bedeuten Adrenalin, Gänsehaut, Thrill.
Was man über die Kirmes bisher noch nicht wusste. Machen Sie sich fünf angenehme Leseminuten – über bunte Feste, lachende Kinder (und Erwachsene) und jede Menge Spaß. 

Wer hat das Karussell erfunden?

Die Türken waren es. Ein englischer Reisender hat um 1600 das erste Exemplar in seinem Reisetagebuch beschrieben (*).
Dabei ist die grundlegende Idee schon uralt. Die alten Rittersleut` haben an Holz-Karussellen ihre Fähigkeiten erprobt. An den Enden von rotierenden Latten und Stielen wurden Ringe gesteckt, die der Ritter mit seiner Lanze aufspießen musste. Daher komm tauch der selten gebrauchte Ausdruck Ringelspiess.

 

Das erste maschinell betriebe Karussell hat ein Engländer um 1830 gebaut.


Die Schiffschaukel

Sie hat ihren Ursprung in der griechischen Sagenwelt. Man findet sie sehr oft auf Kinderspielplätzen, weil das Schaukeln den Gleichgewichtssinn schulen soll. Dieses Gefühl von Bewegung und Konzentration wird in der Psychologie unter dem Begriff Psychomotorik zusammengefasst. Durch die Schaukelbewegung werden besonders bei Kindern Fähigkeiten der Wahrnehmung und des abgestimmten Bewegungsvermögens gefördert (*).
Auf kleineren Volksfesten im ländlichen Bereich findet der Besucher manchmal noch die Kettenschaukel, die von Hand durch einen Bediensteten angeschoben wird. Moderne Ausführungen arbeiten mit Elektromotoren und Überschlags-Mechanismen.

Huh! Die Geisterbahn

Es muss in der Halle dunkel sein – damit der Besucher das Pappmaché nicht wahrnimmt. Sonst kommt keine rechte Angstlust auf.
Die Wiener haben das „Angstschloss“ um 1930 erfunden, im berühmten Prater (*). Es war ein Mega-Erfolg bei den Besuchern. Und es gab die Grottenbahnen als Vorläufer. Dies waren Fahrten durch eine Märchenwelt.
Die modernen Ausführungen nennen sich Zugsysteme. Es gibt auch schon Endlosausführungen. Dabei geht es immer rundherum.


Der Rekordhalter?

Die Attraktionen auf den Jahrmärkten heißen im offiziellen Sprachgebrauch Fahrgeschäfte. In Deutschland gelten sehr strenge Sicherheitsvorschriften, die vom TÜV und ähnlichen Organisationen überprüft werden – zur Sicherheit der Benutzer.
Das bisher größte Fahrgeschäft nennt oder nannte sich Top Of The World (*). Es handelt ich um einen fast 100 Meter hohen Turm. Um ihn herum fährt eine Kabine auf und ab, die sich während der Fahrt um sich selbst dreht. Mehr als 100 Besucher finden gleichzeitig Platz in dieser Kabine. Die Attraktion befindet sich in einem bayrischen Freizeitpark.

Volksfeste – überraschende Fakten

Seit wann geht es auf der Kirmes rund? Seit Urzeiten.
Griechen, Römer und Babylonier – sie alle haben sich auf Volksfesten zum Feiern getroffen.
Das größte Volksfest in Deutschland gibt es – in Bonn (*). Auf circa 800 Hektar Feldgröße finden sich an fünf Tagen über eine Million Besucher zusammen.
An zweiter Stelle folgt – Paderborn. Das Libori Fest lockt an neun Tagen etwa zwei Millionen Erwachsenen und Kinder auf 700 Hektar Fläche an.
Dann folgt auch schon das Oktoberfest. Es findet zwar nur auf 300 Hektar Wiesnfläche statt, dafür hält es aber den deutschen  Rekord mit über sechs Millionen Besuchern an siebzehn Tagen.
Den größten Besucherantrag verzeichnet Hamburg. Dort feiern an drei Tagen bis zu einer halben Million Menschen –pro Tag.

 

Wir feiern halt gern.

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