Die drei Geheimnisse der Maus.

Rolf hat eine Mausfigur auf der Fensterbank stehen. Die Figur sieht süß aus. Was gibt es über die Maus zu sagen? Sie hat drei Geheimnisse:

  1. Es gibt sehr viele.
  2. Sie ist klug, fast schon clever.
  3. Ihre Zähne wachsen nach.

Ein Artikel über die Maus? Vielleicht ungewöhnlich, aber warum nicht?

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Jede Menge Mäuse

Die Mauskunde gehört zum Wissenschaftsbereich der Mammalogie. Hoppla, hat Heintje damals eine kleine Maus besungen? Nein, Mammalogie bezeichnet die biologische Klasse der Säugetiere. Mamma kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: Mutterbrust.

Fast jedes zweite Säugetier auf der Erde ist ein Nagetier (*). Wow, denkt sich Rolf. Allerdings ist Maus nicht gleich Maus. Die Wissenschaftler unterscheiden, grob gesagt, zwischen zwei Gruppen von Nagetieren:
1 Mäuseverwandte und
2 Mäuseartige 

Über die Details zu den Klassifizierungen kann sich ein interessierter Leser im Internet ausgiebig informieren.

Jerry Maus

Kleine Mäuschen sind mitunter sehr beliebt. Meerschweinchen werden gern als Haustiere gehalten. Die größte bekannte Art aus der Familie der Meerschweinchen ist schon ein rechter Kaventzmann. Die Capybara (*) aus Südamerika kann über einen Meter lang werden und kommt auf eine Lebendgewicht von bis zu 70 Kilogramm. Da kann sich Kater Tom im Trickfilm schon erschrecken.

Gleich darauf folgt in der Körpergröße der Biber. Dieses Nagetier ist durch den Bau von Biberdämmen bei uns besonders bekannt geworden. Die Tiere sind ebenfalls sehr clever. In den aufgestauten Teichen sammeln sich Pflanzen an, die dem Biber später als Nahrung dienen (*).

Ein cleverer Überlebenskünstler

Warum ist die Maus so fruchtbar? Nagetiere haben sich einen klugen Überlebensmechanismus ausgedacht. Sie sind sehr fruchtbar. Die Weibchen bringen mehrmals im Jahr Junge zur Welt. Die Wissenschaft nennt dieses Vorgehen die r-Strategie (*). Eine hohe Population ermöglicht der Gesamtgruppe das Überleben. Die Katze kann noch so viele Mäuse fangen – es bleiben immer noch genug übrig, um das Überleben der Art zu garantieren. 

In der indischen Mythologie wird der Wohlstand als ein Gott mit Elefantengesicht dargestellt. Ganesha heißt dieses seltsame Wesen, dieser Dagobert auf indisch. Und Ganesha reitet – auf einer Maus. Zum Geldverdienen gehört in Asien die Cleverness dazu. Ein Chinese, der laut dortigem Horoskop im Jahr der Maus oder im Jahr der Ratte geboren wurde, gilt als Talent im Geldverdienen (*).
Bei uns gibt es das Sprichwort vom Mäuse zählen.

Mausezähnchen

Die Maus hat es gut. Ihr wachsen die Vorderzähne nach. Das wäre einmal eine Maßnahme für die westlichen Wissenschaftler. Anstatt Ohren an den Tierchen wachsen zu lassen, sollten sie lieber das genetische Geheimnis der nachwachsenden Nagezähne ergründen und auf den Menschen anwenden. Wir leiden doch genug unter der modernen zuckerreichen Ernährung.

Die Ratte …

… gilt in unserem Kulturkreis als unangenehmes Tier. In unserer Vorstellung fressen Ratten die Vorräte auf und übertragen allerlei schreckliche Krankheiten. Die Pest soll nach der Ansicht einiger Historiker von Ratten in das Abendland eingeschleppt worden sein. Ratten sind aus biologischer Sicht – Mäuse. Haus- und Wanderratten sind in der Regel etwas größer als die herkömmlichen Hausmäuse (*).

Mäuse in den Medien

Die Beschäftigung mit der Wissenschaft von der Maus lässt sich fast unendlich fortsetzen. Einige Highlights sind Rolf noch aufgefallen.

  • Gucky ist eine Fantasy Figur aus der Perry Rhodan Science-Fiction Reihe. Er wird gern als spaßiger Begleiter dargestellt.
  • Speedy Gonzales ist die „schnellste Maus von Mexiko“. Die Zeichentrickfigur läuft dem Kater Sylvester regelmäßig davon.
  • Tom und Jerry und die Mickymaus sind ebenfalls weltweit bekannte Figuren aus Zeichentrickfilmen. Sie werden ausgesprochen clever dargestellt und sie passen in das biologische Bild der Nagetiere hinein. 

(wird fortgesetzt)


(*) Textquellen: Wikipedia/ Maus, /Nagetier, / Capybara, /Biber

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