Megacities, Weltstädte und Metropolen

Alle Wege führen nach Rom. Lang, lang ist es her. Rom war groß, aber heute ist eine Weltstadt „mega“. Lesen Sie und lassen Sie sich überraschen.
Hier geht es zum Text 


Big and beautiful?

Eine Megastadt hat mindestens zehn Millionen Einwohner (*).
Der deutsche Leser mag erstaunt sein. Ein kurzer Blick in das Lexikon. Wie viele Einwohner hat Berlin? Etwas mehr als drei Millionen. Berlin ist keine Megacity.

Update Dezember 2017

Planhauptstadt Canberra

Den Text zum Update finden Sie weiter unten im Artikel.


Berlin ist also keine Megacity. Aber Tokio ist eine, und New York und Kinshasa.
Wo liegt Kinshasa? In Afrika, sie ist die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Vielleicht macht sich Verwunderung beim europäischen Leser breit. Und dieses Erstaunen kann noch weiter wachsen. Denn acht von zehn ausgewiesenen Megacities der Welt liegen in Asien. Die Definitionen der Megastädte im Zusammenhang mit ihrem urbanen Umland sind nicht einheitlich. Für diesen Text wurden die Angaben zu den sogenannten Metropolregionen zugrunde gelegt (*).

 

Schauen Sie sich doch einmal diese Tabelle an:

Europa – der "alte Kontinent"

Gibt es in Europa auch Megastädte?

 

Moskau führt das Ranking an. Dann folgt Istanbul. Paris und London belegen die Plätze drei und vier. Nummer Fünf lebt. Der „Kohlenpott“ als Metropolregion Rhein-Ruhr macht das Rennen für Deutschland (*).

Manchmal muss man eine Denkpause einlegen. Asien bewegt sich. In Afrika sind in jüngster Zeit drei Multi-Millionenstädte entstanden. Wie gehen Europäer und Amerikaner mit diesen demografischen Entwicklungen um?

Dann kommt gleich die nächste Frage hinterher. Wie kann eine Gesellschaft Agglomerationen mit 10 Millionen+ Einwohnern managen? Was passiert bei 50 Millionen Menschen in einer vernetzten Region? Wasser und Strom, Verkehrsmittel und Sicherheit, Schulen und viele andere Aufgaben kommen einem nachdenklichen Menschen in den Sinn.

Zeit für eine Denkpause.

 

(Text wird fortgesetzt)

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Planhauptstadt Canberra

Städte, die ausufern, werden schwieriger zu regieren. Daraus entstand, und das ist nicht sehr überraschend, der Wunsch von Potentaten und Städetplanern noch einmal ganz neu anzufangen.

 

Mit Paris oder London ist dieser Neuanfang schwierig zu bewerkstelligen. Aber Australien hat diese Idee umgesetzt.
Canberra ist die nominelle Hauptstadt des Landes. Warum haben die Australien nicht Sydney oder Melbourne gewählt? Man konnte sich offenbar nicht einigen. So kam man zu einer Kompromisslösung.
Canberra ist eine Planhauptstadt. Sie wurde auf dem Reißbrett entworfen. Canberra liegt etwa 700 Kilometer von Sydney entfernt im Landesinnern. Zur Ostküste sind es nur knapp 150 Kilometer. In Australien gibt es noch reichlich Platz für die Neugründung von Städten. Die Planungen begannen im Jahr 1908. Etwa zwanzig Jahre später war die Stadt bezugsfertig, sodass Regierungsstellen dort ihre Arbeit aufnehmen konnten.


Heute zählt Canberra etwa 350.000 Einwohner. Unter klimatischen Gesichtspunkten ist die Lage gut gewählt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 20 Grad. Wie in vielen Planstädten der Vergangenheit auch wurde ein Rechteckmuster als Grundriss gewählt. Dies erleichtert die Verkehrsführungen. Schon die Induskultur hatte für ihre damalige Hauptstadt Mohenjo-Daro vor mehr als 3000 Jahren das gleiche Muster gewählt.

Das Wachstum von Canberra wurde in den ersten Jahren ihres Bestehens als zögerlich beschrieben (*). In der 1960er Jahren kam es dann zu bedeutenden Zuzug neuer Bewohner. In wirtschaftlicher Hinsicht scheint Canberra in erster Linie von Verwaltung, Militär und Dienstleistungen zu profitieren.
Highways, Flughäfen und Bahnstrecken verbinden die Hauptstadt mit anderen Zentren.

 

Ist das Projekt „Planhauptstadt Canberra“ ein Erfolg? Scheinbar ja. Interessant sind nun Vergleiche mit ähnlichen Projekten. (Fortsetzung folgt).

 

 

Textquelle: Wikipedia/ Canberra

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Alle Wege führ(t)en nach Rom.
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