Monstertrucks – Stunts, Shows und Spaß.

Giganten haben uns seit Urzeiten beeindruckt. Monstertrucks sind auch sehr groß. Darum geht es zuerst in diesem Artikel. Anschließend stellt der Text kurz die Road Trains in Australien vor.
Hier ist die Story.

Zum Staunen

Big is beautiful, sagen die Amerikaner. Riesensteaks, Riesen Hamburger, Texas, Wolkenkratzer – und Monstertrucks. Natürlich sind die amerikanischen Autofans wieder auf diese Idee gekommen.
Und wenn die Fans von Dragstern knallige Rennen veranstalten können, dann werden die Freunde der Riesen LKW nicht nachstehen.
Benzin im Blut, Bigfoot und gigantische Minenfahrzeuge. Und die australischen „Road Trains“ passen gut in das Gesamtbild dieser Story. Lesen Sie ein paar Minuten über die verrückte Welt der Riesenautos, über abgefahrene Rennen und fantastisch viel Spaß. 


Benzin im Blut

Rennwagen waren früher schwere Brocken. Die internationale Sportbehörde begrenzte in den 1930er Jahren schließlich das Gewicht auf 750 Kilogramm. Als die Mercedes Silberpfeile um ein Kilo über dem zulässigen Gesamtgewicht lagen, schleifte ein findiger Techniker den Lack ab, und das Gewicht stimmte wieder (*).

Die Amerikaner sind auch nicht schlecht in der Erfindung monumentaler Fahrzeuge. Ein Mann namens Jim Kramer hatte im Jahr 1974 die grandiose Idee, aus der Sicht der Freunde dieses Sports, eine Ford Pickup mit übergroßen Rädern auszustatten (*).
Der findige Tüftler hatte auch gleichen einen passenden Namen für das Riesenvehikel zur Hand: Bigfoot 4x4, in Anlehnung an einen legendären amerikanischen Riesenaffen.

Große Augen machen

Mensch, was sind die groß! Erstaunen prägt die Verwunderung über die Dinge, die einen Menschen an Größe überragen. Große Autos imponieren. Ein Monstertruck ist ein sehr großes Fahrzeug - da kann man entsprechend große Augen machen.

Was ist „big“?
Die Reifen. Durchmesser von 1,50 Metern sind keine Seltenheit. Normale Reifen messen etwa 55 Zentimeter im Durchmesser.
Die Motorleistung beträgt bis zu 2000 PS. Mittlere PKWs haben im Durchschnitt 130 PS.
Die Höhe. Drei Meter geben eine imposante Silhouette ab. Dies entspricht in etwa der Größe eines ausgewachsenen Elefanten.

Es kommen oft spezielle Motoren zum Einsatz, die auf den Verbrauch von Methanol spezialisiert sind. Sogenannte Oktanzahlboosters erhöhen beim Zünden der Motoren die Klopffähigkeit und damit die Leistungsfähigkeit der verwendeten Motoren im Moment des Anfahrens.
Rennen werden meist über sehr kurze Strecken ausgetragen. Schrottreife Autos und andere Objekte dienen als Hindernisse, die übersprungen werden müssen. Ähnliche Shows werden weit einigen Jahren auch in Europa angeboten.

Gigantische Rekorde "am Bau"

Die Monstertrucks stehen nicht allein da in Bezug auf eine gigantische Bauweise.
Die größten Nutzfahrzeuge der Welt übertreffen die Monstertrucks in einigen Bereichen. Diese Fahrzeuge werden größtenteils in Minen im Tagebaubetrieb eingesetzt. Bagger und Kipper sind mitunter bis zu zehn Meter lang und zwischen fünf und zehn Metern hoch – so hoch wie ein Einfamilienhaus. Ihre Motorleistung kann durchaus 3-4000 PS betragen.
Man findet diese Wunderwerke der Automobiltechnik in den Kohlegruben und in den Goldminen von Kanada, Alaska und Australien.


Outback Giganten

Aber die größten Dinger auf der Straße gibt es in Australien.

Dort fahren die weltbekannten Road Trains. Dabei handelt es sich um aneinandergekoppelte Kombinationen von Zugmaschinen mit mehreren Anhängern, die eine Gesamtlänge von bis zu einhundert Metern erreichen können. Die Bezeichnung Train ist durchaus passend. In entlegenen Gebieten sind zahlreiche Ortschaften nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Sie werden durch die LKW-Züge ersatzweise mit den lebenswichtigen Gütern versorgt.

Filmische Adaption

Für die Großlaster in den USA hat der Blockbuster „Convoy“ mit Kris Kristofferson perfekt mit dem Image dieser Gigantomanie gespielt. Riesenhafte Laster durchqueren die Weiten des amerikanischen Kontinents. Blinkende, silbrig schimmernde Auspuffrohre stoßen dicken, schwarzen Qualm aus.  Der Film feuert Brennstoff aus allen Rohren, mit einem schönen Gruß aus den Dampflokomotiven der Indianerzeit. Umweltschutz und die CO2-Thematik bleiben vor den Studiotüren außen vor. Es fragt sich, wie lange noch.


Einen echten Monstertruck kaufen?

Kann man einen Monstertruck bei uns in Europa kaufen? Ja, es gibt im Internet bereits Anzeigen ab etwa 60.000 Euro für Gebrauchtfahrzeuge. Von einer Straßenzulassung hat man bisher noch nicht gelesen.

Ein Blick in die Zukunft

Allen derzeitigen Diskussionen um Emissionsschutz zum Trotz liegen besonders in den USA großvolumige Motoren im Trend. Die Event-Industrie macht ebenfalls mit. Wenn eine Frau ihrem autoverrückten Liebsten einmal einen Riesengefallen tun will, dann schenkt sie ihm einen Gutschein für einmal Live Monstertruck fahren.

Natürlich will jeder kleine Junge auch einmal am Lenkrad eines solchen Riesenautos sitzen. Bis es dann eventuell so weit ist, gibt es für das Kinderzimmer eine kleinere Ausführung zum Trainieren.

Elektroauto, Methangasantrieb und andere alternative Treibstoffe werden auch die Welt der Bigfoot Motoren verändern. Die automobile Begeisterung wird bleiben.

(wird fortgesetzt)

(*) Textquelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Monstertruck

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