Was ist ein Mythos?

Sagen und Legenden haben uns immer interessiert. Und darum geht es auf dieser Webseite: um fabelhafte Geschichten, um Mythen und Monster – und um Themen, die den Leser im Zusammenhang mit diesen Geschichten betreffen.
Man kann, je nach Blickwinkel, eine Geschichte immer mit „eigenen Augen“ sehen. Es entstehen neue Ideen und anregende Gedankenverbindungen. Querdenker sind herzlich willkommen.

Also dann … gute Unterhaltung >>

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Mythos. Begriff und Bedeutung.

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Mai 2017. 

Mythen und Archetypen

Götter sind Archetypen, so wird oft behauptet. Was sind Archetypen?

Ein Ideal. Bei den Philosophen ist ein Archetypus das Idealbild eines – was denn? Das Idealbild einer Idee? Da kann man gleich weiterfragen: was ist eine Idee?

Einen weiteren Hintergrund liefern die Psychologen, die Seelenkundler. In der Psychologie werden Strukturen eines Handlungsmusters oder einer menschlichen Vorstellungen ls Archetyp bezeichnet.

Das liest sich schon einmal nicht einfach. Ziel dieses Textes ist es, den Archetypus griffig zu verstehen und zu erklären und auf den Punkt zu bringen. Sobald dies geschafft ist, soll der Bezug zum Thema „Mythos“ hergestellt werden.

Fangen wir mit den Philosophen an.

Arche bedeutet Anfang und typos steht für Skizze. Beide Begriffe stammen aus der griechischen Sprache. Der Mensch setzt sich also hin und malt ein Bild. Das Ergebnis ist ein Archetypus, also ein erstes Bild.

Man liest im Text des Lexikonartikels (*) von einer Wesenheit. Mensch werde wesentlich, dieses Gedicht von Angelus Silesius kann dem Leser dabei einfallen. Der Archetypus kommt also auf den Punkt. Welchen Punkt? 

Abstrakte Urbilder werden angeführt, ein kosmischer Bauplan aller Erscheinungen taucht auf. Das liest sich interessant für Menschen, die das Grundsätzliche hinter den Erscheinungen des Lebens suchen. Der Archetyp stellt die Blaupause des Universums dar, so kann man denken. Warum gibt es dann mehrere Archetypen. Braucht das Universum, um den Gedanken fortzuführen, gleich mehrere  grundlegende Konstruktionszeichnungen?

Die Philosophen verlassen in ihren weiteren Gedankengängen die Welt der sinnlichen Wahrnehmung. Archetypen werden in das Reich der Intuition verlagert. Sind Archetypen also transzendente Erscheinungen?
Dies wäre für den Mythenfreund eine willkommene Sichtweise. Der Mythenjäger könnte dann die anthropomorphe Gestalt der Himmelwesen beiseite lassen und sich auf die Botschaft hinter den Göttersagen konzentrieren. Die Göttergestalt wandelt sich vom Haudrauf zum Denknach.
Das Thema wird spannender. 

Bildquelle: Clker-Free-Vector-images/ https://pixabay.com/de/viking-krieger-hinweis-person-33877/


Wenn die Transzendenz das einfache, lineare Denken übertrifft, dann führt die Beschäftigung mit Mythen zu einer „höheren“ Erkenntnis. Göttersagen könnten einen Aha-Effekt auslösen. „So ist das also mit Prometheus gemeint. Das habe ich  noch gar nicht gewusst oder so gesehen“.

Mythen erheben das Denken. Ein interessanter Ansatz. Wohin kann er führen? Zur individuellen Erkenntnis. Transzendente Erfahrung ist individuell, es gibt keine wissenschaftlich nachprüfbare Verallgemeinerung. Der nächste Level wäre dann Kohärenz, also die Versammlung von Individuen im transzendenten Zustand.
Götter kommen oft in Gruppen zusammen. Die Hörer von Mythen treffen sich ebenfalls in Versammlungen. Das Anhören von Mythen kann demnach Transzendenz in Gruppen, sprich Kohärenz, auslösen.

Daraus sind dann die Erzählkreise unserer Vorfahren und Versammlungen zu Gottesdiensten entstanden. Wohl unter Linden trifft man sich, erzählt sich Geschichten die erheben. Erzählkunst als „Hebammenkunst“. Der Mensch gelangt durch das gemeinsame Teilen von Mythen auf eine höhere Ebene des Bewusstseins. So könnte es sein.

Mythologie und Kosmogonie

Mit den Mythen verhält es sich ähnlich wie mit der Verwendung jeglicher Information. Erst die Verknüpfung von Inhalten ergibt einen Sinn, ein brauchbares Ergebnis. Für die Beschäftigung mit dem Thema Mythologie bedeutet dies: Man wundert sich, dass dem Prometheus die Leber von einem Vogel herausgehackt wird. Der Leser sucht nach den Bedeutungen von Leber und Adler und verbindet diese Hintergründe.
Mythologie ist für uns heute nicht unbedingt selbsterklärend. Verschiedene Versionen einer Geschichte werden sehr oft unterschiedlich geschildert. Ein Beispiel sind die Geschichten über die Entstehung der Welt -- die Kosmogenie.
Was kommt dabei für den Leser heraus? Dies ist der Kernpunkt der Beschäftigung mit Mythologie. Möglicherweise ein Aha-Effekt, den der Leser in seinem eigenen Leben umsetzen kann, wenn er will.
Aus der Mythologie trifft man im Alltag zahlreiche offene Themen. Zum Beispiel: 

Wie kommt der Film auf die Bezeichnung "Avatar"? 
Was bedeuten Zwerge in alten Erzählungen?

Solche Geschichten werden an dieser Stelle untersucht und dargestellt

Mythen, Märchen und die Seele

 Märchen sind so wunderschön, weil die Kinder sie verstehen.  Die Liebe steht oft im Mittelpunkt eines Märchens. Dornröschen wird wachgeküsst und verliebt sich in den Prinzen. 

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Märchen sind so wunderschön

Mythen können auch Furcht erzeugen. Prometheus verrät das Geheimnis des Feuers an die Menschen und wird an einen Felsen gekettet. Raben fressen jeden Tag seine Leber. Eine schreckliche Vorstellung. Soll der Mensch nicht alles wissen, was er wissen könnte? Steckt vielleicht eine Botschaft hinter jeder sagenhaften Erzählung?
Psychologen sprechen von einer Aufarbeitung der menschlichen Urängste durch das Erzählen und Hören von Mythen.

„Mythos“ - Begriffsfindung

Mythos hört sich sehr griechisch an und das ist es auch. Es bedeutet Erzählung oder sagenhafte Geschichte.

Mythen verbindet man gleich mit etwas Geheimnisvollen. Ein Geheimnis verführt zum Entdecken, es kann auch etwas Gefährliches darin lauern. Und so schwankt der Mythenjäger zwischen Neugier und Furcht.
Welche Geschichten faszinieren uns denn am meisten?

 

Schauen wir uns zwei Beispiele an:

Herkules und die menschlichen Tugenden

Die Sage von Herkules ist bei Jungen und Mädchen gleichermaßen beliebt. Dieser bärenstarke Mensch hat also den Löwen besiegt, Stiere im Ringkampf nieder gerungen, Riesenschlangen erwürgt (die Hydra) und  viele andere Heldentaten begangen – insgesamt zwölf an der Zahl.

Als Kind nimmt man diese Geschichten als bare Münze. Forscher wollen nun herausgefunden haben, dass diese Erzählungen gar nicht den abenteuerlichen Lebensweg eines antiken Supermannes nacherzählen.
In die zwölf Abenteuer des Herkules sehen sie ein erzieherisches Beispiel für eine tugendhafte Lebensführung und die zwölf Aufgaben als den Lebensweg durch verschiedene Reifestadien.

Der Mythos als Erziehungslehre – wer hätte das gedacht?

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... den Stier bei den Hörnern packen

Das Einhorn

Das Einhorn gilt in Sagen und Märchen als edel und weise. Meistens werden Pferde mit einem Horn auf der Stirnmitte als Symbol gewählt (*).

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Der Mythos vom Einhorn

In der Bibel werden Einhörner erwähnt. Manche Kommentatoren gehen jedoch davon aus, dass es sich um die geschönte Schilderung von Nashörnern handeln könnte. Auch perspektivisch fehlerhafte, seitliche Darstellungen von Rindern werden als Quelle angeführt (*).

Das sagenhafte Horn wurde von mittelalterlichen Alchimisten mit dem grundlegenden Element Quecksilber in Verbindung gebracht.

Orientalische Potentaten sollen Einhörner als Trinkgefäße benutzt haben, weil das Horn eine entgiftende Wirkung haben sollte.

Allerdings finden Biologen auch gelegentlich Tiere mit nur einem Horn als sogenannten morphologische Anomalie.

Heute begegnet uns das Symbol noch in Märchen und auf Apotheken-Schildern. Tatsächliche Einhörner finden sich beim Narwal. Seine Stoßzähne wurden mehrfach für Königsstühle als Ornamente verarbeitet. Solche Kunstwerke befinden sich in Mailand, Wien und in Kopenhagen (*). Diese Arbeiten müsste man sich einmal ansehen. Dann stimmt der praktische Bezug zum Gebiet der Mythologie.

Zum Thema "Einhorn" finden Sie einen separaten Text auf dieser Webseite Einhorn Fabeltier.

Atlantis – der geheimnisvolle Kontinent

Wir Menschen lieben das Geheimnisvolle. Atlantis, wo mag es wohl gelegen haben. Und wenn Taucher den Kontinent eines Tages doch entdecken, finden sie dort die sagenhaften Spiegel, mit denen die Atlantiden grenzenlose Energie aus der Sonne gesammelt haben?

Das wäre natürlich super, dann könnten wir diese Kollektoren nachbauen und hätten … Geheimnisse und Sehnsüchte wechseln sich ab.

Mythen und Mystik

Die Buchstaben sehen ähnlich aus – die Bedeutung variiert doch sehr stark.

Mythen sind also Erzählung von Göttern und Menschen.
Mystik bezeichnet eine menschliche Fähigkeit, nämlich die Erfahrung außergewöhnlicher Eindrücke. Ein Weiser wie im Herrn der Ringe ist also ein Mystiker. Er kann Dinge im Voraus sehen, Menschen in seinem Innersten erkennen und anderes.
Hildegard von Bingen wird gern als Mystikerin gesehen. Sie behauptete von sich, so liest man, Einsichten in ihrem Innersten „geschaut“ zu haben.
Mystik ist in dieser Betrachtungsweise also auch eine Art religiöses Erlebnis.

Mythen machen stark

Was sagt die Wissenschaft zur Wirkung von Mythen und Märchen auf den Menschen, bei Kindern und Erwachsenen? 

Märchen machen junge Menschen stark. Es gibt zahlreiche Untersuchungen über dieses Thema. Märchen wirken also sehr durch ihre Bildersprache. Sie sollen den Kindern ermöglichen, Konflikte zu verstehen und innerhalb der Familie und unter Freunden besser auszutragen. Märchen haben dann eine erzieherische Funktion.

Für den Erwachsenen scheint der Mythos ein Weg zu sein, um die Welt besser zu verstehen. Das ist nachvollziehbar. Wenn ein Autor etwas in einer Erzählung benennt, dann zieht er diesen Teil der Welt aus dem Nebel des Ungewissen heraus und der Leser kann sich damit beschäftigen. Das Wort macht das Unbegreifliche fassbar.

Fazit: Dichtung und Wahrheit

Mythen spiegeln das Unterbewusstsein des Menschen wider. Sie berühren unsere Seele. Sie wecken die Sehnsucht nach Freude und nach Geborgenheit. Und die Symbole der Mythen führen eine tiefe Bedeutung mit sich.
Hinter jedem Mythos steckt auch ein Anteil Wirklichkeit

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