Über Ohrwurm, Evergreen und die Popmusik der 1960er Jahre

Warum kauten die Halbstarken der 60er Jahre Kaugummi? Damit ihr Kopf frei wurde für neue Hits. Beliebte Melodien bleiben nämlich bevorzugt im Arbeitsgedächtnis hängen (*). Es ist offenbar sehr schwierig, die Melodie wieder loszuwerden. Was hilft? Kaugummi kauen, so sagt die Wissenschaft.

Warum geht es? Das Thema heißt: Die erfolgreiche Produktion von Hits in der Popmusik. Weiter geht es um eingängige Melodien, die der Musikfreund fast nicht mehr aus dem Kopf kriegt.


Die Sache hat einen Haken

Ein Beispiel. Der Musikfreund stößt auf Youtube auf den Evergreen „Ginny come lately“ von Brian Hyland. Ein guter alter Popsong aus den 1960er Jahren. Eine eingängige Melodie, die gut zu einem lockeren Sonntagvormittag passt.

Wer war Brian Hyland? Wikipedia weiß Bescheid - die 60er Jahre. Und der Sänger hat auch den spaßigen Song vom „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini“ in der Originalversion herausgebracht.

Den Song muss man jetzt nicht auch noch unbedingt hören. Aber – in dem Text (*) stößt der interessierte Leser auf den Begriff: Hookline. Hook, der Haken. Line, die Linie. Was bedeutet der Ausdruck?

Refrain – das Repetitorium für Musikfreunde

Gedichte zu lernen ist nicht jedermanns Sache. Bei den Schularbeiten  muss man sich mit allerlei Lerntricks helfen, damit man am nächsten Morgen nicht dumm vor der Klasse steht. 

Komponisten und Texter sind clever. Sie setzten Merker in ihren Melodien und Texten. Das Stück wird eingängiger, wenn der Konsument den Akkord oder die Strophe schon mehrmals gehört hat. Der Refrain war geboren. In der Popmusik wird die gleiche Technik als Hookline bezeichnet.
Zum Beispiel eignen sich Lieder mit „nanana“ in unendlichen Wiederholungen sehr gut zum Mitsingen. Irgendwann muss der Konzertbesucher dann auf der Heimfahrt  wieder auf eine neue Melodie umschwenken können. 


Also, das Thema hat etwas an sich. Was?
Erst einmal gibt er die praktische Anleitung. Kaugummi kauen, wenn dir eine Sache nicht aus dem Sinn geht, die nervt.
Zweitens – Wissen. Es ist immer gut, wenn man weiß, wie bestimmte Dinge zustande kommen. Dann kann man als Konsument sich auch davon befreien. Zum Beispiel von Quälgeistern im Kopf.

 (*) Textquellen:
Wikipedia/ Brian Hyland, / Ohrwurm/ Hookline

Ähnliche Texte auf dieser Webseite:
Rock`n`Roll als Lebensgefühl
Bossanova – gute Laune Musik

 

Anzeige