Panama-Hut, Cowboyhut und Sombrero – ein Vergleich

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Gut behütet. Cowbyohut, Panamahut oder Sombrero ...

Der Panama Hut ist wieder aktuell. Wie unterscheidet sich der Panamahut vom Cowboyhut und vom Sombrero? Ein Überblick in fünf Leseminuten.

In frischer Luft

Gut behütet. Früher ging man nicht ohne Hut. Die Menschen waren viel mehr draußen als wir heute. Sie mussten ihren Kopf wärmen und schützen.
Heute wird der Hut mehr als ein modisches Accessoire getragen. Hüte sind zurzeit wieder irgendwie „in“. Es lohnt sich daher, einige Minuten in das Thema zu investieren.
Dies sind drei Fragen zum Thema.

  • Kommt der Original Panama-Hut aus Panama? 
  • Wer hat den Cowboyhut erfunden?
  • Was ist der Unterschied dieser beiden zum Sombrero?

Das ist kein großes Thema, aber man will es doch einmal wissen. Hier geht es zum Text >>

Einmal einen Panama-Hut kaufen

Der Panama-Hut steht für Qualität und Tradition. Was heißt das?
Er wird aus einer bestimmten, besonders geeigneten Pflanze gewonnen und zu Stroh verarbeitet (*). Hergestellt werden die original Panama-Hüte allerdings in erster Linie in Ecuador (*).
Die Fasern werden in einer überlieferten Art geflochten und weiterverarbeitet. Daraus entsteht die spezielle Form des Panama-Hutes. 


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Ein Original Panama-Hut

Die 1. Frage bietet sich an. Warum heißt der Hut nicht Ecuador-Hut? Die französischen Entdecker haben die beiden Länder im Namen verwechselt. Der Begriff „Panama-Hut“ hatte sich festgesetzt.

Die Herstellung. Der Hut wird auf verschiedene Arten, in der Regel in Handarbeit, gewoben. Einige Versionen werden mit Luftlöchern zur besseren Luftzirkulation hergestellt. Der Kundige erkennt auch verschiedene Webmuster im Hut, zum Beispiel Fischgrät versus „Diamant“-Muster.

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Die Flechtkunst bei der Herstellung eines Panam-Hutes

Durch die Beimengung verschiedener Stoffe, durch Bügeln, Dampf und Druck bringt der Hutmacher das Produkt schließlich in seine endgültige Form.

Was kostet ein Hut? Alles, von billig bis zu 1.000 US-Dollar (*). Bei den preiswerteren Modellen wird mit anderen Fasern gearbeitet. Es werden dann auch verschiedene hochwertige Produktionsschritte übergangen (*).

In den warmen Regionen Südamerikas hält sich ein Hut gut, so heißt es, auch im Transport. In trockenen Klimazonen kann das Material eher brüchig werden (*). 

Eine ausgezeichnete Kunstform

Welche berühmten Personen trugen einen Panamahut? Hemingway und Churchill, zum Beispiel.

Noch etwas Besonderes. Die besondere Flechtkunst wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt (*).
Was bedeutet dies?
Es geht um spezielle Fertigkeiten, die in einem bestimmten Kulturkreis besonders ausgebildet sind. In Panama ist es die Herstellung des Panama-Hutes. In Deutschland gehört zum Beispiel die deutsche Brotkultur dazu.


Der Cowboyhut …

… hat eine ganz andere Geschichte. Er kommt ursprünglich aus Mexico.

Den klassischen Cowboyhut, wie wir ihn aus den Westernfilmen kennen, entwickelt ein amerikanischer Hutmacher – Mister Stetson (*).
Biberfellhaare waren das grundlegende Material. Biber halten sich viel im Wasser auf, ihr Fell ist war und wasserdicht.


Bei einem zünftigen Cowboyhut gehören die typische breite Krempe, ein Lederband und – drei – Einbuchtungen.

 

Biberfell ist allerdings teuer. Für die ursprünglichen Stetson-Hüte wird daher Filz als Grundmaterial beschrieben (*).
Stetson arbeitete unter anderem als Goldsucher (*), also viel im Freien und oft bei nassem Wetter. Er entwickelte einen Hut mit breiter Krempe, der das Regenwasser aus dem Gesicht fernhielt. Das hohe Kopfteil sorgte für eine ausreichende Luftzirkulation.
Der nächste Wasserlauf war mitunter weit vom Zeltlager entfernt. Die Pioniere trugen daher das Wasser im umgestülpten Hut zum Lager. Cowboys mussten praktisch handeln – und die Hüte mussten wasserdicht sein. 

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Der Sombrero …

Und der Name der Beatles hatte etwas mit dem Beat des Schlagzeuges, dem englischen Wort für Käfer und einem flambierten Kuchen zu tun (*). Na gut.

… stammt in erster Linie aus Mexico. Viele Viehtreiber der damaligen Zeit waren Arbeiter aus Mexico, die in den Staaten ihr Geld verdienten (*).

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Der Gaucho und sein Sombrero

Der Sombrero spendet zuallererst Schatten. Sombra ist das spanische Wort für Schatten. Als Material werden entweder Stroh oder Filz verwendet. Typisch ist die breite – schattenspendende – Krempe. 

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Sombreros mit flacher Krempe, wie man sie aus Spanien kennt, haben ihren Ursprung in der Provinz Andalusien (*). Flamenco Tänzer und die edel auftretenden andalusischen Reiter tragen bevorzugt diese Kopfbedeckung.

 

Die Hutmacherkunst – ein interessantes Gebiet. Wer hätte das gedacht?

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