Wer war der „Roland“?

Auf den Spuren alter Rätsel


Bei einem Spaziergang entdeckt Rolf eine Pension auf den Namen „Roland“. Moment `mal, denkt Rolf, diesen Namen habe ich schon oft gelesen. Rolandstraße, Rolandkirche, der Roland von Bremen – gab es einen Roland als Namensgeber auch wirklich?

Neugier ist die Mutter aller Hobbyautoren. Heute ist Roland der Tippgeber für einen Artikel. Hier geht es zum Text >>


Ein treuer Gefährte

Roland war der Legende nach eine Paladin Karls des Großen (*). Was ist ein Paladin? Es handelt sich um besonders treue Gefolgsleute (*). Der Paladin ist in seiner Grundbedeutung einer der sieben Hügel Roms. Dort saßen in alten Zeiten die römischen Könige und ihre engsten Vertrauten. Roland und andere wurden von Kaiser Karl mit diesem Titel versehen. Außerdem diente der Begriff als Wortquelle für die Kaiser-„Pfalz“ (*). Die Geschichte um den Roland wird zunehmend runder.

Ein Sinnbild für Loyalität und Stärke

Roland war offenbar ein besonders zuverlässiger Gefolgsmann. Daher hat sich der Begriff später auf die Rechtskraft der Städte übertragen. Das Ritterschwert wurde zum Richterschwert, das Gut von Böse trennen kann.

Der Roland in Bremen und in anderen Städten soll weiterhin für die Freiheit der Reichsstädte und für ihr Recht stehen, Handel zu treiben (*).

Die Stadt Brandenburg soll eine besonders wertvolle Rolandsstatue besitzen. Zahlreiche weitere Denkmäler stehen in Städten von Nord- und Mitteldeutschland.

Was ist das Rolandlied? Es handelt sich um eine Heldengedicht aus dem frühen Mittelalter (*).

Die Roland-Statue in der Stadt Brandenburg
Die Roland-Statue in der Stadt Brandenburg

Der kleine Spaziergang hat Rolf über den Namen der Pension zu einem Abstecher in die Welt des frühen Mittelalters geführt. Storytelling macht Spaß.


(*) Textquellen. Wikipedia/ Roland Ritter, /Paladin, /Rolandlied


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