Was bedeutet „das Tierreich“?

Erstaunliche und unglaubliche Fakten über die Tierwelt


Auf den Falkland-Inseln landen Kreuzfahrtschiffe an. Die Passagiere werden zum Landgang an Stellen geführt, an denen sie Pinguine ansehen können.
Dort unten, kurz vor der Antarktis, kann es empfindlich kalt werden. Welche anderen Tiere mögen dort wohl leben? Diese und jene.
Bei dieser Gelegenheit - einmal ganz banal gefragt: Was ist ein Tier? Dies ist eine nicht-alltägliche Frage für einen Hobby-Autoren. Was kommt als Antwort heraus?
Lassen Sie sich überraschen >>


Eine Seele von Tier. Tiere haben eine Seele. Darum nennt die Zoologie sie auch Animalia, von Lateinischen animus – die Seele. Die Seele bedeutet an dieser Stelle allerdings keine transzendente Eigenschaft. Der Begriff „animus“ bezieht sich auf das Vorhandensein von Sinnen und Nervenfunktionen.

Erstaunlich - unglaublich

  • Ein Elefant ist gewichtig. Ein Wal wiegt noch mehr. Alle Tiere zusammen machen zwei Promille der gesamten Masse aller Lebewesen aus. Wem gehören die restlichen 99,8 Prozent?
  • Menschen sind Tiere, wenn man sie rein biologisch betrachtet (*). In anderen Forschungsbereichen werden sie nicht als solche bezeichnet.
  • Der Seestern und die Fliege haben einen gemeinsamen Vorfahr. Die Maus und die Qualle stammen ebenfalls von dem gleichen Ast ab. Kurz gesagt, alle Wirbeltiere wie der Mensch und die Insekten und die Seesterne (ausdrücklich separat aufgeführt) und die Quallen haben eine gemeinsame biologische Wurzel (*). 

Wir stammen also alle von einem Vorfahr ab. Puh. Will man weitermachen?

Tiere wie du und ich - der Seestern.
Tiere wie du und ich - der Seestern.

Mit dem Geißeltierchen auf Du

Wir Menschen gehören nicht nur biologisch ins Tierreich. Tiere, Pilze und einige Geißeltierchen werden zudem in einer Gruppe gemeinsam geführt.

Warum? Es handelt sich um vielzellige Lebewesen. Diese werden in der Biologie dem „Reich der Tiere“ zugeordnet (*). Einzeller sind damit keine Tiere, aber sie sind ebenfalls Lebewesen.

Das Gegenstück zum Tier ist die Pflanze. Worin unterscheidet sich die Pflanze vom Tier? Durch ihre Fähigkeit sich aus anorganischen Stoffen selbst zu ernähren. Die Pflanzen beherrschen die Kunst der Photosynthese.
Bakterien gehören in das Pflanzenreich, Pilze nicht.
Eine Sonderstellung nehmen die Viren ein. Sie sind weder Tier noch Pflanze. Viren sind keine Lebewesen. Viren sind „Partikel“. 

Große Tiere

Die Sprache und die Einteilungskriterien der Zoologen lassen manchen Naturfreund ins Grübeln kommen. Wie kommt man aus der Senke wieder heraus?
Vertrautes suchen. Große Tiere sind immer interessant. Sie werden Megafauna genannt. Faunus und Fauna waren römische Naturgottheiten, Mischwesen. Das lässt tief blicken.

Wer auf dem Boden kriecht und höher als 20 Millimeter ist, der ist Mega im Tierreich. Würmer, Schnecken und Spinnen – sie alle gehören zu den großen Tieren. Natürlich gehören auch Elefanten und Nashörner dazu.

Eine Etage tiefer ist die Makrofauna angesiedelt. Diese Tiere sind auch noch immer recht groß, weil sie mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Zwei bis zwanzig Millimeter Größe müssen schon sein, wenn man als Tier dazugehören will. Darunter finden sich dann Tiergruppen, die noch kleiner sind.

Diese Kriterien lesen sich für den interessierten Durchschnittbürger sehr großzügig. Elefanten können eine Länge von 4-10 Metern erreichen. Und erwachsene Wale werden ebenfalls mehrere Meter lang.
Sie alle gehören zu einer gemeinsamen Gruppe der Makrofauna im Tierreich.

Fazit.

  • Ein Tier besitzt Sinne und entwickelt Nervenfunktionen. 
  • Ein Tier atmet, mit Ausnahme der Pilztiere. 
  • Ein Tier kann keine Photosynthese bilden. 
  • Tiere und Pflanzen sind Lebewesen. Viren gehören nicht dazu.

Das Thema war sehr interessant zu hinterfragen. Beim Autor bleibt ein leicht mulmiges Gefühl. Habe ich die Erklärungen im Lexikon (*) richtig verstanden? Es gibt offenbar in der Fachsprache Unterscheidungen zwischen Abstammungslehre und Klassifikationen. Diese Unterscheidungen können mangels fachlicher Kompetenz an dieser Stelle nicht weitergegeben werden.
Wenn man die Texte nur annähernd richtig verstanden hat, dann sieht man ein „Tier“ in Zukunft eventuell mit anderen Augen an.

Die tibetischen Mönche haben dies alles schon viel früher gewusst. In den TV-Dokumentationen segnen sie immer beim Aufbruch aus dem Kloster ihre Fußsohlen.  Sie könnten auf der Wanderschaft ungewollt einige Tiere zertreten -  und nicht nur Vertreter der Megafauna.


 (*) Textquellen:

Wikipedia/ Tier, /Fauna/ Magafauna

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