Wird das Wasser knapp?

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Wasser ist zum Waschen da. Und zum Trinken. Wie lange noch? Nachrichten über einen Wassermangel in zahlreichen Ländern sorgen für Schlagzeilen. 

Der blaue Wasser-Planet

Wasser. Es bedeutet die Quelle des Lebens ist es für die einen - eine einfache chemische Formel für die anderen. 

Die Versorgung mit Wasser gilt bei uns in Deutschland und überall in Westeuropa als natürlich gegeben. Über das Wasser als einen primären Rohstoff machen wir uns gar nicht viel Gedanken. Wir schöpfen aus dem Vollen. 

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Der Wasserhahn als Symbol für das Trinkwasser.

Und plötzlich liest man von einer Wasserknappheit in mehreren Ländern. In Afrika und in Asien sollen sogar Konflikte um das lebenswichtige Nass drohen. Die globale Wasserversorgung ist in die Schlagzeilen geraten.

Einfache Fragen beschäftigen den Menschen, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Wie viel Wasser steht uns zur Verfügung? Wo kommt das Trinkwasser her? Was tut die Weltgemeinschaft gegen einen drohenden Wassermangel?

 

Bei dem Versuch, das Thema zu verstehen, werden überraschende Einsichten gewonnen. Verschaffen Sie sich eine Übersicht in fünf Leseminuten. 

Wasser bedeutet Leben

Die Begründer aller alten Kulturen haben ihre ersten Lagerstätten an Wasserläufen angelegt. 

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Der Nil als Beispiel für eine Lebensader
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Aquädukte führten das Wasser über große Entfernungen in die Städte

Ohne Wasser zu trinken kann der Mensch nur wenige Tage leben. Am Wasser kann die Gemeinschaft Kulturpflanzen anbauen und Tiere erlegen. Der Fluss, die „Lebensader“,  dient ebenfalls als Transportmittel zum Güteraustausch. Die römische Zivilisation hat über gigantische Aquädukte (lat. Wasserleiter) das kostbare Nass quer durch ihr Imperium geführt. 

Der Mensch besteht aus Wasser – zu etwa 70 Prozent.

Wenn man ihm die Flüssigkeit dauerhaft und in signifikanter Menge entzieht, so entstehen schwerwiegende Probleme. Dehydrierung droht. Schwindel entsteht und die Muskeln können nicht mehr korrekt bewegt werden. Zahlreiche Ungleichgewichte stellen die Gesamtleistung des Organismus infrage.

 

Wassermangel hat zahlreiche Zivilisationen in den Untergang geführt. Dies ist aus der Geschichte bekannt - und verdrängt worden. Aber warum ist Wasser jetzt wieder zu einem Thema geworden? Dazu muss man die Themenbereiche Wassermenge, Bevölkerungswachstum und globale Verteilung näher betrachten.

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Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser.

Wo kommt das Wasser her?

Vom Himmel hoch? Der Astronaut sieht einen blauen Planeten. Mehr als siebzig Prozent der Erdoberfläche sind vom Wasser bedeckt. Leider kann der Mensch dieses Nass nicht trinken. 97 Prozent ist salziges Meerwassers und damit ungenießbar.

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Es bleiben drei Prozent Süßwasser über. Davon, wohlgemerkt vom Süßwasser,  sind circa 0,3 Prozent zugängig und trinkbar. Null Komma drei Prozent. Der interessierte Leser staunt, er wundert sich und bekommt vielleicht auch ein flaues Gefühl in der Magengegend. Das Eis an den Polen und die Gletscher binden den größten Teil des trinkbaren Wassers. Daher sind lediglich diese schmalen 0,3 Prozent aus den Flüssen und Seen direkt zugängig.

So wenig Trinkwasser? Und wie viele Menschen gibt es zurzeit auf der Welt? Etwa acht Milliarden. Wie viel Liter Wasser benötigt ein Mensch pro Tag? Circa 120 Liter in den industrialisierten Ländern. Davon werden pro Tag 1-2 Liter getrunken. Der Rest wird für die Körperpflege, für das Kochen und für sanitäre Zwecke verwendet.
In zahlreichen Statistiken werden verschiedene Mengen an Wasser pro Kopf aufgeführt, die ein Mensch braucht, um gesund zu leben. Am Ende stellt sich heraus, dass bis zu eine Viertel der Weltbevölkerung bereits heute unterversorgt ist.

Andererseits wird wieder behauptet, und nachgewiesen, dass es noch genug trinkbares Wasser für alle Erdbewohner gibt. Allerdings ist die Verteilung der Wasserquellen auf dem Globus ungleichgewichtig. Dies stellt ein riesiges Transportproblem dar.

Wie entsteht Wassermangel?

Durch den Klimawandel verändert sich die Verteilung der Niederschläge. Gleichzeitig verlieren die Böden durch menschliche Eingriffe, wie die Entwaldung, ihre Fähigkeit der Rückhaltung des Regenwassers. Diese Böden erodieren und das Land trocknet aus. Ganze Landstriche vertrocknen, während in anderen Regionen noch trinkbares Wasser im Überfluss bereitsteht.

In Südamerika wird teilweise das Wasser schon über riesige Zuführungen kilometerweit aus den Anden herbeigeholt.

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Eine Wasserleitung in Südamerika

Die Verstädterung zieht immer mehr Menschen in ihren Einflussbereich. Gleichzeitig steigt dort der Bedarf an Wasser überproportional an. Vorbei sind die Zeiten, als London, Paris du New York als die Millionenstädte auf der Erde galten. In wenigen Jahren wird es weltweit bis zu einhundert Mega-Cities geben mit einem enormen Wasserbedarf.

Warum sollte es Konflikte um die Wasser Ressourcen geben?

Einige der bevölkerungsreichsten Länder der Erde beziehen ihr Wasser aus benachbarten Staaten – von bis zu 90%. Ägypten zum Beispiel lebt vom Nil, aber 90% der Nilquellen liegen im Sudan (*). Man kann sich vorstellen, was eine Umleitung oder Verteuerung des Rohstoffes durch den Inhaber der Quelle für die Abnehmer bedeuten würde.

Wege aus der Krise

Auch der Einzelne kann einen Beitrag leisten.

  • Reduzierung des privaten Wasserverbrauches durch wasserschonenden Umgang bei der Körperpflege. Was ist eine „Navy shower“? Nassmachen-einseifen-abduschen. Auf Kriegsschiffen gibt es naturgemäß weniger Süßwasser als an Land, daher der Begriff. Mit Interesse und Geduld finden sich im Internet weitere Ideen.
  • Teilnahme an Crowdsourcing Aktivitäten für die Entwicklung von wassersparenden Technologien.

 Die Gemeinschaft hat zahlreiche Projekte angestoßen.

  • Verbesserter Schutz des Grundwassers durch internationale Überwachung der Emissionen von Betrieben.
  • Nutzung bisher unverbrauchter Meerwasser Ressourcen, zum Beispiel durch Meerwasserentsalzungsanlagen.
  • Die Anlage von Brunnen in Flussnähe. Diese Idee haben die alten Kulturen wie die Sumerer bereits vor 3000 Jahren umgesetzt.
  • Veränderte Anbaugewohnheiten. Salat soll bald gezüchtet werden, der in einer speziellen Anbauform nur zwei Prozent des Wassers im Vergleich zur entsprechenden Feldfläche im konventionellen Anbaustil benötigt.

Fazit. Wie ist die Lage?

Es gibt im Moment offenbar noch genug Trinkwasser auf der Welt. Allerdings sind die Ressourcen ungleich verteilt – und eine zunehmende Verknappung ist absehbar.

Was hilft? Der Einzelne kann sorgsam mit dem kühlen Nass umgehen. Die Gemeinschaft kann investieren. Dazu gehören Bildung, Forschung, Innovationen. Wo ein Wille ist …

 

 

(*) Textquellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser

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