Wer hat den Weihnachtsbaum erfunden?

Der Weihnachtsbaum ist eine junge Erfindung.
Erst seit dem 18. Jahrhundert werden geschmückte Tannenbäume in dieser Art verwendet (*). Grün bedeutet Natur, bedeutet Kraft. Die Menschen alter Kulturen flochten sich Lorbeerkränze ins Haar. Und der „grüne Mann“ auf antiken Vasenbildern steht für die Kraft der Natur, die den Menschen am Leben erhält.
Im Mittelalter stand die Errichtung des Maibaums für die Huldigung germanischer Waldgottheiten, das Pfingstfest oder den Beginn der blühenden Natur.
Die Geschichte vom Christbaum verspricht interessant zu werden …


Eine lange Entwicklungszeit

Ab dem Jahr 1500 sind Eintragungen in Stadtbüchern über die Aufstellung von Tannenbäumen zur Weihnachtszeit zu finden. Mainz, Straßburg, Riga und Reval werden als Leapfrogs für dieses Brauchtum aufgeführt (*).

Das Elsass ist bekannt für seine gute Küche. Deshalb haben die Stadtoberen schon um das Jahr 1600 Bratäpfel, Oblaten und andere Leckereien an die Christbäume daheim gehängt. Möglicherweise finden sich dort auch die Ursprünge für das Lametta.

In der Folgezeit gewann das Brauchtum an Fahrt. Goethe beschreibt einen geschmückten Baum in seinem Werther (*). Auch Schiller und andere deutsche Dichter und Denker werden als Christbaum Liebhaber erwähnt. 

Tannen sind teuer. Ärmere Leute mussten mit einzelnen Zweigen zur Dekoration des heimischen Herdes auskommen. Die organisierte Anlage von Schonungen verhalf dem Brauchtum schließlich zum allgemeinen Durchbruch. 

Fakten zum Weihnachtsbaum

Tannen und Fichten bestimmen das Bild der Weihnachtsbäume. Nordmanntannen wachsen kräftig und gerade. Deshalb sind sie die bevorzugten Lieferanten für den Weihnachtsbaum. Die Wachstumszeit wird im Mittel mit zehn Jahren angegeben.

 

Der Verbrauch an Weihnachtsbäumen soll in Deutschland bei circa 30 Millionen Stück liegen (*).

Eine Checkliste macht Vieles einfacher.
An einen Weihnachtsbaum werden einige Anforderungen gestellt, damit er als solcher bezeichnet werden kann.

  • Es muss ein Nadelbaum sein.
  • Schmuck ist Bedingung.
  • Als Schmuck gibt es die  Auswahl unter Kugeln, Kerzen und Lametta. Dazu kommen Lichterketten und Figuren.

 

 

Die kleine Liste kann hilfreich sein. An Holzfiguren denkt vielleicht nicht jeder Christbaum-Schmücker ohne weiteres. Jetzt hat man eine neue Idee und kann das Spektrum an Schmuck erweitern.


Zur Orientierung

Woher kommt der Name Lametta?

Der Ausdruck Lametta stammt aus dem Italienischen und bedeutet „Metallblatt“ (*). Die Form soll an Eiszapfen erinnern. Dieser symbolische Vergleich ist vielleicht nicht jedem Lametta User geläufig.
Früher wurden die Streifen aus Zinn oder Blei hergestellt. Wegen der Umweltbelastung durch diese Stoffe ist man heute zur Produktion von Lametta aus Kunststoffen übergegangen.
Rauschgoldengel wurden übrigens aus gepresstem Messing hergestellt. Heute wird Aluminiumfolie als Grundmaterial verwendet.

Wer ist also der Erfinder des Weihnachtsbaumes?  Wir, beziehungsweise unsere Vorfahren.


(*) Textquellen:

Wikipedia/ Weihnachtsbaum, /Maibaum, Lametta, Rauschgold

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