Wer hat den Zebrastreifen "erfunden"?

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Das Staunen im Alltag

Ein Mann steht an der Bushaltestelle und schaut auf den Gehweg. In Deutschland gibt es ungefähr 30.000 Zebrastreifen, aber kein einziges wildlebendes Zebra. Wer ist eigentlich auf diese Bezeichnung für den Fußgängerüberweg gekommen?

Ein Engländer hat den Begriff geprägt. Der Zebrastreifen wurde in England erfunden, um das Jahr 1948. Ein Mann schaute sich die verkehrstechnische Errungenschaft an und soll gesagt haben: „Das sieht aus wie ein Zebra“. So berichtet die Legende.

Die ersten Zebrastreifen in Großbritannien waren anscheinend blau-gelb gestrichen  (*1). Bei uns wurden die Marker um das Jahr 1950 übernommen, in schwarz-weiß.

Die Herstellung eines Zebrastreifens in Deutschland soll laut der Quelle Wikipedia im Schnitt 30.000 Euro kosten (*). Da wundert sich der Bürger schon, dass sein paar Farbstriche auf der Straße so viel Geld kosten. 


Updates

August 2018. Shibuya Crossing. Hinweis auf Live Video Übertragung

April 2018. 3D-Zebrastreifen - und ihre Wirkung?

August 2017. Zebrastreifen Regelung in China.

Juni 2017. In Lugano sind die Zebrastreifen in gelb und grau gehalten. In ganz Italien? 

Die Texte zu diesen Updates finden Sie weiter unten im Artikel.



Zur Einstimmung:

 

Ein Youtube Video von der größten Fußgänger Kreuzung der Welt (circa 1 Minute Laufzeit).  Und so sieht es dort aus 



Weltweite Gehwegmarkierungen

Die größten Zebrastreifen kann man in New York und in Tokio bewundern.

 

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Man wundert sich darüber, dass die Passanten auf diesen Bildern auch diagonal über die Straßen gehen. In diesen Megastädten gibt es offenbar so viel Fußgängerverkehr, dass die rechtwinkligen Übergänge nicht mehr ausreichen.

Den wohl berühmtesten Zebrastreifen der Welt gibt es in England. Die Beatles ließen sich auf der Abbey Road in London für eine Plattensammlung ablichten.
Und hier liegt der berühmte Übergang:


Zebrastreifen Regelung in China

In China, so liest man, sollen die Verkehrsregeln an Zebrastreifen anders als in Deutschland festgelegt sein. Chinesische Fußgänger haben scheinbar keinen Vorrang vor herankommenden Fahrzeugen.
Ein Youtuber hat ein Beispiel auf seinem Video festgehalten.



Update Juni 2017. Diagonalqueren

Der Begriff "Diagonalqueren bezeichnet Kreuzungen, in denen die fußgänger auch schräg über die Straße laufen dürfen. Beispiele finden Sie weiter unten in Bildern und Videos.

https://de.wikipedia.org/wiki/Diagonalqueren 



3D-Zebrastreifen - und ihre Wirkung?

Was ist los mit diesen 3D-Zebrastreifen?
Sie sollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Der Fahrer nimmt automatisch vor Gegenständen das Gas weg. Es handelt sich jedoch um grafische Effekte, die vom Auge als dreidimensionale Gebilde erfasst werden.

 

Die Kosten sollen nicht viel höher als bei den traditionellen Linien sein. Bei Nacht und bei Nässe lassen die Wirkungen offenbar nach.

Versuche laufen nach Medienberichten in Deutschland, in Österreich und auf Island. Auch im fernen Asien wird damit experimentiert, wie dieses Kurz-Video zeigt:



Tokio. Shibuya Kreuzung. Videos

Ein Video von der Shibuya Kreuzung in Tokio sieht sehr interessant aus.
Der interessierte Zuschauer kann diese Kreuzung auch als Live Übertragung im Internet verfolgen. Dazu gibt es auf Youtube eine Live Kamera unter dem Titel „shibuya scramble crossing“.



In der Zusammenfassung

Der erste Zebrastreifen wurde in England erfunden.

In Deutschland haben wir ihn um 1950 übernommen.

Bei uns soll es ungefähr 30.000 Exemplare geben.

(*) Textquelle: Wikipedia/ Zebrastreifen


Soweit zum Thema Fußgängerüberweg. Und warum haben Zebras sich solche Streifen zugelegt?

Das Zebra – ein teilweise unbekanntes Wesen

Mancher fragt sich an dieser Stelle vielleicht, warum die Natur den Zebras ausgerechnet dieses Streifenmuster mitgegeben hat.

 

Man tippt auf den Zweck zur besseren Tarnung. Wenn das Zebra in der Savanne in hohen Gräsern oder Sträuchern steht, dann wirken die senkrechten Streifen halt wie eine Tarnung, so könnte man argumentieren.

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Zebras in freier Natur

Beim zweiten Nachdenken kommt der Betrachter allerdings zur Einsicht, dass auch hohe Gräser in der Regel grün oder braun gefärbt sind. Führen die schwarz-weißen Streifen dann nicht eher zu einer gegenteiligen Wirkung?

Biologen haben das Thema untersucht. Dabei sind sie zu drei Erklärungsmodellen gekommen (*2).

  1. Die Hypothese vom Tarnungsmuster wurde widerlegt. Raubtiere können die Zebras dennoch sehen, und vor allem ab einer bestimmten Entfernung wittern.
  2. Dann wurde das Streifenmuster ein Schutz gegen Insekten ins Feld geführt. Insekten mit ihren Facettenaugen sollen senkrechte Streifen nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen können. Auch diese These ist scheinbar umstritten.
  3. Letztlich sollen die unterschiedlichen Streifen zur besseren Kennung innerhalb des Rudels dienen.

Oder es gilt eine Kombination aus mehreren Gründen.

Der interessierte Laie reibt sich die Augen. Die Wissenschaft weiß offenbar noch nicht, warum die Zebras senkrechte, schwarz-weiße Streifen tragen.
Dies kann auch ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit – und der Neugier - beim Leser erzeugen. Wir können halt auch noch nicht alles erklären – und es bleibt spannend. 

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Zebra


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