Alaska – die letze, weiße Grenze

Was gibt es in dem weiten Land am Nordpolarmeer zu entdecken?


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Eine Gletscher-Landschaft in Alaska

Land der 1000 Abenteuer

Eis und Schnee. Natur. Der Goldrausch von Klondike. Abenteuer und Erlebnis in Hülle und Fülle – dies alles steht für Alaska.

 

Wie kommt man auf ein solches Thema? Das Fernsehen ist schuld. Beim Zappen bleibt der Zuschauer bei einem Report über Fernfahrer in Alaska hängen, und er fragt sich: „Was weiß ich eigentlich über Alaska?“. Ohne Bezugspunkte rauscht der Bericht inhaltslos vorbei. Das Nachfragen regt immer wieder die Phantasie eines Zuschauers an.
Alaska ist einmal ein ganz anderes Thema – und was für eines! Folgen Sie mir zu ein paar unterhaltsamen Lese-Minuten …


Klima, Kaufpreis und Tourismus

Das Land am Polarkreis kann ein spannendes Thema sein, wenn man einmal kurz nachdenkt:
1. Alaska verbindet man mit Kälte. Warum leben dort überhaupt noch Menschen? Sie könnten heutzutage auch ins warme Florida ziehen.
2. Warum haben die Russen damals das Land an die Amerikaner verkauft?
3. Das Klima auf der Erde wird wärmer. Schmelzende Polkappen lassen mehr Land wirtschaftlich nutzbar werden. Welche Schätze lagern unter dem Eis?
Und - wie steht es um den Tourismus? Welche Sehenswürdigkeiten und interessante Reiseziele erwarten den Globetrotter dort?

Ein kurzer Überblick zur Orientierung

Wie kalt ist es dort?

„Im kurzen Sommer kann es recht warm werden. Dann steigen die Temperaturen an der Nordküste über Null Grad.“ Wikipedia gibt eine treffende Auskunft (*). Die Jahresmittel-Temperaturen liegen in Alaska bei minus 4 Grad Celsius.

 

Warum leben dort Menschen?

Nischenmärkte. In New York war es auch kalt, aber es gab dort schon seit langem keine Pelztiere mehr. Also kauften Menschen in dieser und ähnlichen Regionen Pelze und andere tierische Produkte von Jägern aus Gegenden wie Alaska. Die Produktion und der Vertrieb von tierischen Produkten boten den Einwohnern von Alaska und ähnlichen Gegenden ein gutes Auskommen. Historische Personen wie Jakob Astor sind durch den Pelzhandel seinerzeit sehr reich geworden.
Heute ist es das Öl. Alaska liegt im Wirtschafts-Ranking (GDP) auf Platz 6 der US-Bundestaaten (*).


Heimat. Als die Bering Landbrücke zwischen Alaska und Asien vor 10.000 Jahren zusammenbrach, fanden sich die Einwohner von Alaska am nächsten Morgen in einer recht menschleeren Gegend wieder. Sie blickten sich um und fanden – weites Land, wenig Konkurrenz, und reichlich Wild und Wasser. Sie hatten sich also, den Temperaturen entsprechend eingerichtet und ein Leben weitgehend nach eigenem Ermessen gelebt.


Gesellschaft. Soziale Bindungen, Bequemlichkeit, eine bestehende Infrastruktur – es gibt ausreichende Gründe, warum Menschen auch in unwirtlichen Gegenden ihr Zuhause suchen.

 

Die Bevölkerung von Alaska

In Alaska leben nach Angaben von Wikipedia etwa 700.00 Menschen. Dies entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Stuttgart. Das Land selbst ist aber fünfmal so groß wie die Bunderepublik. Stellen Sie sich also vor, Sie verlassen die Stadtgrenzen von Stuttgart und treffen auf Tausenden von Kilometern keinen Menschen mehr.
Natürlich haben sich die Bewohner auf mehrere Städte und Siedlungen im Land verteilt. Anchorage zählt also etwa 300.000 Einwohner. Dann wird es allerdings schon dünner. Fairbanks und Juneau, die Hauptstadt, werden mit 30.000 Bewohnern aufgeführt. Dahinter erstreckt sich ein weites Land. Platz genug ist da.


Warum verkaufte Russland die Region Alaska an die USA?

Bis zum Jahr 1841 war Alaska eine russische Kolonie (*). Ein russischer Pelztierhändler hatte dort im Namen des Zaren eine Siedlung gegründet. Später wurde dort ein Fort gebaut.
Verschiedene Gründe haben zum Verkauf des Landes an die USA geführt. Einmal gingen die Verkaufserlöse aus dem Pelzgeschäft seinerzeit erheblich aufgrund gravierender Überjagung zurück. Damit wurde der Unterhalt der örtlichen Verwaltungsmaßnahmen zunehmend unrentabel.  Russland hatte in dieser Zeit auch gerade einen Krimkrieg verloren und benötigte frisches Geld in der Staatskasse.
Wikipedia bezeichnet den Preis von unter fünf Dollar pro Km2 als einen der billigsten Landkäufe in der Weltgeschichte. Heute ist das Land aufgrund seiner geopolitischen und strategisch-wirtschaftlichen Lage unbezahlbar. Die aktuelle Diskussion um die Bodenschätze der Arktis, die durch die Erderwärmung zugänglicher werden, unterstützt den Wert Alaskas.

Der Goldrausch von Klondike

Kann man die alte Goldgräberstadt heute noch besichtigen? Yes, Sir.
Es gibt tolle Angebote mit urigen Kneipen und geführte Touren durch die ehemaligen Goldfelder

Biker und Autotouristen finden in der Nähe den pittoresken Klondike Highway (Route 98), der über eine Strecke von 700 Km von Skagway nach Dawson City führt. Die Fahrzeit beträgt etwa zehn Stunden (*). Da bleibt genug Zeit zum Picknicken, zum Staunen und Fotografieren.
Es gibt zahlreiche Angebote für Reisemobile und Busfahrten. Als Reisezeit werden die Monate Mai und Juni empfohlen.

Der Bezug der Goldgräbergeschichten um Klondike im Zusammenhang mit Alaska hat den Autor allerdings, wie er nachträglich bemerkte, auch etwas vom Thema abgelenkt. Klondike selbst liegt auf kanadischem Gebiet, allerdings nahe an der Grenze zu Alaska.


Alaska - Natur pur

Angler, Fotografen und Naturfreunde kommen in Alaska auf ihre Kosten.
Tierfreunde können Erlebnisse haben, die in Europa in dieser Form in freier Natur nicht mehr möglich sind. Menschen in angespannten beruflichen Positionen haben die Möglichkeit sich allein, zu zweit oder in der Gruppe bei einer Paddeltour mit ungewöhnlichen Panoramen zu entspannen. Abends ein Lagerfeuer, frischer Fisch – Herzöffnung einer anderen Art bietet sich an.

In zahlreiche Nationalparks werden zudem geführte Ausflüge und Wanderungen angeboten.

 

Wenn Sie nach den Ausflügen am Yukon und rund um Klondike genug vom Herumfahren haben, dann machen Sie sich einfach einen gemütlichen Nachmittag. 


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Eine Gletscher-Landschaft in Alaska
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Alaska Tour und Pause

Fazit. Was bleibt?

Der Eindruck einer überwältigenden Natur.

Die Geschichte von dem Geschäft mit Russland, dem „Alaska Purchase“.  

Die Frage nach den Mond- und Marskolonien. Ja, warum wollen wir unbedingt ferne Himmelskörper kolonialisieren, wenn weite Teile der Erde noch fast menschenleer sind? Wissenschaftliche Neugier spricht für die Besiedlung des Weltalls, das ist klar. Dennoch ist der Mensch nach einigem Nachdenken schon überrascht sein, dass Regionen wie Alaska noch so viel Platz für die Menschen bietet. 


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