Ein „Garten Eden“ auf Spitzbergen?

Ein Projekt, das an die Geschichte von der „Halle der Aufzeichnungen“ erinnert.


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Der globale Saatgut-Tresor auf Spitzbergen (Svalbard Global Seed Vault)

Aus Erfahrung klug

So ganz trauen wir dem Braten doch nicht. Gemeint ist die gesicherte Zukunft des Menschen auf der Erde.
Zwar glauben einige schon,  dass die Atommächte die „Balance Of Power“ aufrechterhalten können.
Allerdings hat die Sintflut wohl eine tiefe Spur in unseren Genen hinterlassen.
Was passiert, so fragen sich nachdenkliche Zeitgenossen, wenn wieder eine himmlische oder irdische Katastrophe weite Teile der Menschheit auslöschen wird? Wie sollen die Überlebenden einen relativ günstigen Neuanfang bewerkstelligen?

Im Hinblick auf die pflanzliche Nahrung hat die Weltgemeinschaft vorgesorgt. In einem Tunnelsystem in Norden von Norwegen lagern Millionen von Samenproben. Für eine neue Aussaat der post-apokalyptischen Generationen ist gesorgt. Oder?

Folgen Sie dem Autor auf seiner Suche nach dem „weltweiten Saatgut-Tresor“ (*) auf Spitzbergen. Hier geht es um Text >>

Die Fakten

In einem Tunnelsystem auf der Insel Spitzbergen wurde von einer internationalen  Organisation ein Bunker für die Lagerung von Millionen Pflanzensamen eingerichtet (*). Es handelt sich um eine ehemalige Kohlengrube mit einer Länge von mehr als 100 Metern. Hier liegt das Depot >>

Der Eingang ist überirdisch angelegt. Im Innenbereich sind drei Lagerhallen für das Saatgut eingebaut worden.
Die gesamte Anlage liegt mehr als 100 Meter über dem (heutigen) Meeresspiegel. Betonpfeiler und Stahltüren sollen auch einem Atomangriff widerstehen (*).

Im Innern ruhen die Samen von zahlreichen Kulturpflanzen wie Kartoffeln Reis und Äpfeln. Es wurde auf eine „genetische Vielfalt“ der eingelagerten Pflanzensamen Wert gelegt (*).

Ein Kühlsystem bewahrt eine konstante Temperatur des Saatgutes. Bei einem Ausfall des Systems soll der Permafrostboden als natürliches Backup System dienen.
Einige Samen, zum Beispiel Erbsen, sollen auf diese Weise bis zu 10.000 Jahre überdauern können (*).

 

Das Projekt wurde von verschiedenen Organisationen erdacht und finanziert (*). 


Es bleiben Fragen

Soweit die Fakten. Einige Fragen ergeben sich.

 

Wie lange halten die Samen?
Zwischen 50 und 10.000 Jahren werden als Lebensspanne angegeben (*). Älteres Saatgut wird offenbar laufend ersetzt – solange es Menschen gibt, also nichts Gravierendes auf dem Planeten passiert.

Bilden sich im Laufe der Zeit Triebe? Werden die Besucher der Zukunft einen Dschungel betreten?
Das ist eine gute Frage. Kritiker bezweifeln nämlich die Funktion des Kühlsystems (*). Auch auf die Wirksamkeit des Permafrostbodens wird inzwischen infrage gestellt. Berichte in den Medien zeigen gefährliche Blasen im ehemals tiefgefrorenen Boden in Sibirien. Da ist der gedankliche Weg zu den Bedenken wegen der natürlichen Kühlung des Pflanzendepots auf Spitzbergen nicht weit.


Wo liegt der Schlüssel?

Auf den Fotos und den Videos der Anlage ist keine Fußmatte zu sehen. Wenn also ein hypothetischer Trupp von Überlebenden den Weg nach Spitzbergen geschafft hat, wie kommen die Menschen in die Anlage hinein?

 
Gibt es auch einen Fleisch Bunker?

Menschen sind geborene Jäger und Sammler, wenn man das Schulwissen richtig verstanden hat. Sind irgendwo auf der Welt auch geklonte Zellen von Nutztieren gebunkert?

Die Lage, die Lage und die Lage

Auf den ersten Blick macht ein Pflanzenbunker in einer kalten Region dieses Planeten viel Sinn. Nur, wie kommen die Überlebenden des Weltunterganges einstmals nach Spitzbergen?
Im Hollywood-Film "2012" geht die Welt nach katastrophalen Magma Eruptionen ebenfalls unter. Die Überlebenden retten sich auf die Drakensberge in Südafrika. 

Dies ist ein langer Weg von Südafrika nach Norwegen.

 

Wenn kein geeignetes Fluggerät gerettet werden kann, dann werden die Überlebenden möglicherweise einige hundert Jahre benötigen, bis sie zu Fuß die Pflanzenhalle erreichen.

Eventuell sollte man die „Halle der pflanzlichen Aufzeichnungen“ multiplizieren und an verschiedenen Orten auf dem Globus anlegen.

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Die Drakensberge - resort of last hope?

Welche ähnlichen Anlagen gibt es auf der Welt?

Der Ausdruck „Halle der Aufzeichnungen“ führt den Fragenden zu weiteren Themen.

 

Ein amerikanischer Seher soll behauptet haben, dass unsere Vorfahren in einem Tunnelsystem unterhalb des Pyramidenkomplexes in Ägypten ihr Wissen gespeichert hätten. Die Geschichte wird in den Medien ausreichend diskutiert .
Bisher hat man unter den Pyramiden anscheinend nichts Derartiges gefunden, kein Wissen aus Zeiten vor der Sintflut oder Ähnliches.

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Die Sphinx und die mystische "Halle der Aufzeichnungen"

Atombunker gibt es zahlreich auf dem Planeten. Dem Nichteingeweihten stellt sich die Frage, wie lang die Vorräte dort eine größere Gemeinschaft nach dem Tag X ernähren können.

 

Mount Rushmore. In diesem Monument soll ein „Hall Of Records“ eingebaut sein (*). Darin sind anscheinend lediglich die Gründe für die Auswahl der dargestellten US-Präsidenten schriftlich bewahrt. Davon wird allerdings später keiner satt.

Am 30. Mai

Das genaue Datum vergangener Katastrophen ist nicht bekannt. Vor ca. 60 Millionen Jahren soll ein Meteorit im heutigen Golf von Mexico eingeschlagen sein. Ein großer Teil der damaligen Lebewesen wurde nach Ansicht verschiedener Wissenschaftler damals ausgelöscht (*).

Die Sintflut wird von einigen Forschern mitunter in die Ägäis verortet.

Dort soll ein Ausbruch des Vulkans Santorin weite Bereiche der Region verwüstet haben (*).

Schließlich wird angenommen, dass der Ausbruch des Vulkans Toba bei Sumatra vor etwa 70.000 Jahren fast die gesamte damalige Menschheit ausgelöscht hat (*).

 

Kataklysmen (*) finden sich sehr zahlreich. So gesehen ist die Anlage einer Aufzeichnungshalle oder eines Pflanzendepots sinnvoll und verständlich. 


Fazit. Aufzeichnen und aufessen.

Der Pflanzentresor auf Spitzbergen birgt mehr als die mysteriöse „Halle der Aufzeichnungen“. Das Depot ist eher ein potenzieller Garten Eden.
Wenn es also einmal zum „großen Knall“ kommt, dann können die überlebenden Menschen sich unter den Pyramiden oder anderswo über die Dinge des Lebens informieren – und von den Pflanzenbehältern  á la Spitzbergen ernähren … 

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