Höhlen-Tourismus. Die Erde von innen sehen.

Ein Leser im Internet kann manchmal schon staunen, was es alles gibt. Der Wikipedia Artikel über eine Höhle in Asien führt zum Begriff der „Schauhöhle“. Neugierig, wie man ist, hangele ich mich weiter zum Thema Höhlen-Tourismus . Ich denke natürlich sofort an eine Drachenhöhle und an die Attahöhle im Sauerland. Der Gedanke ist „naheliegend“.

 

Ist Höhlen-Tourismus auch für Sie ein neuer Begriff?  Winken da Abwechslung und eventuell Abenteuer? In eine Höhle geht der durchschnittliche Reisende nicht jeden Tag.
Öfter einmal etwas Neues – Höhlen ansehen.
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Zur Vorgehensweise

Ich fange gleich mit der interessantesten Frage an. Welche ist die größte begehbare Höhle der Welt?

Und dann frage ich mich, welche Höhle ich in Deutschland oder im benachbarten Ausland besuchen kann. Interessant muss sie sein. Sie muss etwas Besonderes bieten. Was ist etwas Besonderes. Das ist auch eine gute Frage. Jetzt bin ich gespannt.

Eine Reise in die Richtung „zum Mittelpunkt der Erde“
Eine Reise in die Richtung „zum Mittelpunkt der Erde“

Die Erfindung des Höhlen-Tourismus

Unsere Nachbarn aus Österreich haben diese Reisesparte „erfunden“. Im 19. Jahrhundert hat ein Höhlenforscher dort eine entsprechende touristische Nachfrage generiert (*).

Daraus ist offenbar der Begriff der Schauhöhle entstanden. Was zeichnet diese Art von Höhlen aus (*)?

  • Ein Wegenetz. Dies bedeutet die erste Überraschung. Als typischer Flachländer stelle ich mir eine Höhle als Gang vor, der nach unten führt und dann endet. Ein oder zwei Seitengänge können sich auch in meiner Vorstellung bilden. Aber ein Wegenetz verblüffte mich beim ersten Lesen schon einigermaßen.
  • Eine Schauhöhle hat immer einen Führer. Das ist verständlich nach der Lehre über das mögliche Wegenetz. Höhlen ohne verfügbaren Führer sind also keine Schauhöhlen.
  • Geld wollen die Betreiber auch haben. Schauhöhlen sind beleuchtet und abgesichert, Sie haben Treppen, Handläufe und ähnliche Einrichtungen.
  • Verschluss. Ein weiteres Detail verblüfft mich. Schauhöhlen sind außerhalb der Betriebszeiten verschlossen. Auf diese Art und Weise wird die Sicherheit der Besucher garantiert.
  • Wer betreibt Schauhöhlen in unseren Breiten? Höhlenvereine. Ich entdecke ein neue Erkenntnis und ein neues Wort. Wandervereine und ähnliche Gruppen werden ebenfalls genannt.
  • Was ist das Gegenteil einer Schauhöhle? Eine Naturhöhle. Dort betätigen sich in der Regel Höhlenforscher, Archäologen und ähnliche Wissenschaftler.

Ein Höhlenforscher nennt sich übrigens Speläologe. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen.

 

Jetzt habe ich schon die Grundlagen und einige neue Begriffe gelernt. Schauhöhle, Naturhöhle, Speläologe.
Nun wird es Zeit mögliche Destinationen zu bestimmen.

Höhlenrekorde

600 Kilometer Länge sind das Non-Plus-Ultra. Die Mammuthöhle in den USA hält diesen Rekord (*). Nebenan ist die Karte für interessierte USA-Reisende eingeblendet.

  • In Mexico steht eine Unterwasserhöhle mit 250 Kilometern Länge an zweiter Stelle in den Höhlencharts. Richtig, ich erinnere mich an Hollywood-Filme mit Höhlentauchern. Und – ich habe neulich einen Artikel über die mythische Unterwelt der Mayas gelesen, die in einer Unterwasserhöhle vermutet wird. Dieses Thema bietet noch Stoff für weitere Recherchen.
  • Auf Hawaii gibt es eine Lava-Höhle, die 100 Kilometer lang sein soll. Kann man dort hineingehen, oder wird es nach ein paar Metern zu heiß?
  • Die tiefste bisher entdeckte Höhle befindet sich in der Ukraine. Sie reicht mehr als zwei Kilometer in die Erde hinein.
  • In Österreich, bei Salzburg, gibt es schließlich eine 40 Kilometer lange Eishöhle.
  • Und dann gibt es noch den größten Höhlensee in der Schweiz. Das erinnert an den Fantasy-Film „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Das wäre auch einmal für den Filmfreund eine Reise wert. Ist diese Höhle eine Schauhöhle?
  • Der größte Höhlenraum findet sich in einer Höhle auf Borneo. Der Dom misst 700 mal 400 Meter. Das muss imposant aussehen.

 

Das liest sich aller sehr interessant. Wo findet der neugierige Höhlen Neuling nun eine begehbare Schauhöhle in der Nachbarschaft - sozusagen zum ersten Kennenlernen des Metiers und zum Trainieren?


Schauhöhlen in der Nähe

Auf Wikipedia gibt es auch eine Liste der Schauhöhlen in Deutschland (*).

Die Attahöhle liegt in NRW, bei Iserlohn. Sie ist nach diesen Angaben (*) circa sechs Kilometer lang. Sie wird gepriesen wegen ihrer abwechslungsreichen Gestaltung und ihrer Farbenprächtigkeit. Das liest sich gut. Ein erstes Ziel ist definiert.

Dieses Video gibt interessante Einblicke in die Attahöhle. 


Was bleibt an Eindrücken?

Höhlen-Tourismus  liest sich interessant, besonders für den Einsteiger in diesen Bereich. Es gibt offenbar eine große Anzahl von Schauhöhlen in Mitteleuropa. Taucher können in Unterwasserhöhlen auf ihre Kosten kommen. Freunde von Fernreisen kann ihre Reise bis in die USA in die Mammuthöhle oder nach Borneo in einen Höhlendom führen.
Höhlen haben etwas an sich. (Fortsetzung folgt)

 

P.S. Drachenhöhlen gibt es auch, mindestens vier an der Zahl (*).


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