Wo liegt der Titicacasee?

Titicaca heißt „bleifarbener See“. Er liegt in Südamerika und ist mehr als zehn Mal so groß wie der Bodensee. Wie kann ein so ein großes Gewässer sich auf über 4000 Metern Höhe ansammeln?

Oft gelesen – selten gewusst. Infos in fünf Leseminuten zum Titicacasee. 

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Abenteuergeschichten und Reisen

Jugendliche verschlingen Abenteuergeschichten. Je weiter weg von daheim die Handlung spielt, desto interessanter wird die Geschichte. Die Romane von Karl Mai, seinerzeit, waren ein sehr gutes Beispiel für die Fernwirkung solcher Stories. Heute haben Fernreisen ihren besonderen Reiz.
Auf in die Kordilleren und zu den Inkas. 


Geheimnisvolle Anden

Titicaca – woran denkt der Leser dabei? Südamerika. Anden. Peru. Das Lied „El Condor Pasa“ kann dem Musikfreund noch einfallen. Dann kommen erinnerungen auf an Bauwerke wie die rätselhafte Ruinenstadt Macchu Picchu. Warum haben die Inka diese Stadt ausgerechnet dort oben hoch oben in den Bergen errichtet? Ist der Titicacasee auch ein geheimnisvolles Ergebnis von Terraforming? Oder hat der See einen natürlichen Ursprung? Wenn ja, welchen?

Die Fakten zum Titicacasee

Die Lage. Der See liegt in Südamerika, und zwar hier >>

Die Größe. Er ist etwa 8.000 Quadratkilometer (qkm) groß (*). Was kann man sich darunter vorstellen? Der Titcacasee bedeckt eine Fläche, die fast 15 Mal so groß ist wie die des Bodensees.

 

Die Höhe. Der Titicacasee liegt auf einer Höhe von fast 4.000 Metern. 

Entstehung. Wie kann sich auf 4.000 Metern Höhe ein solch großer See bilden? Dafür muss der Autor unter „Altiplano“ nachsehen (*). Es handelt sich um eine „abflusslose“ Hochebene in den Anden. Die Region hatte sich offenbar im Laufe der Erdgeschichte gehoben. Natürliche Abflüsse wurden abgeschnitten. Die Niederschläge sammelten sich in verschiedenen Seen, von denen der Titicacasee der größte ist. Die Inkas haben mit dem See also kein künstliches Bewässerungssystem geschaffen. 


Der Name. Titicaca soll in einer lokalen Sprache „Felsen aus Blei“ oder ähnlich heißen (*). Und dieser Umstand, das Vorhandensein von wertvollen Mineralien, hat in jüngste Zeit zu einer starken Verunreinigung des Gewässers geführt. Zahlreiche private Minen (angeblich bis zu 30.000 Anlagen) geben ihre Abwässer offenbar weitgehend ungefiltert in den See ab (*).
Zu Zeiten der Inka, um das 14. Jahrhundert, galt der See als heilig.

 

Schwimmende Inseln. Aus TV-Reportagen sind schwimmende Schilfinseln bekannt. Dorthin haben sich di Vorfahren der heutigen Bewohner einst zurückgezogen, wenn feindliche Gruppen die Gemeinschaften angriffen. 

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Die schwimmenden Inseln vom Titicacasee

Die Kordilleren und der Andenkondor

Die Kordilleren. Die Anden bilden den südamerikanischen Teil der Kordilleren (*). Diese ziehe sich als ein Faltengebirge von Nordamerika bis zur Südspitze des Kontinents. Damit ist ein möglicher literarischer Bezug zur hergestellt.

 

Der Kondor gehört zur biologischen Familie der Geier (*). Den Andenkondor kann der Reisende eventuell auch im Hochland von Peru erblicken. Allerdings ist der Bestand gefährdet. Der Raubvogel mit imposanten Spannweiten von bis zu drei Metern hat auch Eingang in die Popmusik gefunden. 

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Ein Kondor fliegt vorbei

Tourismus rund um den Titicacasee

Was gibt es am Titicacasee für den interessierten Globetrotter zu sehen? Die Google Nachrichten geben recht unterschiedliche Informationen. Der interessierte Reisende sollte sich vorab intensiv informieren.

 

Abenteurer können auf eigene Faust den Spuren der Archäologen auf der Suche nach der Legende von Paititi folgen (*). Dort soll die „Goldene Stadt“ liegen, in die sich die letzten Inka-Herrscher der Legende nach zurückgezogen haben. Das sagenhafte Eldorado wird allerdings eher in Kolumbien oder Venezuela vermutet. 

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Wo liegt das "Eldorado" der Inka-Herrscher?

Freunde von exotischen Bahnreisen finden interessante Informationen zu einem neu eingerichteten Luxuszug, der von Cuzco aus durch die Anden fährt. Der „Belmond Andean Explorer“ startet in der peruanischen Hauptstadt und fährt in den Süden des Landes. Der Zug macht einen Stopp am Titicacasee. Ein atemberaubender Panoramablick ist während der Fahrt garantiert. Auf diesem Video sind auch die Schilfinseln am Titicacasee kurz zu sehen.


Fazit. Der Titicacasee ist der größte Binnensee der Erde. Ein Flächenvergleich zum Beispiel mit dem Bodensee kann schon ein Staunen bei dem mitteleuropäischen Betrachter hervorrufen. Die Welt ist groß - und wir sind ein reisefreudiges Volk.

 

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