Wo sind die Aliens?

Was ich schon immer einmal fragen wollte …


Die Frage nach der Existenz von Außerirdischen habe ich mir schon tausend Mal gestellt, und ich habe immer noch keine Antwort.
Heute verschaffe ich mir einen Überblick. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und ersparen Sie sich die eigene Suche …

Kontaktsuche

Das Weltall ist so groß und wir sind dort ganz allein. Wo sind alle die Aliens geblieben?

Wir Menschen sind ausgesprochen neugierig. Unsere Neugier überwindet selbst die Angst vor dem Unbekannten. Wir möchten so gern Wesen aus anderen Welten kennenlernen. Dazu haben wir in Büchern und in den Hollywood-Filmen die Marsmenschen erfunden. Oder die Venusianer, die Atlantiden und unzählige andere extraterrestrische Geschöpfe. Im Erfinden von Aliens aus dem Weltraum sind wir Menschen groß. Nur gefunden haben wir noch keinen. Wie kommt das?

Begegnungen mit Außeririschen stellen sich manche Künstler in dieser Art vor.
Begegnungen mit Außeririschen stellen sich manche Künstler in dieser Art vor.

Das Fermi Paradoxon

Der amerikanische Physiker Enrico Fermi hat sich die Frage nach den Außerirdischen schon im Jahr 1950 gestellt. Nach ihm wurde die wissenschaftliche Suche „das Fermi-Paradoxon“ genannt (*).

 

Was ist paradox? Widersinnig, unlogisch und ähnliche Begriffe werden damit verbunden. Unbegreifliches gehört in diese Kategorie.
Es ist schon schwer nachvollziehbar, dass wir keine anderen komplexen Lebensformen finden, wo so viel Platz ist dort oben im Weltraum.

Ernsthafte Bemühungen. Die Frage nach den gesuchten Existenzen beschäftigt die moderne Wissenschaft seit mehr als fünfzig Jahren. Je mehr wir über den Weltraum erfahren, desto wahrscheinlich wurde laut Fermi die Entdeckung erdähnlicher Planeten.
Allerdings hat unsere Galaxis allein schon eine Ausdehnung von 100.000 Lichtjahren (*). Mit Raumfahrzeugen unterhalb der Lichtgeschwindigkeit ist ein Ankommen am anderen Ende im Laufe eines Lebens für die Besatzung nicht zu denken. Es müssen Generationen-Raumschiffe geschaffen werden. Dann könnten theoretisch die Ur-Enkel der Startbesatzung eines Tages auf einem erdähnlichen Planeten landen. Soweit die Theorie.


Kolonisation aus habitablen Zonen

Wenn man den Blickwinkel auf eine hypothetische Nachbar-Zivilisation lenkt, dann gilt für diese Wesen im Hinblick auf die „Fahrzeit“ das Gleiche. Und wenn diese Zivilisation älter wären als unsere, dann hätte sie in den letzten Millionen Jahren schon unsere Galaxis kolonialisieren könne, Terra eingeschlossen. Aber es sind keine grünen Männchen oder ähnliche Wesen zu sehen. Was ist los? Sind wir wirklich allein?

Dieses Bild zeigt eine stilisierte blühende Erde im Weltall als Symbol für eine sogenannte habitable Zone.
Habitable Zonen im All stellen wir uns gern wie eine grüne Erde vor.

Die Drake Gleichung

Der amerikanische Astrophysiker Frank Drake hat um das Jahr 1960 versucht, die Wahrscheinlichkeit für einen Kontakt der dritten Art mathematisch zu begründen (*). Er hat die chemischen Bedingungen des Lebens untersucht, die zur Entwicklung des Menschen geführt haben. Dazu hat er die notwendigen planetarischen Voraussetzungen berechnet, die schließlich zu einer bewohnbaren, „habitablen“ Zone für diese Art von Leben bestehen müssen. Die Bedingungen der umgebenden Planetensysteme sind für die Entstehung menschlichen Lebens außerordentlich wichtig. Wenn es in unserem Umfeld zu viele Supernova Explosionen gegeben hätte, dann wär das keimende Leben durch die starken, lebensfeindlichen Strahlen ausgelöscht worden. Wir haben schon ein bemerkenswertes Glück mit Mutter Erde und ihrer Konstellation am Firmament gehabt.

Aliens und Menschen – warum sind wir (nicht) ganz allein?

Drake hat also einen wichtigen Beitrag für unser Grundverständnis in diesem Zusammenhang geleistet. Die Ausgangsfrage bleibt jedoch unbeantwortet: wo sind die Außerirdischen?

 

Einige Antworten (*):

  • Es gab schon andere Zivilisationen. Diese sind allerdings untergegangen. Als Gründe gelten Ressourcenknappheit, Kriege oder bewusstes Sitzenbleiben in ihrer Heimatgalaxie. Splendid isolation.
  • Die Entstehung von Leben ist zu kompliziert. Es war schon recht unwahrscheinlich, dass wir uns entwickeln konnten. Bei einer derart geringen Wahrscheinlichkeit für die Entstehung komplexes Lebens hat die Natur nur eine Zivilisation hervorgebracht – unsere.
  • Die Entfernungen sind zu weit. Eine Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit ist physikalisch nicht möglich. Selbst wenn es andere Zivilisationen geben sollte, so kommen dies uns ebenfalls nicht an.
  • Es gibt doch eine weiträumige Kolonisation. Bewohnte Region bilden sich allerdings kompakt in einer Form wie Inseln, oder wie Neuronen oder wie Plasmablasen. In die Außengebiete fährt kaum ein Mitglied der jeweiligen Gemeinschaft.
  • Es macht keinen Sinn. Die Philosophen bei uns, und möglicherweise auch in anderen Welten, stellen den Sinn intergalaktischer Kontakte grundlegend infrage.
  • Die Anderen wollen mi uns nichts zu tun haben. Sie haben uns schon entdeckt, aber wir sind ihnen zu primitiv.
  • Wir sind zu dumm. Sie sind sehr wohl da, die galaktischen Nachbarn, aber wir können ihre Anwesenheit nicht „dekodieren“. 

Fazit. Bei der Frage nach Aliens handelt es sich also um spannende Fragen ohne eine sachlich genügende Antwort.
Was bleibt?
Die offenen Fragen bestehen wie zuvor. Dieses Ergebnis bedeutet auch keine große Überraschung, denn eine Landung von Besuchern aus dem All wäre heute Morgen in dem Medien verkündet worden.
Es kann sich auch Erleichterung ausbreiten. Schließlich weiß niemand, was Wesen aus anderen Welten im Schilde führen. Sie könnten zum Beispiel eine andere Sozialethik entwickelt haben als wir Menschen.

Wir dürfen weiter ins Kino gehen oder den Abendhimmel absuchen. Dazu gibt es jetzt auch eine Ufo-Radar Software im Internet. Viel Glück!

Anzeige


alternate takes

Das Bild zeigt den dramatischen Griff grüner außerirdischer Lebewesen nach der Erde.
Im schlimmsten Fall greifen menschenähnliche Aliens nach der Erde. Reptilienartige Wesen sind ebenfalls angesagt.
Das Bild zeigt einen fiktiven Alien im Büroanzug mit einem Reptilienauge im Hintergrund.
Aliens werden von fantasievollen Künstlern auch gern als verkleidete Menschen dargestellt.
Die Pioneer Plakette sendet unsere Grundinformation in das All.
Die Pioneer Plakette sendet unsere Grundinformation in das All.