Gedanken zu den schönen Alleen

Alleen sind schön. Sie wirken wie ein Schmuck der Straße. Rolf jedenfalls denkt so. Wer hat sie wohl erfunden? Oder sind sie von allein entstanden, sozusagen als Restbestände eines vormals durchgehenden Waldgebietes?
Wer viel unterwegs ist, der kommt auf solche Ideen. Mal sehen, was die Geschichte von den Alleen hergibt …



Die "Erfinder" der Alleen waren ...

Gartenfreunde sind offenbar auf den Gedanken mit der Allee gekommen (*). In den Schlossgärten wandelten die Spaziergänger halt gern im Schatten. Also wurden rechts und links von bestimmten Gehwegen Bäume gepflanzt. Und zwar meistens von einer Sorte von Bäumen. Darauf muss der Reisende einmal achten. Gibt es wohl auch Alleen mit gemischtem Baumbestand?

Die Gartenarchitekten ab dem 15. Jahrhundert wollten jedoch nicht nur Schatten spenden. Sie wollten auch freie Räume in den Parkanlagen optisch verbinden. Man liest vielleicht von einem neuen Ausdruck, der „Wegachsen“ lautet (*). Die Allee bedeutete ein gärtnerisches Gestaltungselement.

In der Barockzeit erlebte die Anlage von Alleen ihre Blütezeit. Die Gärten von Versailles werden an erster Stelle genannt (*).
Von dort fand diese Idee ihren Weg zu den Stadtarchitekten. Chausseen wurden damit angelegt (*). Was ist eine Chaussee? Eine Landstraße. Dieses Wort soll aus einem alten Ausdruck für „festgestampfte Steine“ entstanden sein. Was ein neugieriger Autofahrer nicht alles lernt, wenn er seinen Beobachtungen nachgeht.

Der nächste Schritt führte zu Anlagen von Alleen auf Promenaden, in öffentlichen Parks und anderen Plätzen. Das Titelbild zeigt ein Beispiel in einer Stadt.

Bei Wind und Wetter

Alleen sehen nicht nur gefällig aus. Sie schützen auch vor „Wind und Wetter“. Nachts und bei diffusem Licht kann sich der Autofahrer besser orientieren. Sie festigen auch die Fahrbahn durch ihr Wurzelwerk – daran hätte manch einer nicht sofort gedacht. Bei Sturm kann die Durchfahrt gefährlich werden. Im Herbst kann das herabfallende Laub die Fahrbahn rutschig machen. 

Lindenbäume bilden in Europa vorherrschend das Bild von Alleen. Die Buche kommt auf den zweiten Platz. Der Ahorn prägt vorwiegend in den Städten das Bild.

Die meisten Alleen soll es in Brandenburg geben. Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind ebenfalls gut versorgt.


Die Avenue im amerikanischen und englischsprachigen Version soll dagegen lediglich eine breite Zufahrtsstraße bezeichnen (*). Ein Baumbestand ist dort nicht zwingend gegeben.

Berühmte Namen von Alleen: Champs-Élysées. Die Königsallee. Unter den Linden.

 

Es gibt noch viel zu erzählen. (wird fortgesetzt).

(*) Textquellen:
Wikipedia/ Allee, /Chaussee

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