Camouflage – Graffiti auf Kriegsschiffen

Über Tarnung, Graffiti und das Chamäleon


Eine unerwartete Wendung

Wikipedia wies kürzlich auf seiner Hauptseite auf den Künstler Frederick Judd Waugh hin (*). Er war ein Marinemaler. Segelschiffe, das Meer, weiße Wolken und eine Möwe am Himmel – man kennt das.
Warum widmet das Lexikon diesem Mann eine Notiz auf der Hauptseite? Rolf ist ein neugieriger Mensch und schlägt nach >>

 


Herr Waugh hatte im ersten Weltkrieg amerikanische Kriegsschiffe mit Tarnfarbe angemalt. Wie sah das aus? Schräg. Schwarze und weiße Farbbalken wurden aufgetragen. Sie sollten es feindlichen Beobachtern erschweren, die Schiffe zu früh zu entdecken. Das Ganze nannte sich Dazzle Camouflage und bedeutet zu Deutsch in etwa Verwirrspiel.

Tarnung ist aus dem Tierreich bekannt. Man denkt an das Chamäleon. In neuerem Kriegsgerät ist der Stealth Effekt gleich in die Bauteile integriert. Feindliches Radar soll das Flugzeug oder das Schlachtschiff gar nicht mehr entdecken, weil die Form der Außenwände die Radarstrahlen nicht mehr reflektiert. Herr Waugh war also in diesem Sinne ein Wegbereiter seiner Zeit mit optischen Mitteln.

Kürzlich gab es in der Modebranche auch einen sogenannten Camouflage Look. Dabei waren die T-Shirts und andere Styles im Dschungelkämpfer Look gehalten. „Im Dschungel der Großstadt“, das war einmal ein Hollywood Film aus den 50er Jahren.

Apropos Graffiti. Wer war noch einmal der erste Graffiti Künstler? Die Ägypter. Sie haben Berichte in die Mauern ihrer Tempel eingeritzt. In den modernen Zeiten wird gern Harald Naegeli, auch bekannt als „der Sprayer von Zürich“, genannt (*).

alles lateral

Männer malen Schiffe an. Modemacher verarbeiten das Thema in ihrer Kleidung. Ägypter und Schweizer ritzen und sprühen. Manche Themen auf Wikipedia nehmen schon eine funny Wendung.

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Frederick Judd Waugh, /Dazzle Ccamouflage, /Graffiti


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