Dunkle Materie ist ziemlich einfach … zu verstehen.

alles lateral.

Dunkel war`s, der Mond schien helle. Vom Thema „dunkle Materie“ lässt der Durchschnittsbürger eher die Hände weg. Das versteht sowieso kein normaler Mensch.

Dann geschieht folgendes. Dem Hobbyschreiber fällt der Name Harold Saxton Burr auf. Wikipedia hat diesen Namen aus irgendeinem Grund vorgeschlagen. Der Mann hat im letzten Jahrhundert gelebt, und er war ein Anatomie-Professor.
Jetzt kommt es: Herr Burr hatte herausgefunden, dass Salamander eine elektrisches Feld um ihren Körper herum aufbauen (*).


Der elektrische Wow!-Effekt

Die Geschichte mit dem Salamander liest sich schon einmal interessant. Kann der Hobbyschreiber daraus eventuell einen interessanten Artikel machen?

Was ist ein elektrisches Feld? Der Physikunterricht ist lange her. Da kann es nicht schaden, wenn man sich wieder etwas frisch macht.

Ein elektrisches Feld ist ein Wirk. Ich entlehne diesen Ausdruck von einem bekannten Physiker, der es in einem seiner Bücher einmal benutzt hat. Ich komme nur im Moment nicht auf den Namen des Mannes. Ein Wirk ist deshalb so gut zu merken, weil der Ausdruck im normalen Alltagsgebrauch nicht existiert.

Ein elektrisches Feld wirkt also. Worauf? Auf Ladungen. Oje. So viel Physik Repetitorium muss heute nicht sein.
Aber dann kommt das Rettungsboot in Form einer kurzen Erklärung.

Elektrische Felder formen die Materie.


If I only had time

Jetzt kann der Leser hellwach werden. Alle diese Dinge, die wir mit den Sinnen wahrnehmen, verdanken ihrer Existenz also elektrischen Feldern?
So steht es im Lexikon (*). Wie kann man sich das vorstellen?
Im elektrischen Feld wirkt eine Kraft, die die Elektronen an den Atomkern binden. Das Bild hilft. Wenn die Elektronen weit herumgewirbelt würden, dann könnte kein verdichtetes Etwas entstehen.

Im Artikel des Lexikons folgt wieder viel Physik und ein Hinweis, dass die Einwirkung der Zeit eine Rolle bei der Bindung der Elektronen an den Kern spielt.

Diese Randbemerkung über die Zeit kann einen Hobbyautor wieder überraschen.
Es ist für einen physikalischen Laien scheinbar unmöglich, einen allgemein verständlichen Artikel über das Phänomen Zeit zu schreiben. Die Zeit spielt aber eine große Rolle zum Beispiel in den Mythen, etwa bei der Figur des Kronos. Auch die Science-Fiction Literatur spielt mit Zeitmaschinen und ähnlichen Konstrukten. Diese Welten bleiben dem Freizeitschreiber aber verborgen, wenn er das Element Zeit nicht verarbeiten kann.
Hier tritt die Zeit also wieder in Aktion, bei der Wirkung von elektrischen Feldern.

Falls Sie bis hierher dem Text gefolgt sind, dann erwartet Sie ein weiteres Schmankerl. 

Eine Zeitmaschine aus der Science-Fiction Welt.
Eine Zeitmaschine aus der Science-Fiction Welt.

Materie.

Materie kann ein total interessantes Thema sein. Es ist wieder die alte Frage. Warum gibt es anschaubare Dinge im Weltall? Warum besteht nicht alles aus riesigen Sonnenbällen, aus Gasnebel oder nur aus Schwärze?
Hier ist die Antwort.

Die Welt entstand aus einem Urknall. So lautet eine Standarderklärung für die Entstehung des Universums. Das heiße Gemisch kühlt sich ab, und verschiedenartige „Teilchen“ entstanden. In einer heftigen Schlacht namens Baryogenese kämpfen die Materieteilchen die Antimaterie nieder. 

Die Welt entstand aus einem Urknall.
Die Welt entstand aus einem Urknall.
Die „Baryonenschlacht“. Materie vs Antimaterie.
Die „Baryonenschlacht“. Materie vs Antimaterie.

Was passiert, wenn zwei „Heere“ im dunklen physikalischen Raum zusammenstoßen? Im Forschungszentrum CERN soll ein solches Urknallereignis mithilfe von Blei-Ionen nachgestellt worden sein. Ein Animation zeigt die Wirkung eines solchen Ereignisses. Der Betrachter sieht lauter kleine, virtuelle Materie-Kügelchen entstehen.


So könnte also Materie entstehen – und dem elektrischen Feld sie Dank für den Impuls. Und ein spezielles Dankeschön geht an Harold Saxton Burr. Er hat über seine Salamanderforschung diese Zusammenhänge für den vorliegenden Text hergestellt. 

Also, das Verständnis für die Entstehung der Materie bzw. der dunklen Materie erscheint gar nicht so schwierig. Die dunkle Materie hatte den Kampf gegen die sichtbare Materie verloren und musste sich „zurückziehen“. Selbst wenn die Herleitung im vorliegenden Text noch Denkfehler aufweist, so ist doch eine Art von Grundverständnis (beim Autor) entstanden.

Fazit. Im späteren Leben, also nach der Schulzeit, ist das Verständnis der grundlegenden Naturgesetze für den Normalbürger ein schwieriges Feld.
In der Breitenwirkung geht die Erklärung von solchen grundlegenden Zusammenhängen, wie sie in diesem Text versucht wurden, möglicherweise gnadenlos den Bach hinunter.

Aber >>

Die „Dark Matter“ Show. Vielleicht sollten die freien Sender einmal eine toughe Quizsendung im Stil von ESC für solche Themen entwickeln. Man könnte Computer und ihre User aus verschiedenen Ländern über eine Cloud zusammenschließen. Dazu gibt es viel Geld für die Gewinner, damit es auch finanziell spannend wird  – und singen kann ja auch noch einer. 

 

Die "Dark Matter" Show.
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alternate takes

Habe die Ehre ...
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Forschen bedeutet nach und nach Licht ins Dunkel zu bringen.
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Dunkle Materie. Taugt das zu etwas, oder kann das weg?
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Schach. man hat schon immer etwas Besonderes hinter diesem Spiel vermutet.
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