Mit der Epigenetik auf Du.

Eine Gehirndusche mit Spaßfaktor.



Es gibt Begriffe im Internet, für die sollte Druckverbot erteilt werden. Epigenetik ist ein solches Sprachmonster. Der Leser ahnt schon beim ersten Hinsehen: das gibt Stress beim Nachschlagen.

Trotzdem, wer hier schlapp macht, der lässt auch Begriffe wie Industrie 4.0, Robotik und solche Sachen sausen. Was bleibt dann? Unwissen. Und Unwissenheit kann auf die Dauer sehr unangenehm werden; das haben die alten Yogis schon immer gesagt.
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Heilige Dreifaltigkeit

Zwei Menschen haben sich lieb. Die weibliche Eizelle wird befruchtet. Daraus entsteht ein neues Leben; die erste Zelle wird geboren. Diese Zelle teilt sich wiederholt. Die ersten acht Zellen haben alle den gleichen Aufbau und Inhalt. Danach bekommen die Zellen unterschiedliche Aufgaben. 

Die ersten acht Zellen werden Stammzellen genannt. Warum bleiben ausgerechnet genau acht Zellen in dieser Form und Funktion erhalten? Zehn Einheiten des Lebens könnte man sich an allen Fingern abzählen. Sieben Zellen wären so etwas wie eine „Heilige Zahl“. Aber acht? Die Acht, die lacht. Mehr als Unfug fällt dem Hobbyautor zur Acht im Moment leider nicht ein.

Zwei hoch drei macht acht - dies wäre noch ein Ausweg. Die heilige Dreifaltigkeit käme hier zum Zuge. Dennoch, die Bedeutung der Zahl Acht in der Epigenetik bleibt geheimnisvoll.

Y-Men

Zur Sache. Was ist denn nun Epigenetik? Kräfte, die auf die Gene einwirken, fallen unter diesen Begriff. Das Präfix epi kommt aus dem Griechischen und bedeutet „von außen“ oder „dazu“ (*).

Apropos Kräfte. Hier könnte der Mann an der Tastatur schon wieder innehalten. Welche Kräfte bewirken eigentlich, dass sich die erste Zelle teilt? Ohne Impuls passiert doch nichts auf dieser Welt. Aber die Wirkkraft hinter dieser ersten Teilung ist wohl transzendent oder göttlich oder sonst unerklärlich. 

Jedenfalls haben die Biologen festgestellt, dass sich die Gene ab dem achten Teilungsvorgang verschiedenen Aufgaben zuwenden. Und zwar treten die Ursachen dieser Veränderungen an den Chromosomen auf (*). Was ist ein Chromosom? Ein Container für die Gene. Allerdings ist dieser Behälter nicht rechteckig wie im Hamburger Container Terminal. Die Natur hat sich ein X-förmiges Stäbchen als Behälter einfallen lassen. Frauen haben auch Y-förmige Chromosomen, oder sind es die Männer? Adam ist es. Er hat seinerzeit eine Rippe spendiert.



Diese Chromosomen werden von Kräften verändert, die in mindestens drei Variationen auftreten. Eine Art der Veränderung kann die Endkappen der Chromosomen betreffen, die Telomere (*). Dann werden wir krank oder vorzeitig alt, und wir sterben früher als gedacht.
Dieser Aspekt der Lebensverkürzung kann einen Leser aufmerken lassen. Kann der Einzelne etwas dagegen tun? Epigenetik hin und her, hier geht es um die Wurst. Der Fokus schwenkt vorerst um auf das Thema: Telomere.


Zwei starke Stücke

Diese Telomere sind nun wirklich interessant. In der Fernsehwerbung werden längliche Grippetabletten und andere medizinische Wunderpillen oft mit bunten, abgerundeten Kappen an den beiden Enden gezeigt. Der Konsument konsumiert die Pille, die Kappen öffnen sich und ergießen ihren labenden Inhalt in den Magen. Und – schwupp - schon kann die Person wieder im Großraumbüro fröhlich weiterschaffen.

Mit den Telemoren verhält es sich ähnlich, nur anders. Sie arbeiten wie Schutzkappen an den beiden Enden der Chromosomen, so erklärt sich ein interessierter Laie diese Funktion. Wer viel raucht oder zu viel Kaffee trinkt oder sonstige Genussmittel im Übermaß zu sich nimmt, der radiert seine Kappen über Gebühr ab. Leider verschwinden diese Schutzkappen sowieso bei jedem Menschen. Denn sonst wären unsere Gene für immer und ewig geschützt. Und wir würden ewig leben. Dann wäre die Erde inzwischen ganz schön voll. Also haben die Annunaki oder sonstige Schöpfer diese Kappen mit Verfallsdatum bei uns einprogrammiert. Und die Epigenetik beschreibt halt einen Aspekt der Kräfteeinwirkung auf die Telomere. 

Gewichtheben im Kopf

Diese Art von Wissenserwerb kann ganz schön anstrengend sein für einen Menschen, der nicht jeden Tag im biotechnischen Labor arbeitet. Selbst wenn man nicht alles richtig verstanden hat - es hat sich gelohnt. Die kleine Gehirndusche hat möglicherweise winzig kleine Defizite aus dem Bewusstsein des Betrachters dieser Zeilen weggespült. Und ein bisschen Spaß hat das geistige Stöbern auch gemacht.


Ein Satz fällt noch ein. Stress soll diesen Telomeren auch ganz schön zusetzen. Deshalb nehmen manche Menschen öfter einmal eine Auszeit und ziehen sich in ruhigere Gefilde zurück.  Das ist dann angewandte Epigenetik.

 

 (*) Textquellen: Wikipedia/ Epigenetik, /Chromosom

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