Glasmalerei als spontanes Erlebnis

Wie machen die Künstler das?

Durch Zufall stößt man im Internet auf ein Bild mit dem englischen Untertitel „stained glass“. In der Übersetzung bedeutet der Ausdruck „Glasmalerei“.
Denkpause. Man kennt diese Bilder hauptsächlich aus Kirchen. Bei Fahrten durch Wohnsiedlungen können gelegentlich Glasbausteine auffallen, besonders in Treppenhäusern.

Im Alltag achtet man eher weniger auf solche Details. Aber jetzt ist der Moment, der auf die Glasmalerei aufmerksam macht. Ein kurzer Blick in Wikipedia kann die spontane Neugier befriedigen. Und beim Lesen kommt allerhand Interessantes Wissen zum Vorschein.
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Ein erster virtueller Versuch

Ich habe dieses Bild rechts als Zufallsergebnis mit einem Grafikprogramm erzeugt. Es kann an ein Glasfenster erinnern. Danach habe ich auf dem gleichen Weg einige Variationen erstellen lassen. Es ist schon erstaunlich wie viele schöne Farben ein zufälliger Bediener erzeugen kann. Umso beeindruckender ist die Arbeit der „echten“ Künstler.

 

Wie machen sie das also?



Auf die Schnelle

Aus dem Wikipedia Artikel über Glasmalerei (*) lassen sich drei Stichworte für ein erstes Verständnis entnehmen.

1 Schwarzlot

2 Schmelzfarben

3 hohe Farbleuchtkraft

Schwarzlot wird offenbar verwendet, um die Konturen der Muster vorzuzeichnen. Ich verwende gern eigene Cartoons, um meine Bilder aufzupeppen. Schwarzlot lässt sich vielleicht mit den modernen Kontur-Linern vergleichen.

Welche Glasbausteine verwenden die Künstler? Woher kommt das Material? Wie werden die geeigneten Bausteine oder Scheiben hergestellt?

Es gibt offenbar eine ganze Reihe von verschiedenen Glassorten. Darunter finden sich so schöne Ausdrücke wie Goetheglas und Kathedralglas. Weiterhin unterscheidet der Fachmann zwischen mundgeblasenem und maschinell hergestelltem Glas.

Eine Frage liegt auf der Zunge. Wenn der neugierige Mensch für den Hausgebrauch ein bisschen Glasmalerei betreiben würde, was kauft er dann ein? Das Internet gibt Auskunft. Es gibt fertige Pakete mit Glas, Stiften, Kratzern und diversen Farben. Und das alles für relativ kleines Geld. Mit 20 Euro ist der private Glasmaler schon dabei.

Zurück zu den Profis dieser Kunst. Goetheglas zum Beispiel wird als ein Flachglas bezeichnet (*). Und dieses wird von Fachbetrieben produziert. 



Glas als Kulturgut

Glas an sich ist ein komplexes Wissensgebiet. Es wird als eine amorphe Substanz bezeichnet (*). Alles Glas der Welt wird erst durch einen  Schmelzvorgang zu demselben (*). Neben dem Flachglas werden noch Hohlglas und andere Formen aufgeführt. Damit soll es an dieser Stelle erst einmal genug an Produktwissen sein.

Jetzt könnte man noch nachschauen, ob die alten Meister der Kirchenfensterglaskunst vorwiegend mit Kathedralglas gearbeitet haben. Und dann wäre noch interessant zu erfahren, welche Glasstück das älteste bisher bekannte Kunstwerk des Menschen war.

 

Ein kurzer Bericht über die Schmelzfarben steht noch offen. Ebenso eine Betrachtung der hohen Farbleuchtkraft von Glasbildern.

Mal sehen. Ein erstes Interesse an dem Thema ist jedenfalls geweckt. Beim nächsten Kirchgang sieht der Mensch die Glasfenster mit anderen Augen an.



(*) Textquellen:
Wikipedia/ Glasmalerei, /Glas, /Flachglas

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