Warum ist der Hulk grün?

Huch, der Hulk.

Warum der Hulk grün ist? Weil ihn die ursprünglichen Zeichner keine bestimmte Hautfarbe geben wollten (*). Hulk war wohl in seinen Anfangstagen ein Grey, also in Grau gezeichnet. Später mutierte die Darstellung aus farbtechnischen Gründen ins Grün. So sagt das Lexikon.

Aber dann kommen Dr. Jekyll und die keltischen Kopfjäger ins Spiel. Jetzt nimmt die Story Fahrt auf. Haben Sie Lust auf einen kleinen, fantastischen Ausflug? Hier geht es zum Text >>



Double Feature

Die Herkunft des Hulk kann einen Comic-Leser an die Geschichte von Dr. Jekyll und Mister Hyde erinnern. Dieser Mann experimentiert in seinem Labor mit geheimnisvollen Ingredienzen. Er verwandelt sich dadurch in ein anderes Wesen. Gut und Böse sollten vom Verfasser Robert Louis Stevenson dargestellt werden, so liest man (*). 

Bei Herrn Hulk liegt die Sachlage anders. Er ist im zivilen Leben ein bekannter Atomwissenschaftler (*). In Folge seiner Forschungen bekommt er eine übergroße Menge an radioaktivem Material ab. Nun verwandelt er sich jedes Mal, wenn er zornig wird, in ein viereckiges Riesenmonster. Vier Ecken, daher kommt der Name Hulk, nämlich aus dem Englischen hulk = der Klotz (*).


Die Idee ist für eine Comic Fan in Ordnung. Wer etwas weiterdenkt, der fragt sich nach dem Status von Hulk`s Mode Styles. Das Wesen wächst nämlich ins Riesenhafte, hat dabei aber immer noch die Hosen an. Diese wachsen parallel zu seinem Körpervolumen. Stretch Pants sind halt sehr bequem zu tragen.


Kopf hoch

Der „grüne Mann“ ist schon ein recht alter Geselle in der fantastischen Literatur. Die mythischen Kelten sollen ihn erfunden haben. Dort steht er unter anderem für den keltischen Kopfkult.  Die Kelten waren nämlich Kopfjäger, so liest man (*). Sie schlugen ihren Feinden also mitunter die Köpfe ab, falls sie den Kampf gewonnen hatten. Im Kopf vermuteten sie die Lebensenergie des Menschen. Wer den Kopf des Gegners hatte, der besaß doppelte Energie. 

Das ist noch nicht alles in Sachen keltischer Power. Druiden stiegen bei Vollmond auf bestimmte Bäume, um Misteln für Arzneien zu schneiden. Der Vollmond hatte, neben dem Kopfkult, bei den Kelten offenbar ebenfalls magische Kräfte. 

Dieses Foto zeigt eine Figur, die an den keltischen Baumgott Esus erinnern kann. Die Comic-Figur des Hulk scheint ihm zu ähneln.
Der Hulk auf keltisch?

Die Kraft der Bäume. Es soll bei der Druiden Arbeit auch eine Beziehung zu einem keltischen Gott namens Esus bestehen. Dieser war ein Baumgott, der allerlei magische und übermenschliche Kräfte besaß. Er gab nicht nur der Mistel ihre Kraft. Er hängte seine gehäuteten Gegner mitunter auch hoch in die Bäume, wie der Filmfreund diese Angewohnheit aus dem Film „Predator“ mit Arnold Schwarzenegger kennt. Solche Sachen macht der Hulk nicht. Aber wütend kann er schon werden.


Die Roadmap: Hulk – Jekyll – Esus - Predator - Hulk

Mit dem grünen Gott der Kelten schließt sich der Kreis wieder zum Hulk. Wütende Natur-Gottheiten besitzen übernatürliche Kräfte. Möglicherweise ist die Farbe Grün beim Hulk auf einen Farbfehler in der ersten grafischen Erstellung der Comic Figur zurückzuführen (*). Möglicherweise hat aber auch wieder das kollektive Unbewusste zugeschlagen und den Weg vom Keltenland nach Hollywood gefunden.

Märchen sind so wunderschön, weil die Comic Fans sie versteh`n.

(*) Textquellen: Wikipedia/ Hulk, /Jekyll und Hyde, /Grüner Mann

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