Warum sind Igel so süß?

Rolf hat sich eine kleine Dekofigur für den Tisch auf dem Balkon gekauft. Es ist ein Igel mit einem Hütchen, und beide sollen den Herbst ankündigen. Über lustige Tierfiguren kann man nicht streiten. Der eine findet sie zuckersüß, und der andere eben nicht. Aber – die Figur bringt Rolf auf zwei Ideen.
1. Warum sehen Igel für manche Menschen so süß aus?
2. Was ist ein Igel?

Ran an den Speck. Hier geht es zum Text >>



Der Schlangenfresser

Die Schlange Ka muss saufpassen, wenn der Igel kommt. Das Wort Igel leitet sich nämlich von einem germanischen Wort für  „Schlangenfresser“ her (*). Damit hat nun nicht jeder Igelfreund unbedingt gerechnet. Igel sollen von Insekten, Fröschen, Mäusen und eben von Schlangen leben.
Der Gartenfreund fragt sich natürlich sofort, wie Meister Igel das wohl macht. Insektenfangen kann man sich vorstellen. Aber wie fängt das putzige, kleine Stacheltier einen Frosch? Hüpft der Igel dem Frosch hinterher? Mal sehen, was das Lexikon noch alles weiß.

Sixpack Stacheln

Die Stacheln sind aus Haaren hervorgegangen (*). Innen sind die Stacheln hohl. Außerdem hat jeder einzelne Stachel einen eigenen Muskel zum Aufrichten. Eine solche Information liest man auch nicht jeden Tag. Der Igel hat auch ganz spezielle Muskeln, mit denen er sich zu einer Kugel einrollen kann. 

Als Fleischfresser ist der Igel mit Zähnen gut ausgestattet. Bis zu 44 Zähne sollen manche Igel haben. Bei den Mäusen wachsen die Vorderzähne nach. Im Artikel über den Igel war davon nichts zu lesen.

Rolf sieht selten einen Igel in seiner Nachbarschaft, und jetzt beim Lesen versteht er auch, warum dies so ist. Igel bewohnen meist gut getarnte Bauten, und diese sind zusätzlich mit Ästen und Blättern geschützt. Außerdem jagen sie meistens nachts. 

Was sieht süß aus?

Es gibt im Netz noch reichlich Informationen zu diesem Tier. Rolf will noch auf das Thema “niedlich“ kommen. Bei einem Bericht über das Bambi Reh hat er den Begriff „Kindchenschema“ aufgeschnappt (*).
Kurz gesagt geht es um einen sogenannten Schlüsselreiz, der im Menschen einen Brutpflege-Instinkt auslöst. Dieser Instinkt wirkt gleichfalls beim Anblick von Kleinkindern und bei Tierbabys. Manga und Anime Illustrationen überzeichnen das Kindchenschema mit übergroßen Augen und ähnlichen stilistischen Mitteln. Die Grundlagenforschung geht offenbar auf Konrad Lorenz aus den frühen 1940er Jahren zurück. 

Igel sind klein, sie passen in eine Hand. Sie haben Knopfaugen und eine Stupsnase. Darum erscheinen sie uns offenbar als niedlich. Das kann man so annehmen oder nicht. Für Rolf sieht die Igelfigur jedenfalls süß aus, und er freut sich über den  Anblick auf dem Balkontisch.

 

(*) Textquellen: Wikipedia/ Igel, /Kindchenschema


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