Wer hat das Karohemd erfunden?

T-Shirt mit einem Flanellhemd darüber - das ist es. Ein T-Shirt allein kann den Halsausschnitt mitunter etwas unkräftig erscheinen lassen. Der Kragen eines Karohemdes darüber sorgt wieder für Ordnung im Gesamtbild. Rolf überlegt. Karohemd – wer ist wohl darauf gekommen? Und schon geht die Suche los >>

Dieses Foto zeigt einen Wald im Morgenlicht als Bezug zum Thema Holzfällerhemd
Ein perfekter Tag für die Arbeit eines Holzfällers ...

Im Holzfäller Look

Es ist schier unglaublich, aber man weiß offenbar nicht, wer das Karohemd erfunden hat. Zumindest Wikipedia wusste es nicht Anfang 2019. Die Suche nach Karo führt zum Thema Raute. Aber da wollte man eigentlich nicht hin. Google hilft fast immer. Über Karohemd kommt der Sucher zum Flanellhemd. Und das gibt es wieder auf Wikipedia (*).
Bei Flanell handelt es sich um eine besonders dichte und weiche Webart. Flanellhemden machen sich im Winter also gut auf der Haut.
Und sie werden auch häufig mit Karomustern getragen. Jetzt ist Rolf beim Thema.

Das Flanellhemd hat einen ähnlichen Hintergrund wie die Jeans. Es handelt sich um eine Arbeitskluft. Holzfäller in Nordamerika sollen in alten Zeiten diese Hemden bevorzugt getragen haben (*).
Dann kamen die Westernmusiker und machten das karierte Flanellhemd weltbekannt. Sie besangen nämlich die waldreiche Heimat hoch droben in den Bergen. Und dort schafften halt die Holzfäller in ihren Karohemden.
Über die Westernmusik kam das Karohemd nach Europa. 

Karo macht Eindruck

Karohemden werden in der Werbefotografie gern mit kernigen Typen abgelichtet. Die Holzfällerei verhilft offenbar naturgemäß zu einem imponierenden Sixpack. Deshalb lassen viele männliche Fotomodelle auch das Hemd beim Fotoshooting offen. Sonst sieht der Betrachter doch die Bauchmuskeln nicht.

Zum Karohemd trägt man bevorzugt Jeans. Da der Modefreund der Jeans jeden Tag auch überdrüssig werden kann, erfand die Modeindustrie workarounds.  Chinohosen werden häufig als Alternative genannt. Auch Kordhosen spielen eine  Rolle. Dann kommt die Lederhose ins Spiel. Lederhosen, und überhaupt Trachtenlook, haben seit einiger Zeit so etwas wie eine Renaissance erfahren. Bekannte Musiker und Tanzgruppen kleiden sich gern in solchen Styles. Lederhosen tragen passt also auch zu den Karohemden. Und es muss nicht immer rot-weiß gerautet sein. Blau-weiß wie der Himmel oder rot-schwarz wie die Hölle sieht der Flaneur oft in den Schaufenstern. Als echter Hingucker erweist sich für manchen die Variante in gelb-weiß. 

Bei der Größe ist Obacht geboten. Die Karohemden trägt der Mann nicht nur im Hosenbund. Träger von schicken T-Shirts kombinieren gern dazu ein offenes Karohemd. Das ist heute Rolfs Thema. Aber, so wird empfohlen, der Käufer sich überlegen, ob er nicht das Karohemd um eine Nummer größer als normal trägt, eben wegen des darunter liegenden T-Shirts.

Sweet inspiration

Bei der Kragenform spielt die button-down Version die Hauptrolle. Es tauchen noch ein paar andere Begriffe zum Thema Kragen auf, aber das ist Rolf im Augenblick zu umständlich. Die durchgehende Knopfleiste wird als Standard bezeichnet.
Die Knöpfe – da ist Rolf bei einem seiner Lieblingsthemen. Knöpfe verleiten dazu, sich eigene Versionen auszusuchen. Das ist nämlich der Gag bei Rolfs Hemden. Standardknöpfe sind meistens langweilig, da sie mehr oder wenige uniform gestaltet sind. Ein Besuch im Knopfladen, oder im Kurzwaren-Geschäft, wie man sagt, kann ihn zu besonders kreativen Leistungen anstacheln. Man soll die Liebe zum Detail nicht links liegen lassen, das ist seine Devise. Solche Dinge wie die individuelle Knopfsuche sind oft das Salz in der Suppe des modebewussten Käufers.

Apropos Käufer – oder der Käuferin. Mädchen und Frauen sind auch häufig in den Modezeitungen mit Flanellhemden abgebildet. Im Alltag sieht Rolf sie vielleicht weniger oft, aber auf den Modeseiten machen sie sich recht attraktiv.

Was gibt es noch zu sagen? Der Großteil der Flanellhemden soll aus Baumwolle hergestellt sein. Dieses Gewebe fühlt sich weich an; so steht es im Text. Es wird auch als pflegeleicht bezeichnet.

Bei der Wahl der Schuhe ist die Modebranche großzügig. Lederschuhe, textile Schuhe oder Sneaker sind erlaubt. Trittfeste Schnürstiefel sorgen dann für den echten Outdooroutlook.

Ist das Karohemd casual? Das Netz sagt: Ja. Business casual ist seit der Dot-Kom Ära trendy. Man geht dann ohne Schlips ins Büro. Also, wenn Karohemden casual sind, dann kann man damit auch ins Büro gehen? Mal sehen. 

Das rot-weiß oder blau-weiß karierte Karohemd vom Oktoberfest scheint ein Mode-Gag jüngeren Datums zu sein. Es finden sich im Netz Hinweise auf Begriffe wie Vichy-Karo oder Gingham-Karo. In der ursprünglichen bayerischen Tracht wurden eher einfarbige Hemden getragen (*).

(*) Textquelle: Wikipedia/ Tracht


Was bleibt? Der Gedanke an ein bequemes Kleidungsstück. Mode macht Spaß.

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Flanellhemd

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