Warum dauert das Rennen von Le Mans 24 Stunden?

Wenn ein Fernsehzuschauer mit Autorennen nicht allzu viel zu tun hat, und er einen Ausschnitt von den 24 Stunden von Le Mans sieht, was denkt er sich? Warum dauert dieses Rennen 24 Stunden? Genau, und hier sind die Antworten dazu und mehr vom Autorennsport.

Ein Hinweis. Dieser Text richtet sich an Nichtfachleute auf dem Gebiet des Automobil-Rennsports. Der Autor geht als interessierter Laie den grundlegenden Fragen zum Rennen  von Le Mans nach.


Ausdauer und Zuverlässigkeit

Bei den 24 Stunden von Le Mans handelt sich um ein Langstreckenrennen (*). Jetzt ist es klar. Und warum veranstaltet man ein Langstreckenrennen? Die Hersteller wollten feststellen und vorführen wie ausdauernd, belastbar und zuverlässig ihre Produkte sind. Das macht Sinn, auch für einen Rennsport-Laien.

Das Rennen in Le Mans gibt es seit dem Jahr 1923. In der Siegerliste bemerkt der aufmerksame Leser in früheren Zeiten in der Mehrzahl britische und französische Siegerfahnen (*). Es sind ebenso italienische Flaggen in der Siegerliste zu sehen. 

Ab dem Jahr 1952 taucht die erste deutsche Fahne auf. Mitte der 60er Jahre werden vermehrt US-amerikanische Sieger genannt. War das die Zeit von Steve McQueen und Bullitt? Ab 1976 sieht man jede Menge Schwarz-Rot-Gold. Dazu bemerkt der Leser vereinzelte Siegerfahnen für Österreich, Japan und die Schweiz. Es ist für einen Neuling auf diesem Gebiet schon interessant zu sehen, wie die Gewichte sich verschieben. 

Ein Jaguar Sportwagen in Le Mans
Ein Jaguar Sportwagen in Le Mans

Sportwagen und Konstruktionsrennwagen

In Le Mans geht es um Sportwagen. Was ist der Unterschied zwischen einem Formel-1 „Boliden“ und einem Rennsportwagen?
Wikipedia führt eine ganze Reihe von technischen Kriterien an, die einen Sportwagen a) von einem Alltagswagen und b) einem reinen Rennwwagen unterscheiden (*). Was in Erinnerung bleibt, das ist der weithin unbekannte Begriff Homolgation. Dabei handelt es sich offenbar um eine Art von Checkliste für Rennautos oder, besser ausgedrückt, für Teilnehmer an Motorsportwettbewerben (*).
Rennsportwagen müssen demnach mindestens 25 Mal gebaut worden sein (*). Formel-1 Rennwagen scheinen dagegen Sonderkonstruktionen zu sein, die ausschließlich für diese Art von Rennen gebaut wurden.

24 Stunden – 2 bis 3 Fahrer

Kein Mensch kann 24 Stunden an einem Stück konzentriert Rennen fahren. Deshalb wurden früher Zwei-Mann Teams gebildet. Heute sind drei Fahrer pro Rennwagen am Start (*).

 

In den alten Wochenschauen in Schwarz-Weiß sind noch diese Sprints der Fahrer zu ihren Rennwagen zu bewundern. Das konnte  schon komisch aussehen. Da fahren die Rennautos mit 300 km/h um die Strecke, und eingeleitet wird das Ganze mit einem Rennen zu Fuß. Inzwischen wurde ein sogenannter fliegender Start eingeführt. Dabei fährt ein führendes Auto eine Zeit lang vorne weg.

Der Film „Bullit2 mit Steve McQueen ist zurzeit nicht mehr allzu oft im TV zu sehen. Der Filmstar ist mit diesen Verfolgungsjagden in San Francisco in die Filmgeschichte eingegangen. Steve McQueen drehte auch einen Film über das Rennen in Le Mans, allerdings durfte er selbst nicht aktiv teilnehmen (*).

Wie lange dauert ein Formel-1 Rennen? Um die zwei Stunden.

Gibt es noch andere Langstreckenrennen? Ja, man liest von den 24 Stunden am Nürburgring. Dann findet man noch die NASCAR Rennen in den USA. Diese sollen um die sechs Stunden dauern.

Ein Autorennen in den USA
Ein Autorennen in den USA

Fazit. Mit ein paar Klicks kann der TV-Zuschauer seine Neugier zu diesem Rennen stillen: 24 Stunden, Zuverlässigkeit demonstrieren, drei Mann wechseln sich ab.

 

Wo liegt Le Mans, im Falle eines Falles?


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