Machen Musen müde?

Kunst kann Spaß machen. Rolf stößt im Internet auf den Begriff der „Musen“. Wer sind die Musen?
Nie gewusst – heute wird nachgesehen. >>



Musen sind Schutzgöttinnen (*). Wozu braucht die Kunst einen göttlichen Schutz? Ist die Kunst an sich nicht schon Ausdruck der göttlichen Macht im menschlichen Potenzial? Spaß beiseite – wer kam auf die Idee mit den Musen?

Herr Hesiod. Das ist auch so einer, den man nie kennt. Er wird gleich neben Homer gestellt (*). Scham kommt auf. Das kommt davon, wenn man auf den neusprachlichen Zweig geht. Hesiod soll das Epos begründet haben. Und das Epos ist ein Lehrgedicht. Welche Lehren hat Hesiod uns über die von ihm geschaffenen Musen übermittelt?

What`s your name, what`s your number?

Musen hatten in den Anfangszeiten keine Namen, so sagt Wikipedia (*). Warum nicht? Das steht nicht im Text.
Dann, ganz wichtig, es gab anfangs neun Musen. Jetzt kann der neugierige Flammarion wieder rätseln, warum ein griechischer Dichter und Denker vor circa 2000 Jahren auf die Zahl Neun kam.
Schließlich werden die Jobbeschreibungen der Neun aufgeführt. Geschichtsschreibung, Flötenspiel, Tanz, Tragödie – es geht wild durcheinander. Was wollte Hesiod einem Menschen aus dem 21. Jahrhundert mitteilen?

Die Antwort weiß nur der Wind; jedenfalls wird Rolf aus dem nachfolgenden Text nicht schlau. Es werden schöne Bilder von weiblichen Statuen in langen Toga Gewändern gezeigt. Eben typisch griechisch. Dann werden die neuen Musen noch in verschiedenen Untergruppen eingeteilt. Das hilft Rolf allerdings auch nicht weiter. 

Später wurden die zuvor namenlosen Musen am Anfang eines Epos angerufen. Aha, bedeutet dies jetzt einen Opferruf um Hilfe der Götter?  Alles liest sich kompliziert und out of time.

Muff von zweitausend Jahren?

Das Wort für „Museum“ soll von Muse hergeleitet sein. Museen tun sich schwer damit, ausreichende Zahlen von Besuchern anzulocken. So steht es in den Medien. Vielleicht kommt der traditionelle Kunstbegriff in der jetzigen Zeit nicht „rüber“. Rolf verzichtet an dieser Stelle auf eine Definitionssuche von Kunst. Das bringt nichts, das hat er schon mehrmals versucht. Damit kann er nur seinen Text verschandulieren.

Rolf scrollt noch einmal zum Anfang des Wikipedia Artikels. Musen. Künste. Kunst  total verhunzt. Das war heute nichts. Rolf denkt sich: Schade, wenn man doof ist. 
Vielleicht küsst ihn die Muse der Dichtung später in seinem Leben. >>


(*) Textquellen: Wikipedia/ Musen, /Hesiod

Fortsetzung unten>>

Anzeige



Yummy Dummy Yummy

Es gibt noch eine zehnte Muse. Die Unterhaltung. Auch die Popmusik gehört dazu. The missing link. 

Irgendwie haben die Musenwächter es nicht geschafft, das Vermächtnis der Musen über 2000 Jahre in einer breiteren Öffentlichkeit frisch zu halten. Obwohl es gute Beispiel einer ewigen Erinnerung gibt.
Die Schöpfer der vedischen Sutras zum Beispiel hatten ihren Priestern und Eleven das Auswendiglernen vorgeschrieben. Zur Erklärung der prägnanten Formelsätze wurde seit Urzeiten speziell geschultes Personal für Kommentarfunktionen herangebildet.


Die Popmusik als ein Vertreter der zehnten Muse hatte einen anderen Weg beschritten. Mit der Bubble Gum Music wurden leicht einprägsame Kinderverse in den Kontext von ebenso eingänglichen Melodien gestellt. Möglicherweise hatte aber Sokrates seine Hebammenfunktion der Kunst anders verstanden. Wer weiß?



Komödien – die leichte Muse

Alles wird gut

Komödien haben immer ein Happy End. Deshalb sind sie wohl so beliebt, denkt sich Rolf. Oder sie waren beliebt, denn im Moment scheinen Krimis die TV-Landschaft zu beherrschen.

Seitdem Rolf sich über Musen seine Gedanken gemacht hat, seitdem fallen ihm natürlich immer öfter Themen dazu ein.
Mach dir ein paar schöne Stunden – geh ins Kino. Dieser Slogan stammt wohl aus den 1950er Jahren. Rolf hat heute Abend auch Langeweile. Gibt es im Fernsehen eine Komödie? Nicht so recht. Dieses Genre hatte anscheinend seine Hochzeit in den 1950er oder 60er Jahren. Peter Alexander und Gunther Philipp, Graf Bobby und der Mucki, sie sorgen für Klamauk und gute Laune. Ist Klamauk eine schlechte Komödie? Mal sehen, was Wikipedia zum Thema „Komödie“ sagt.

Altgriechische Polonaise

Umzug soll das Wort in seiner Grundbedeutung heißen (*). Man zog im Ort mit Fackeln herum und sang zu Ehren des Gottes Dionysos oder Bacchus. Bacchus, der Weingott? War die Komödie anno dazumal ein Vorläufer des Karneval?

Rolf hätte mehr auf das griechische Theater mit lustigen Einlagen getippt. Und dann schwenkt das Lexikon auch auf die Bühne ab. Das Publikum wollte sich in den Figuren wiedererkennen.
Welche Charaktere stellen die alten Peter Alexander Filme dar? Rolf hat keine Ahnung, denn er hat seit Jahren keine alten deutschen Lustspiele mehr gesehen. Moderne Stücke fallen ihm auch nicht ein. Fuck ju Göhte oder Kleinohrhasen, sind das jetzt Komödien?

Der Artikel auf Wikipedia geht recht umfassend auf die geschichtliche Entwicklung der Komödien ein. Was spielt sich gegenwärtig ab? Schwank ist old-fashioned, das war 1960. Otto ist auch fast Geschichte. Gottlieb Wendehals brachte vielleicht noch die letzte urgeschichtliche Polonaise auf die Bühne. Es bleiben die Comedians, und diese haben sich jetzt eine englische Bezeichnung zugelegt, damit der Vortrag sich nicht mehr nach Heinz Erhardt anhört.

Rolf hat es heute schwer mit der leichten Muse. Er muss noch ein bisschen nachdenken.
Ach ja, mal „komödie tv“ googeln. Elf Millionen Ergebnisse. Ein paar aktuelle Fernsehfilme werden als Komödien angeboten. Also doch. Ab Seite drei der Google Suche kommen alte Sachen. Also doch nicht.
Noch ein Versuch. „How i met your mother“ und „The Big Bang Theory“ werden im Netz als Komödien aufgeführt. Und Mister Bean als Zeichentrickfilm gehört auch zu diesem Genre. Aber jetzt kommt`s. "Der Schuh des Manitu" und "Traumschiff Surprise" gehören zu den erfolgreichsten deutschen Komödien der letzten Jahre. Puh. Nochmal Glück gehabt.

(*) Textquelle: Wikipedia/ Komödie



Dancing Kings und Queens

Der Tanz wird ebenfalls den Musen zugerechnet. John Travolta und Fred Astaire hatten einen berühmten Vorgänger. Der Mann hieß Shiva, und er wird im Hinduismus als Gott bezeichnet.

Shiva tanzt in Form dieser berühmten Staue in einem Flammenkreis. Dies bedeutet den Gang der Welt, so liest man (*). Mit einem Bein stampft er auf dem Dämonen der Dummheit. Außerdem besitzt er mehrere Arme.
Die hinduistische Tänzerin Kali kennt der Filmfreund aus dem Abenteuerfilm „Das indische Grabmal“. Kali unterlag dem Shiva in einem Tanzwettbewerb.
Kali steht in der dortigen Mythologie für die Zeit. Shiva steht für die Schöpfung, den Aufstieg und den Untergang.
Die Herleitung dieser Bilder ist im abendländischen Kulturkreis nicht ganz einfach. Jedenfalls sollte man nach diesen Ausführungen den Musen mit einigem Respekt begegnen. Es steckt wohl etwas dahinter. Manchmal wissen wir nur nicht mehr genau, was die Botschaft  der Musen bedeuten soll.

 

 (*) Textquelle: Wikipedia/ Nataranja-Tempel


ähnliche Texte auf dieser Webseite