Warum sind Papageien bunt?

Rolf sitzt auf dem Balkon und genießt das schöne Wetter. Sein Blick fällt auf einen Deko Papagei vor ihm. Schön bunt sieht er aus. Warum sind Amsel, Drossel, Fink und Star eher erdbraun und einfarbig, während diese tropischen Vögel in allen Farben leuchten? Mal sehen >>


Der Clan der Papageien

Offenbar unterteilt sich die Vogelart nur in zwei Familien, nämlich in die Kakadus und die Eigentlichen Papageien (*). Das liest sich angenehm, damit gestaltet sich das erste Lesen vielleicht einfacher.
Kakadus kann der interessierte Vogelfreund durch die aufgestellte Federhaube von den normalen Papageien unterscheiden. Beide Familien haben den typischen abwärts gebogenen Schnabel. Was essen Papageien?
Sie leben vorwiegend vegan. Nüsse, Früchte und ähnliches stehen bei ihnen auf dem Speisplan. Hin und wieder genehmigen sie sich ein Insekt oder eine Larve. 

Ausgedehntes Schwarmverhalten

Außerdem sind die Piepmätze sehr gesellig. Bei uns sieht man Papageien fast immer allein oder zu zweit in einem Käfig. Draußen in der freien Natur sollen sie sich zu großen Gruppen versammeln. Das Lexikon spricht von bis zu 70.000 Tieren in einer einzigen Gruppe (*). Wie sieht so etwas im Video aus?
Hier sieht man eine große Gruppe von australischen Wellensittichen, die ebenfalls zu der Familie der Papageien gehören.


Tropische Gesellen

Offenbar weiß kein Mensch, wie der Papagei zu seinem Namen gekommen ist. Die ersten Exemplare soll Alexander der große als Eroberer aus Indien nach Europa gebracht haben. Papageien hat es nämlich sonst kaum auf den alten Kontinent verschlagen – vielleicht wegen der letzten Eiszeit. Auch die Antarktis wird von den bunten Vögeln gemieden.
Dafür fühlen sie sich in warmen Gefilden pudelwohl. Kakadus finden sich in Australien und in der Südsee. Aras sind in Mittel- und Südamerika heimisch. Wie sieht ein Kakadu aus?


Papageien sind Klettermaxen

Die Bezeichnung „Kletterfuß“ kann einem Neuling auf dem Gebiet der Papageienkunde noch auffallen (*). Dazu hat sich der Vogel etwas Besonderes einfallen lassen. Im Laufe seiner Entwicklung hat der Papagei zwei seiner vier Zehen nach hinten wandern lassen. Mit den zwei vorderen Zehen wird die Nahrung gehalten. Mit allen Vieren lässt sich gut klettern.

Zwei weitere Begriffe in dem Lexikon-Artikel können neugierig machen. Was sind phylogenetische Untersuchungen? Es handelt sich um die wissenschaftliche Erforschung der Stammesgeschichte von Lebewesen (*). Man schaut also nach, wie die Lebewesen aussehen und wie sie sich verhalten. Außerdem wird ihre Erbanlage durch computerunterstützte Verfahren analysiert (DNA-Sequenzanalyse). 

Die Frage nach der Farbe

Warum sind Papageien so bunt? Die Frage wird im Artikel nicht direkt beantwortet. Es wird ein sogenannte „Dyck-Struktur“ der Federäste angeführt (*). Möglicherweise haben Papageien eine Anordnung erfunden, die das Sonnenlicht in ganz bestimmten Winkeln bricht und auf diese Weise das schöne bunte Gefieder erscheinen lässt.

 

Was ist die Moral von der Geschicht`? Papageien sollen immer in großen Gruppen in der freien Natur leben dürfen.


P.S. Papagei heißt in der englischen Übersetzung: parrot. Im Spanischen sagt man dazu: loro.

 

(*) Textquellen: Wikipedia/ Papagei, /Phylogenese

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