Pop Art adé?

Pop Art ist ein angenehmer Kunststil. Knallige Farben. Eingängige Motive. Da muss der Betrachter nicht viel hinein interpretieren. Wer hat diese Kunstrichtung erfunden?

In den 50er Jahren kam diese lustige Ausdrucksform auf (*). Erste Werke zeigten viele Motive aus den Bereichen Konsum und Werbung. Es kommt der Gedanke auf, dass Pop Art eine künstlerische Antwort auf die Erfindung des modernen Marketing war.

Der Kunststil soll parallel in den USA und in England gleichzeitig entstanden sein (*). Diese Aussage kann überraschen. Einem Leser ist doch eher die Aussage vertraut, dass ein Ereignis an einem Ort stattfindet und sich dann allmählich oder auch explosionsartig in andere Regionen verbreitet.
Pop Art hatte also zwei Quellen gleichzeitig - ein seltsamer Beginn verwandter Seelen?

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Gas mit Spaß

Richtig Fahrt aufgenommen hatte diese Kunstrichtung in den 1960er Jahren. Andy Warhol ist als die Leitfigur des Pop Art bekannt. Bunte Bilder von Marilyn Monroe, von Elvis Presley und von einer Dosensuppe gehören zum Allgemeinwissen. Damit gewinnt jeder Kandidat die 50-Euro-Frage im Fernsehquiz.


Was gibt es noch Wissenswertes zu berichten? Die Pop Art soll als eine Antwort auf die abstrakte Kunst entstanden sein (*). Abstrakte Kunst wurde demnach als zu abgehoben, als über-intellektuell empfunden.
Diese Aussage verblüfft einigermaßen, wenn man sie zum ersten Mal liest. Wollten die abstrakten Künstle nicht ihrerseits die einengende Sichtweise der alten Kunst revolutionieren? Und jetzt – war die moderne Kunst schon zu verdreht. Pop Art sollte also alltagstaugliche Kunst sein. 

Wenn dies so gedacht war, dann hat es auch funktioniert. Die Motive von Warhol versteht jeder. Gab es außer Warhol auch noch andere Pop Art Künstler?

 

David Hockney wird genannt (*). Ah ja, das ist der mit den Figuren in der Bar und den Frauen im Hotelzimmer. Das war also auch Pop Art? Na gut, die Bilder sind auch einfach zu verstehen. 



Comics sind Selbstläufer. Bilderhefte verstehen schon die kleinen Kinder, und die großen ebenfalls. Roy Lichtenstein hat in dieser Hinsicht ein richtiges Händchen gehabt. Pow, arrghh, smash – alles in bunt, und der Besucher hat die message verstanden. Pop Art ist Action. Action ist ok. Pop Art ist ok. Gekauft.

Gibt es auch deutsche Pop Art Künstler? Ja, aber die Namen sind nicht jedem Interessenten draußen im Lande geläufig. Die documenta wird zitiert, und es ist die Rede von De-Collagen und Trivialgrafiken (*). Das ist alles zu kompliziert. Lichtenstein war einfacher.



Was ist eigentlich aus der Pop Art geworden? Vermutlich Ausstellungen in der Stadthalle. Alles retro oder was? Nein.

Die Hyänenrudel der Postmoderne haben sich die Überreste des bunten Vogels Pop Art einverleibt und daraus neue Strukturen erschaffen. Die Natur lässt nichts verkommen.

 

(*) Textquelle:
Wikipedia/ Pop Art
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