Die Postmoderne - eine Reise in die Zukunft?

Die Post ist da.

Modern ist immer das, was aktuell ist. Postmodern liegt also noch vor uns. Weit gefehlt. In den schönen Künsten ist die Postmoderne sehr aktuell. Wie kann das sein?
Lesen Sie über mögliche Denkanstöße für den modernen Menschen. Hier geht es zum Text >>


Die Künstler – sie bereichern unser Leben. Manche Künstler stellen die Welt einfach auf den Kopf. Um die Kunstwerke zu betrachten muss der Betrachter seinen Blickwinkel ändern. Änderung kann gut tun.
Im Hinblick auf den Ausdruck postmodern ist ein gehöriges Maß an Umstellung nötig. 

Alt bedeutet in der bildenden Kunst alles, was vor 1872 gemalt wurde. Dann kam Monet, und seitdem bestimmt der Betrachter, was in dem Bild „steckt“. Der Impressionismus übertrug die Aussage des Bildes an das Empfinden des Betrachters. Von Monet ab wurde die Kunst als modern bezeichnet (*).



Vor mir die Sintflut

Von da ab, nach Monet, lief die Sache auch einigermaßen aus dem Ruder. Die alten Gesetze der Malerei waren nun gebrochen.
Modern bedeutet erstens: um Gottes Willen keine naturalistischen Darstellungen. Und zweitens ist modern alles, was keine klassischen Perspektiven zeigt. Flucht vor den Fluchtlinien.
Mit der Pop Art faserte die Szene total aus. Nur noch selbst ernannte Eingeweihte können heute Kunststile und Strömungen definieren. Der Alltagsbesucher sieht in den Museen – die Auswirkungen eines kulturellen Big Bang. Alles neu macht die Postmoderne.

Dem Neugierigen eröffnet sich bei der Beschäftigung mit dem Begriff ein neuer Horizont. Postmoderne bedeutet nicht nur unverständliche Bilder. Auch in der Architektur werden rechtwinklige Konturen verbogen. In Malmö entsteht ein verdrehtes Hochhaus. Und in Venedig greifen Hände aus dem Brackwasser zu den altehrwürdigen Mauern der vergangenen Jahrhunderte.
Bilder dazu sehen Sie auf dieser Webseite unter dem folgenden Titel:


Jenseits der Beschäftigung mit Malerei und Architektur wird der Ausdruck "Postmoderne" kompliziert. Begriffe wie Relativismus machen die Runde (*).
Das ist eine harte Nuss für den Werktätigen mit 40-Stunden-Woche. Damit kann er sich bestenfalls am Wochenende beschäftigen. Für dieses Verständnis reicht ein kurzer Stopover im örtlichen Museum nicht aus.


Forever postmodern

Und noch ein Hinweis. Die Postmoderne darf auf keinen Fall vom neugierigen Leser als eine zeitliche Strömung verstanden werden. Es geht um die Kritik an der eindimensionalen Auffassung "der Moderne" (*). Außerdem werden Alternativen zu dieser eindimensionalen Weltsicht aufgezeigt. Die Postmoderne gilt als die Mutter aller zeitgenössischen Denkanstöße.

Das macht neugierig. Wo finde ich postmoderne Denkanstöße im Alltag? Mal sehen – vielleicht auf dem Weg ins Büro.

 (*) Textquellen:
Wikipedia/ Postmoderne, /Moderne Kunst
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