Wer hat den Regenschirm erfunden?

Wie nennt man diese Querstreben beim Regenschirm? Kiele.
Welche Halteposition ist optimal? Die Schräge.
Worauf ist bei der Handhaltung zu achten? Auf den Kippmoment.
Warum klappt Gene Kelly seinen Regenschirm beim Tanzen zu? ?

Fünf besinnliche Minuten bei einem Artikel über Regenschirmkunde. Nehmen Sie sich vielleicht eine Tasse Kaffee oder Tee und machen Sie eine kleine Pause. Schirmträger können sehr charmant sein, und Gene Kelly tanzt zeitlos auf dem Bildschirm.
Das Thema birgt einige nette Überraschungen.



Ein Spatz braucht keinen Regenschirm. Die Natur hat ihm ein wasserfestes Fellkleid mitgegeben. Bei uns sieht die Sachlage etwas anders aus.
Die Haut wird nass, sie kann sich abkühlen, und daraus kann eine Erkältung entstehen. Also schützt sich der moderne Mensch bei Bedarf mit einem Regenschirm. 

Es hat reichlich lang gedauert, bis wir auf diese Idee gekommen sind. Die ersten Exemplare werden aus dem 17. Jahrhundert reported (*). Und sie sind auch nicht aus dem Wunsch nach dem Schutz vor Regen entstanden. Sonnenschirme sollten die vornehme Blässe konservieren. Der Regenschirm entstand sozusagen als Abfallprodukt nobler Blässe. 

Was man wissen muss

Eine Beschäftigung mit diesem Gegenstand lässt sich durch die Kenntnis der Bestandteile (*) komfortabler durchführen.

  • Das Dach nennt sich Plane. Nylon herrscht vor.
  • Die Stangen werden als Kiele bezeichnet, weil früher Federkiele als Halterungen verwendet wurden.
  • Der Griff wird auch Knauf genannt.
  • Zusammenklappbare Taschenschirme haben eine Teleskop-Funktion. Aber es geht noch besser >>
  • Diese Klemmen zum Arretieren heißen „Federraste“. Mit diesem Ausdruck lässt sich beim Smalltalk Dating an der Bushaltestelle einige Aufmerksamkeit erzeugen.

Die bewusste Handbabung bei stärkerem Regen ermöglicht eine gewisse Einsicht in physikalische Vorgänge (*).
Den größten Effekt erzielt der Schirmherr (m/w), der den Schirm im rechten Winkel zum Regeneinfall hält.
Um die Hand bei starkem Wind zu entlasten, soll auf den Kippmoment geachtet werden. Dieser steht in einem bestimmten Verhältnis zur Vektorsumme aus Windkraft und Schwerkraft.

Angebot und Nachfrage

In Deutschland sollen etwa zwei Millionen Regenschirm pro Jahr gekauft werden. Mehr als 90 Prozent werden scheinbar in China produziert.

Bezeichnungen in anderen Sprachen

Die Franzosen nennen den Regenschirm parapluie, also sinngemäß „gegen den Regen“.

Im Englischen heißt es umbrella. Dies erscheint uns eher als ein unüblicher Ausdruck. Was steckt wohl hinter dieser Bezeichnung?

Beim Urlaub in Spanien liest man oft den Ausdruck parasol. Dies bedeutet „Sonnenschirm“. Der Regenschirm wird in Spanien paraguas genannt.

Berühmte Vorbilder

Bei den Griffformen unterscheiden Fachleute zwischen „axial“ geraden und kreisförmig gebogenen Griffen (*).
Die Hauptdarsteller in britischen und amerikanischen Fernsehserien wie John Steed (Mit Schirm, Charme und Melone) und Hiram Holliday hatten anscheinend ein Faible für die gebogene Griffvariante. 

Singing in the rain

Warum klappt Gene Kelly bei seinem berühmten Auftritt den Regenschirm zu? Er will uns damit wohl sagen, dass ein glücklicher Mensch unabhängig von äußeren Einflüssen ist. Der Spatz handelt anders. Bei Starkregen sucht er in den Bäumen unter Zweigen und Blättern Schutz.

Am Tag, als der Regen kam …

Was war an diesem Tag los? Da gab es einen Nummer Eind Hit in der deutschen Hitparade von 1959. Die Sängerin hieß Dalida. Auf Youtube gibt es eine eindrucksvolle Disco-Version zu sehen.

 

Wo auf der Welt fällt der meiste Regen?

In einer Bergregion in Indien – und auf Hawaii (*). In Indien sorgt der Monsun für Regenmassen. Und auf Hawaii sind es die Passatwinde. Diese passieren den Erdball in einem steigen Strom, und auf einem Vulkan der Hawaii Insel Kauai regne sich die Wolken herab.
Wo bleibt England im Regen-Ranking? Die dortigen Niederschläge werden als „ergiebig“ bezeichnet (*). Schottland soll sehr regenreich sein. Dagegen weiß das Lexikon zu berichten, dass in London weniger Regen fallen soll als in Sydney, im trockenen Australien (*). Da haben Edgar Wallace und andere Krimiautoren ihre Leser ganz schön an der Nase herumgeführt.

 


(*) Textquelle: Wikipedia/ Regenschirm, / Cherrapunji, /Klima Vereinigtes Königreich

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