Der Seestern – ein Lebewesen wie von einem anderen Stern

Rolf wollte nur einmal kurz nachschauen, warum der Seestern fünf Arme hat. Und dann blieb ihm die Spucke weg. Die Informationen aus dem Lexikon erinnerten ihn eher an einen Alien-Film als an ein Biologiebuch.
Dieser Text ist nur etwas für Menschen mit starken Nerven …

Update August 2019. Der Seestern und der Goldene Schnitt

Update Oktober 2018. Rolle rückwärts.

Die Texte zu den Updates finden Sie am Ende des Artikels.

Bildquelle: havefun/ https://www.frage-antwort-storytelling.de/storytelling/seestern-predator/


Hut ab vor den Fähigkeiten eines Seesterns

Sommerferien, Sonne, Strandurlaub. Einen Seestern sieht man mit etwas Glück im Sand oder mit größerer Wahrscheinlichkeit am Souvenirstand. Fische haben eine längliche Form, Hunde haben vier Beine und der Seestern hat – fünf Finger. Die Biologen bezeichnen diese Gliedmaßen tatsächlich als Finger.

Greift der Seestern seine Beute mit den fünf Fingern? Ja, und wie. Der Bursche ist so stark, dass er zwei Muschelschalen auseinander biegen kann. Aber zum Verzehr stülpt er seinen Magen über das Muschelfleisch (*). Igitt. Soll man weiter lesen?

Tausendfüßler können vor Neid erblassen. Der Seestern läuft nicht auf seinen fünf Fingern. Er benutzt stattdessen Tausende von Füßchen, und diese sind unterhalb der Finger angebracht.

Auf richtige Augen verzichten diese Tierchen. Sie haben nämlich Lichtsensoren in ihre Haut eingearbeitet. Wie ist die Natur auf diese Idee gekommen? Und warum hat der Elefant nicht auch solche Sensoren – oder der Mensch? Die Natur ist nicht nur unwahrscheinlich clever und erfinderisch, sondern leider in ihren Beweggründen oft auch unergründlich. Rolf zieht beim Lesen dieser Informationen seinen virtuellen Hut.

Der Seestern Kosmos. Schöne Ordnung.

Wie lässt sich dieser Tausendsassa in der Familie der Tiere einordnen? Er ist ein Lebewesen, ein sogenanntes ein Gewebetier (*). Wir gehören auch dazu. Zudem ist er sehr symmetrisch aufgebaut (*). Solche Tiere sehen rechts wie links weitgehend gleich aus. Wo befindet sich beim Fünfstern die Mittellinie? Mal sehen, wo das steht.

Dumm ist er auch nicht. Er schützt sich mit einem Stachelpanzer. Deshalb bezeichnen  ihn die Biologen auch als Stachelhäuter (*). Seesterne haben Stacheln. Rosen haben Dornen. Das stimmt aber nicht. Rosen haben nämlich auch Stacheln.
Bei den meisten Seesternarten sind diese Stacheln zu Kalkplättchen zurückgebildet. Diese sind wie bei einer Ritterrüstung leicht gegeneinander geschuppt. Somit kann der Seestern sich trotz seiner Panzerung flink bewegen.

Wohin bewegt er sich denn zum Essen? Dorthin, wo die Muscheln sind - und kleine Schnecken und Seeigel. Einige Seesternarten sollen bis zu einem Meter groß werden. Diese verzehren dann wohl größere Schnecken. Der Seestern ist auch ein Predator.

Und wie wird der Seestern im Englischen genannt? Starfish. Der Name passt vielleicht nicht ganz zu einem Gewebetier, aber andere Länder haben halt andere Bezeichnungen. Animal tissue würde sich auch ein bisschen holprig anhören.
Die Franzosen nennen den Seestern übrigens étoile de mer.

Arnie Seestern

Die Schalen der Muscheln werden mit roher Armkraft auseinander gebogen. Der Speisevorgang liest sich etwas unappetitlich. Ein interessierter Leser kann im Wikipedia Lexikon Näheres erfahren (*).

Die Fortpflanzung liest sich ebenfalls sehr abenteuerlich. Herr und Frau Seestern lassen ihren Samen bzw. ihre Eier im Meerwasser ab. Dort klammern sich die Larven an kleine Plankton Organismen und entwickeln sich zu Jungtieren. Ganz hat Rolf die Umsetzung nicht verstanden. Vielleicht findet er später einmal ein Video zu diesem Vorgang.

Und wenn einmal kein Liebchen in der Nähe ist, dann kein mancher Seestern sich auch in der Mitte teilen. Daraus entsteht dann Seestern Junior. Diese Idee haben selbst die Macher der Alien Filme noch nicht umgesetzt.


Rolf steht diesen neuen Informationen im Moment sprachlos vis-á-vis. Was soll er jetzt noch sagen? Erst einmal den Input verdauen lassen und dann später vielleicht weiterlesen.

 

Hier sehen Sie das kurze Video eines Tauchers mit interessanten Seestern Exemplaren.  

(*) Textquellen: Wikipedia/ Seestern, /Gewebetier, /Eleutherozoen

Update siehe weiter unten >>



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Update Oktober 2018. Rolle rückwärts

Was macht ein Seestern, wenn er auf den Rücken fällt? Er bildet eine Kugel und rollt sich wieder in die gewohnte Position. Diese Tiere können einem ungewohnten Beobachter schon als sehr clever erscheinen.



Update August 2019. Der Seestern und der Goldene Schnitt

Warum also hat der Seestern nicht vier Arme? Damit könnte er doch wahrscheinlich viel schneller über den Strand oder den Meeresboden laufen.
Was sagt das Lexikon zur Zahl Fünf?

Im Artikel zur Zahl Fünf taucht beim Stichwort „Naturwissenschaften“ (*) der Begriff „Radiärsymmetrie“ auf. Solche Tiere haben eine Mittelachse, und die Körperteile bauen sich symmetrisch im 3D-Format darum auf. Was ist der Vorteil? Möglicherweise könne sich diese Tiere besonders gut um ihre eigene Achse drehen. Man kann sich vorstellen, dass die Flut die Lebewesen umkippt. Mit der speziellen Körperform dreht der Seestern sich wieder auf die Unterseite. Oder ist da noch mehr?

Hilft die Geometrie bei der Beantwortung der offenen Frage weiter?
Im Fünfeck tritt der Goldene Schnitt wiederholt auf (*). Man liest von magischen Symbolen und von Ästhetik – aber auch von einem ausgefeilten Konstruktionsverfahren der Natur (*). Was hat die Natur hier ausgefeilt?
Es gibt Hinweise (*) auf eine besondere Stabilität, die aus diesem Größenverhältnis entsteht. Der italienische Mathematiker Fibonacci wird angeführt. Sonnenblumen können durch die Anordnung ihrer Blütenblätter besonders gut die Sonnenenergie aufnehmen. Dies fördert ihr Wachstum. Kristalle und schwarze Löcher sollen auf Basis der Fibonacci-Struktur aufgebaut sein. Beim Seestern hat die Natur in Bezug auf den Körperbau offenbar ordentlich zugelangt.

Da ist noch Platz für weitere Nachforschungen.

 

(*) Textquellen: Wikipedia/ Fünf, /Radiäsymmetrie, /Fünfeck, /Goldene Schnitt, /Fibonacci,

(wird fortgesetzt).



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