Sonne, Mond und Sterne. Mit Roy Blacks Schlager in den Weltraum.

... auf den Spuren alter Schlager


Good Golly, Youtube. Ein User hört sich einen alten Schlager an. Und was passiert? Beim nächsten Öffnen des Videoportals erscheinen auf der Seitenleiste jede Menge vertraute, alte deutsche Schlager.

Schuld war nur der Schlagerhimmel

Roy Black hatte einmal von Sonne, Mond und Sternen gesungen. Ein nettes Lied, das im Duo mit Anita vorgetragen wurde. Bei dieser Gelegenheit – welche Sterne gibt es eigentlich in unserer Nachbarschaft?
Roy Black hat die Rakete gezündet. Und hier geht es auf einen kurzen Ausflug in den Sternenhimmel. Die Sonne und die nahen "Sterne" und Planeten im Schnelldurchgang >>



Great Ball of Fire

Die Sonne ist der Chef im Solarsystem. Das ganze Gebilde ist nach diesem riesengroßen Gasball benannt. Warum handelt es sich dabei um einen Gasball, während fast alle anderen Nachbarn aus Gestein bestehen? Der korrekte Ausdruck lautet: Plasmakugel. Jetzt geht die Reise nach Jerusalem natürlich gleich weiter. Was ist Plasma? Es handelt sich um ein Gemisch aus Teilchen, aus Atomen, Molekülen und zahlreichen Spezialelementen. 

Hier sind ein paar Daten zum Merken (*):

  • Die Sonne ist ungefähr 100 Mal so groß wie die Erde.
  • Sie hat ungefähr 7000 Mal so viel Masse wie alle folgenden acht Planeten der Milchstraße.
  • Die Sonne ist der einzige Stern in unserer Galaxie. Das heißt, sie ist groß, sie leuchtet aus sich heraus, und sie besteht aus Gasen oder Plasma. 
  • Alle anderen großen Himmelskörper in der Nachbarschaft werden Planeten genannt.


Ein Planet ist ein Himmelskörper, der sich um die Sonne bewegt. Wie gesagt, die Sonne ist die Chefin. Sie hat so viel Masse, dass sie die anderen Himmelskörper um sich herum drehen lässt. Die acht Planeten sind vergleichsweise die Tanzmariechen der Sonne. In der Reihenfolge der Entfernung ist die Erde die Dritte von links.


Hot spot Merkur

Ganz nahe an der Sonne steht der Merkur. Er ist verhältnismäßig klein und heiß. Außerdem ist Merkur ein Wackelkandidat. In ein oder zwei Milliarden Jahren kann er aus seiner Umlaufbahn herausgeschleudert werden und zum Beispiel uns in die Quere kommen (*). Auf den Burschen müssen wir ein Auge haben. Der ist auch so ein „Bennu“. 

Eher keine Invasion von der Venus

Die Venus wird in den Science-Fiction Romanen gern als sehr heißer Stern dargestellt. Diese Sicht muss man nun leider berichtigen. Erstens ist Merkur viel heißer, weil er sich näher bei der Sonne bewegt. Und zweitens ist nur die Sonne ein Stern, wie oben ausgeführt. Die Venus ist ein schnöder Planet.
Gib es Leben auf der Venus, Ja oder Nein? Möglicherweise existieren dort Bakterien, wie die Raumsonde Pioneer herausgefunden haben soll.
Mit Sci-Fi Filmen von der Venus ist im Prinzip wenig Staat zu machen.



Rover, bitte melden.

Mars ist unser nächster Nachbarplanet in der Sonne entgegengesetzter Richtung. Der kleine Bruder der Erde ist etwa halb so groß wie Terra. Es gibt dort viel Eisenoxid, das wir auch Rost nennen. Deshalb heißt der Mars auch „der rote Planet“.
Rover zeigt gute Bilder. In etwa zehn Jahren werden wir unsere erste Kolonie dort einrichten. Dann wissen wir mehr über alle die offenen Fragen, die uns täglich zum Thema Mars beschäftigen.
Marsmenschen sind eher nicht zu erwarten. Allerdings umkreisen zwei Monde dieses rätselhafte Gestirn. Die Monde heißen Angst und Schrecken. Das lässt nichts Gutes vermuten. Vielleicht lässt sich daraus ein neuer Filmstoff oder ein neuer Schlager für die Charts machen.

Klondyke und der Ruhrpott im All

Hinter dem Mars hat sich Jupiter eingereiht. Zwischen den beiden beobachten wir jedoch voller Sorge den Asteroidengürtel. Asteroiden können wir auf der Erde eher nicht leiden. Erstens haben sie vor 60 Millionen Jahren schon einmal allerlei Unheil hier unten angerichtet. Und dann verschrecken uns die Internet News seit Neuestem mit Bennu und Konsorten.
Was ist los im Asteroidengürtel? Chaos ist los. Der benachbarte Jupiter hat so viel Platz für sich beansprucht, dass die armen kleinen Bruchstücke des Urknalls sich im Asteroidengürtel nicht ordentlich versammeln konnten. Der sagenhafte Planet Phaeton hat wohl dort eher nicht existiert. Es bleibt unter den Astronomen bei einer Ansammlung von weit kleineren Gesteinsbrocken (*).
Möglicherweise kann man dort eines Tages gelbes oder schwarzes Gold und anderes edles Metall in großer Menge schürfen



Unser Jupp

Jupiter ist ein Riese in der Milchstraße. Er erscheint hell am Himmel. Er besteht aus Gas. Und er dreht sich schnell um die eigenen Achse wie ein Brummkreisel. Was fängt der Durchschnittsmensch mit diesen Informationen an?

Die alten German nannten ihn „Gottvater“ (*). Vater Jupiter und Mutter Sonne? Lady Sunshine und Mister Moon? Die Schlagertexter haben ebenso wenig durch die Bedeutung der Planeten Namen durchgeblickt wie der Musikfreund hier unten auf Erden.
Mal sehen, was die NASA uns in den nächstenJahren über den Jupiter erzählen wird.

Jetzt wird es schon ein bisschen viel mit diesen ganzen Planeten. Aber den Saturn müssen wir uns noch antun.

Eine echte „Ringwelt“

Der Herr der Saturnringe ist ein ziemliches Schwergewicht. Er bringt ungefähr hundert Mal so viel Masse wie die Erde auf die Waage.
Die Ringe des Saturn wurden bereits um das Jahr 1600 von Galileo Galilei entdeckt (*). Die Ringe könnten aus zermahlenen Resten eines früheren Mondes des Saturn bestehen (*). Und der Stern von Bethlehem soll aus einer seltenen Anordnung von Saturn und Jupiter in einer Linie entstanden sein (*).



Uranus und Neptun sind jenseits des Jupiters aufgereiht. Sie werden als „Eisriesen“ bezeichnet. Dies ist auch für den Laien kein Wunder. Schließlich sind sie sehr weit von der Sonne entfernt.

Wo meine Sonne scheint, da ist es in der Regel warm. Und wo im Schlager meine Sterne stehen, da stehen in der Heimatgalaxie nur die Sonne und ansonsten die Planeten. Auch Caterina Valente müsste  ihren Text umschreiben. Aber - Schwamm drüber.

Ein schönes Geschenk.

Youtube und Roy Black haben uns  jedenfalls einen unterhaltsamen Ausflug in das Firmament verschafft. Deutsche Schlager haben `was.

(*) Textquellen:
Wikipedia/ Sonne, /Stern, /Sonnensystem, /Merkur, /Asteroidengürtel, Jupiter, /Saturn, 

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