Tiki – eine kunterbunte Modewelle mit Schmackes

Aktuelle Trends sind immer hip. Vergangene Trends sind oft cool – oder auch spaßig. Die Tiki-Zeit war so eine Spaß-Episode.
Was ist Tiki?


Es gibt mindestens zwei Tikis. Einmal Kon-Tiki, das Floß  aus Balsaholz von Thor Heyerdahl. Und dann die Tiki-Kultur. Dies ist eine Modeerscheinung aus den 1950er Jahren.
Wer etwas übrig hat für exotische Farben und für die Freude an einem bunten Lebensgefühl, der ist bei diesem Thema richtig aufgehoben. Tiki-Kultur macht Spaß.
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Arkadien unter Palmen
Arkadien unter Palmen

Bildquelle: havefun/ https://www.frage-antwort-storytelling.de/storytelling/tiki-hula-modewelle/



Auf Traumurlaub im Aloha State

Die 50er Jahre. Die Amerikaner waren damals wie narrisch auf Hawaii. Durch die Kriegshandlungen im zweiten Weltkrieg waren viele GIs in einen unmittelbaren Kontakt mit den freundlichen Einwohnern Polynesiens gekommen. Hawaii wurde als 50. Bundesstaat in den Staatenbund der USA aufgenommen. Jeder Urlauber, der es sich leisten konnte, wollte unbedingt einmal nach Hawaii reisen. Der  Aloha-State wurde zum palmenbestandenen Eilandje der US-Amerikaner.

Kultur ist was Spaß macht

Tiki ist Pop auf polynesisch (*). Alles, was wie „Südsee“ aussah, wurde in einen Hawaii-Style umgewandelt. Tische, Stühle, Lampen, Gläser, ja sogar der Architekturstil von Restaurants und Wohnhäusern bekamen einen polynesischen Touch.  Es entstand eine neue Modewelle, die sich am Aloha-Look orientierte. Und die Musik spielte dazu. Auf Youtube gibt es unter dem Suchwort „tiki culture“ eine Menge Videos mit Beispielen aus zahlreichen Lebensbereichen. 

Tiki bedeutet übersetzt „Schnitzerei“ (*). Man kennt diese polynesischen Holzmasken, die aussehen wie wilde Dämonen. Zuerst wurde der Tiki-Style als Schmuck bekannt. Holz- und Jadeanhänger fanden massenhaften Absatz. Dann erfasste Tiki die Modewelt, den Bereich Innendesign und die Architektur. Die übrige Welt nahm den bunten Freudentaumel der amerikanischen Siegermächte gern auf. In Deutschland wurden Schlager mit dem Thema „Hawaii“ überaus populär. Der „Hula-Reifen“ fand tausendfache begeisterte Abnehmer. In den deutschen Hitparaden etablierten sich Ohrwürmer wie „Alo-Ahe“ von Freddy Quinn, und alles, was sich auf Hula reimte, kam in die Charts.

Das Ende einer bunten Party

Warum erlahmte das bunte Treiben? Trends überleben sich. Audrey Hepburn und Bossa Nova übernahmen die Rollen der neuen Trendsetter. In den 80er Jahren gab es mit Tom Selleck und der TV-Serie „Magnum“ ein kurzes Wiedersehen mit dem Tiki Style. Und im Moment macht es das Fernsehen spannend mit Serien wie Hawaii Five-0. 

Das Thema Hawaii im Netz

Google zeigt volle 400 Millionen Sucheinträge bei dem Stichwort „hawaii“. In den News gibt es Millionen Texte und Bilder über Vulkane, die Lava ausspucken, und über Surfer, die auf die nächste Welle warten.
Der Tiki Style. Was gut ist und Spaß macht, das kommt eines Tages als Retrowelle zurück. Aloha.


(*) Textquellen: Wikipedia/ Tiki-Kultur, 

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