Was bedeutet „das Jahr des Drachen“?

Eins ist klar. Rolf muss noch viel lernen.

Irgendein Impuls im Internet führte Rolf zum Thema vom „Jahr des Drachen“. Es gibt einen Film mit ähnlichem Titel. Und es gibt einen Zusammenhang mit China. Über diesen Zusammenhang wollte Rolf mehr wissen >>


Rolf schaute also in Wikipedia nach – und er konnte nur noch staunen. Beim Lesen machte er sich nebenbei ein paar Notizen. Und das kam dabei heraus …

  • Die Zahlen 12 und 60 sind wichtig. Die Zehn ist nicht so wichtig.
  • Manche brauchen keinen Gott. Das Bauchgefühl ist ihnen viel wichtiger für das Glück auf Erden.
  • Die Zeit wurde nur erfunden, damit wir den günstigsten Rhythmen im Leben folgen können.
  • Die Erde ist eine Scheibe, und China ist das Reich der Mitte.

Wow. Jetzt hatte Rolf etwas zum Nachdenken. Los geht’s …


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Von wegen an den Fingern abzählen.

Mit unserem  Zehnfingersystem scheint etwas nicht zu stimmen. Die Stunde hat 60 Minuten. Das Jahr hat 12 Monate und so weiter. Und im Text zum „Jahr des Drachen“ tauchen die Zahlen 12 und 60 wieder auf, diesmal aus der Sicht des chinesischen Horoskopes (*).

An Horoskope glaubt Rolf nicht. Aber die 60 Minuten und die 12 Monate sind real. Warum hacken die Chinesen sosehr auf dem „Duadezimalsystem“ herum?

Sein Leben war der Rhythmus

Einige Elvis Filme tragen scheinbar eine verborgene Message in sich. Das fiel kürzlich auf mit  „Flaming Star“ und der Beziehung zum Polarstern. Und jetzt wurde Rolf an den Filmtitel „Sein Leben war der Rhythmus“ erinnert.

Die alten Chinesen waren verkappte Quantenfeldphysiker. Da gibt es eine Quelle, aus der sprudelt ständig Energie heraus. Diese Wirkkraft stupst die die Atome an; alles bewegt sich.

Der Mensch lebt in diesem Geflecht aus Wirkungen. Eine Bewegung kann für das Individuum positiv oder negativ sein. Der Seemann auf dem Meer betrachtet den Wind anders als der Mann auf der Straße mit dem Regenschirm.

Wie nutzt man die Ereignisse, die aus der Natur herrühren, optimal für sich selbst aus? Indem man die Rhythmen erforscht. Wie erfährt das Individuum die Schwingungen des Alls in sich? Durch Ruhe, Meditation ist angesagt. Der Kopf ruht. Das zweite Gehirn im Bauch übernimmt die Führung. Intuition schlägt Intellekt. Der Swing der Natur wird erahnt. So einer hat Ahnung, und er handelt intuitiv richtig.

Für einen Mann mit Bart auf Wolke Sieben ist in diesem Weltbild kein Platz. Er wird einfach nicht benötigt. Bei Rolf war Staunen angesagt.

Der günstigste Zeitpunkt

Zurück zum Drachenthema. Die Zeit wurde wohl erfunden, damit der Mensch die Ereignisse in passend Einheiten einteilen konnte. So verstand Rolf diese Textpassage (*).Mit den Zeitelementen konnte der Mensch rhythmisch korrekt handeln.

Rolf warf einen Blick auf die Uhr. Die Erfindung ist relativ neu. Früher ging man anders mit der Zeit um. Mit den Hühnern aufstehen und mit dem Sonnenuntergang schlafen gehen. Moderne medizinische Untersuchungen scheinen mitunter zu den gleichen Ergebnissen zu kommen. Es gibt zahlreiche Beispiel für das Handeln im rechten Moment. Das chinesische Horoskop hat angeblich solche Momente definiert. Und der Drache ist halt ein solches Element.

Und wo bleibt der Drache?

Ach ja. Rolf hatte vor lauter Staunen das Kernthema beinahe vergessen. Der Drache gehört zu einem der zwölf Sternbilder. Hund, Katze, Maus und andere Tiere stehen symbolisch für die Einteilung des Himmels in zwölf Teilbereiche. Halt, nein. Die Katze wurde ausgeschlossen. Warum? Es wird eine Anekdote aus alten Zeiten erzählt (*).

Der Drache, so las Rolf, steht auch für den Frühling (*). Der Einstrahlwinkel der Sonne auf die Erde ändert sich. Neue Energie lässt die Feldfrüchte wachsen.  Möglicherweise laichen die Lurche zu dieser Zeit  ab, und die „Drachen“ kommen hervor – warum nicht?

Das „Jahr des Drachen“ scheint dann aber eine inkorrekte Bezeichnung zu sein. Es müsste wohl eher „die Jahreszeit des Drachen“ heißen. 


Warum haben wir Europäer keinen Monat, der nach dem Drachen benannt wurde? Wir haben doch die Siegfried Sage. Da hätte ein entsprechender Monatsname schon etwas hergemacht. Aber die meisten heute gebräuchlichen Monatsnamen sind in der Mehrzahl nach römischen Göttern benannt. Der Sieger schreibt nicht nur die Geschichtsbücher. Immerhin haben wir den Lenz gerettet.

Einer geht noch

Im Zusammenhang mit der chinesischen Astrologie erwähnt der Artikel ein erstaunliches Detail: Die Erde ist eine Scheibe (*). Sie wird in vier Himmelsrichtungen eingeteilt, und in der Mitte liegt China. Das Reich der Mitte.

So ganz hat Rolf den Übergang vom Globus zur Scheibe an dieser Stelle nicht verstanden. Aber zumindest weiß er jetzt, wie China zu seinem besonderen Namen kam.

Was bleibt?

Bei Rolf überwiegt das Gefühl, etwas ganz Besonderes erfahren zu haben. Drachen. Zwölfzahlensystem. Bauchgefühl. Der Zeitbegriff. Die „flache Erde“. Das „Reich der Mitte“. Das war schon ein interessanter Spaziergang in einer ganz anderen Gedankenwelt..

Das Jahr des Drachen und das Reich der Mitte – China tickt anders.

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Chinesische Astrologie