Geschichten über geheimnisvolle Klangsteine machen unwahrscheinlich viel Spaß

Unverhofft kommt oft

Rolf sitzt am Laptop und denkt an das Wort „Klangsteine“. Ihm ist der Begriff schon oft im Zusammenhang mit den Steinkreisen von Stonehenge aufgefallen. Klangsteine – das klingt geheimnisvoll, und Rolf liebt geheimnisvolle Dinge. Also erwacht der Hobbybautor wieder in ihm. Los geht’s …


Zuerst schreibt Rolf einige Begriffe auf, die ihm zum Thema Klangsteine einfallen.

Stonehenge, shruti, Bali-Gamelan-Musik, Atomschwingung. Die Sammlung ist schon nicht schlecht für den Einstieg.

Was sagt Google? Nur knappe 70.000 Einträge befassen sich mit dem Suchbegriff. Als Nächstes stößt Rolf auf den Begriff „Lithophon“, der in Wikipedia beschrieben wird. Dort wird er später nachschauen. Weiter geht es mit Google.

Ein Musiker arbeitet offenbar intensiv mit Klangsteinen. Der Titel eines Buches spricht von einem „ewigen Gedächtnis der Erde“. Der Zusammenhang leuchtet Rolf auf Anhieb nicht ein. Speichern Steine die physikalischen Ereignisse auf dem Planeten? Das Thema nimmt Fahrt auf.
Weiter geht’s.

Stiefkinder

Klangsteine kann der interessierte Musiker selbst herstellen. Und in Asien wurde bereits vor 5000 Jahren mit Klangsteinen musiziert. Rolf fragt sich, ob im alten Europa auch mit Steinen Klänge erzeugt wurden. Ja. Der Suchbegriff „klangstein wissenschaft“ führt ihn zu dem Autor Trevor Cox. Dieser hat ein Buch über singende Steine geschrieben. Leider findet sich im Netz auf die Schnelle keine Rezension zu dem Buch. Das Thema ist im Moment noch recht weit weg von Rolfs Erfahrungshorizont. Deshalb verzichtet er zurzeit auf einen Blindkauf.

Der Suchbergriff „singende steine“ führt ihn zu einem Baumeister aus dem Mittelalter. Dieser hatte Kirchen entworfen, deren Akustik vermutlich positiv auf die Stimmung der Besucher einwirken sollte. Dieser Punkt ist für Rolf nicht neu. Er hatte schon mehrmals im Internet Texte gelesen, die über eine beabsichtigte Wirkung der Akustik von Tempeln und Kirchen sprachen.

Rolf schaltet zurück zu dem vorher verwendeten Suchbegriff „klingende steine“. Dieser führt ihn zu einem Buch über das Freiburger Münster. Weitere Angaben findet er nicht. Aber das Buch gibt es für ein paar Euros in einer Remittenden Ausführung. Rolf kauft sich das Werk und harrt der Dinge, die nun auf ihn zukommen.

Koinzidenz

Der Tag ist noch jung. Rolf surft weiter im Internet – ohne Bezug zu klingenden oder singenden Steinen. Youtube bietet ihm ein Video zu Göbekli Tepe an. Dort sind Steine aufgestellt, die sich paarweise gegenüberstehen. Einige Autoren vermuten nun, dass mit diesen Steinen oder innerhalb der Steinpaare Frequenzen erzeugt wurden. Das passt. Hier die Klangsteine, dort die Frequenzsteine.

Muss Rolf das alles nun glauben? Muss er nicht, aber surfen im Internet kann unglaublich anregend sein und viel Spaß machen.

Mal sehen, was das Buch über die klingenden Steine des Freiburger Münsters sagt.



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