Maneki-neko. Die Katzen-Göttin

Sie zeigt Freundlichkeit und Mitgefühl

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Maneki-neko. Eine Glücksbringerin und die Göttin der Herzen.

Bei uns kennt man diese putzigen Tierfiguren von den chinesischen Restaurants. Ursprünglich stammen sie aus Japan. Sie haben ihren Weg später nach China und in andere asiatische Länder gefunden (*).

Das Winken soll Glück bringen. Die winkende linke Pfote bedeutet Glück für den Kunden.
Die rechte Pfote zu schwenken bringt dem Ladeninhaber Umsatzglück.
Katzenfiguren, die mit beiden Pfoten winken, sind in Japan verpönt. Das sei aufdringlich, heißt es dort. Japaner empfinden dies als eine Arte „Winke-winke Overkill“. Das nennt man Feingefühl.

Warum bringen diese niedlichen Tiere Glück? Das liegt an den Sagen und Märchen, die in Japan entstanden sind. So wie bei uns die goldene Gans und der Hans im Glück genannt werden, so sind es in Japan die Katzen. Sie sollen eine mythische Göttin verkörpern.

Warum stellt die Figur der Maneki-neko eine Katzengöttin dar?

Die Katze ist nach altem japanischem Glauben die Wiedergeburt einer Göttin mit dem Namen Kannon (*). Diese Göttin, die auch Guanyin geschrieben wird, wird im Volksglauben als Inbegriff des Mitgefühls verstanden.
Was ist Mitgefühl? Die Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Und die Kraft, auf die besondere Situation einer Menschen einzugehen (*). Empathie.
Die Göttin hat also „ein Herz“ für die Menschen, die an sie glauben.

 

Diese Denkart der beschützenden Göttin soll auch in das buddhistische Gebet mit dem Namen Herz-Sutra eingegangen sein. Eine imponierende Vorstellung dieses Sutras liefert uns dieser Mönch.

Von der winkenden Katzengöttin des Mitgefühls zum „Herz-Sutra“


Der Mutterarchetyp. Schutz und Nahrung

Die Forschergemeinde um den deutschen Psychologen Carl Gustav Jung geht noch einen Schritt weiter. Sie interpretiert die Glücksgöttin als einen Archetyp der Mutter (*).

Ein Archetyp kann als die Gesinnung und das grundlegende Verhalten  eines Menschen verstanden werden. Der Mutterarchetyp stellt das natürliche Schutzbedürfnis eines jeden Menschen dar (*).
Im Mutterleib ist das Ungeborene vor Einflüssen der Außenwelt weitgehend abgeschirmt. Die Mutter behütet und ernährt das kleine Wesen. In diesem Zusammenhang kann die Katzengöttin verstanden werden. Sie winkt, und wer den Gruß annimmt, dem wird symbolisch Schutz und Glück gegeben.

Eine ähnliche Symbolik der Behüterin findet man in vielen Hochkulturen, so zum Beispiel die Katzengöttin Bastet im alten Ägypten, die Athene im antiken Griechenland – und die Mutter Gottes in Europa.

 

Die winkende Katzengöttin hat uns eine weite gedankliche Reise beschert.

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