Die beeindruckende Schönheit der Pagoden Architektur

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Die Goldene Pagode in Myanmar

Fallen Ihnen in den Fernsehserien vom Traumschiff und dem Traumhotel auch immer diese formschönen Pagoden auf?

Warum baut man in Asien die Kirchen in dieser Form?

Eine Gedächtniskarte zur Orientierung

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Updates

August 2017. Pagoden-ähnliche Bauelemente in Europa

Mai 2017. Herkunftswort für: Pagode.

Die Texte dazu finden Sie weiter unten im Artikel.

"Fremde" Architektur macht neugierig

Architektur kann für den Reisenden ein wunderbares Thema sein. Schließlich fahren wir als Touristen in die berühmten Städte der Welt, um uns den Eiffelturm, die Tower Bridge oder das Empire State Building anzusehen.
In Europa finden wir die mächtigen 
Kathedralen. In Asien gibt es Pagoden. Irgendwie wirken diese Bauwerke grazil und gefällig. Unsere Kirchen und Tempel besitzen auch bewundernswerte bauliche Merkmale, aber wir haben im Abendland keine Pagoden errichtet. Oder doch? Gibt es eventuell auch in der Architektur einen globalen Kulturfluß?
Folgen Sie einem neugierigen Autor auf einem achtsamen Pfad durch die wundersame Welt von Buddha-Tempeln, faszinierender Kultur und der erstaunlichen  Neuroplastizität unseres Gehirns.

Pagoden - das erste Staunen

Eine Pagode ist ein turmartiges Bauwerk. Es ist immer unbewohnt, denn es handelt sich um einen besonderen Tempel. Dort wohnen in der Regel weder normale Alltagsmenschen noch betende Mönche, sondern es werden Reliquien von Buddha oder anderen besonders verehrten Menschen aufbewahrt (*).

Das Wort selbst gibt den Forschern schon Rätsel auf. Wikipedia nennt unter anderem das indische Wort „stupa“ als mögliche etymologische Wurzel.
Und an diesem Punkt erfahren wir die erste Überraschung. Stupas waren, zumindest in Indien, ursprünglich Gräber in Form eines runden Erdhügels.

Rundgräber? Jetzt wird der aufmerksame Leser neugierig. 

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Ein Rundhügelgrab

Eine Idee geht um die Welt

Halbkugelförmige Grabbauten finden wir nämlich auch bei uns in Europa, nämlich zum Beispiel in Ungarn und Rumänien, aber auch auf den britischen Inseln. In der Jungsteinzeit, also um 3000 v.u.Z., wurden solche Rondelle in ganz Europa errichtet. In Amerika übrigens auch (*).

 

Dies erstaunt den Paläo-Freund nun doch sehr. Wie haben die Ideen für die Grabkunst solche weiten Entfernungen zurücklegen können? Stupas im fernen Asien, Rundhügelgräber in Europa und auch auf „Bussell Island“ in Tennessee, also auf dem amerikanischen Kontinent.
Man findet zu diesem aufregenden Thema interessante  Hinweise zu der „Lehre vom Kulturfluß“.

Reliquien-Kunde

Wir kennen in unserem Kulturkreis ebenfalls die Sitte, Gebeine von verstorbenen Heiligen zu verehren. Während der „Heiligtumsfahrt“ in Aachen und bei einem Besuch im Kölner Dom – dort werden die Gebeine der Heiligen Drei Könige aufbewahrt - finden sich solche Objekte der Verehrung. 

In Indien werden offenbar sterbliche Überreste ganz anderer Art verwahrt. Es handelt sich um Kügelchen. Laut Wikipedia (*) ist die Herstellung dieser Formen unbekannt, oder geheim, wie der Autor anmerkt. Man nimmt an, dass die Knochen der Verstorbenen bei der Feuerbestattung in dieser Form kristallisieren. Diese Kugeln werden also, auch heute noch, in den Stupas aufbewahrt. Andere Länder, andere Sitten.

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Eine Prozession

Auch der Baustil formt das Denken

Mit dem fortschreitenden kulturellen Austausch ist über die Jahrhunderte eine ganze Reihe von Pagodentypen entstanden. Die indische stupa-Form vermischte sich mit chinesischen Bauelementen. Dort gab es bereits diese typischen schwingenden Dächer, die sich in verschiedenen Ebenen überlagerten..

 

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Pagode mit chinesischen Bauelementen

Neuroästhetik und Neuroplastizität

Mancher Leser kann die Anmerkungen im Wikipedia Artikel interessant finden, dass die Pagoden Architektur einen kulturellen Einfluss auf die Ästhetik, Philosophie und Religion der dort lebenden Menschen genommen hat (*). Diese Anmerkung ist deshalb bemerkenswert, weil westliche Forscher zunehmend den Einfluss äußerer Erscheinungsformen auf die Bildung von Gedanken und Ideen postulieren.
So soll der Mensch zum Beispiel durch das Betrachten von Kunst sein Gehirn und somit sein Denken verändert werden. Dabei ist der Weg von der Bildbetrachtung zur Besichtigung eines Bauwerks nicht mehr weit. Wir befinden uns hier auf dem Gebiet der Neuroplastizität des Gehirns, der immerwährenden Neuformung unseres Denkens durch verschiedenartige Eindrücke.

 

Wenn man diesen Ausführungen grundsätzlich folgen will, dann hat die gewählte Architekturform also auch einen wesentlichen Einfluss auf die intellektuelle und emotionale Entwicklung der betreffenden Bevölkerungsgruppe.
Die Fernsehbilder vom Traumschiff in Asien haben uns dann eine wahrhaft stupende, überraschende Erkenntnis vermittelt.

Herkunftswort für: Pagode.

Der Begriff „Pagode“ soll aus dem Sanskrit-Wort bhagavat hergeleitet sein. Dies bedeutet in der deutschen Übersetzung „das Heilige“, also einen Tempel. Die Bhagavad Gita, eine der zentralen Schriften des Hinduismus, trägt den gleichen Wortstamm in sich.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita

Pagoden-ähnliche Bauelemente in Europa

In der westlichen Kultur lassen sich derartige Formen als Stilelemente beim Möbelbau finden. So lassen sich diese Aufsätze mit etwas Fantasie als verwandte Bauformen interpretieren.

 

Auch die Zwiebeltürme auf sakralen und weltlichen Gebäuden sind in ähnlicher Weise geformt. Haben hier weit entfernte Kulturen einen vergleichbaren architektonischen Ansatz gewählt?

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Die Pagodenform in Europa - als Möbelelement

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Mit diesen Hintergrundinformationen ist es nun interessant geworden, die Gedanken zu den scheinbaren Parallelen in der megalithischen europäischen Baustilkunde kurz aufzunehmen. Es scheint eine Verbindung von Architektur und Religion zu geben, die eine globale Gültigkeit in sich trägt.

Wenn man das Thema in dieser Form betrachtet, dann sind Pagoden in den Fernsehfilmen immer schön anzusehen, weil sie offenbar den Schönheitssinn in uns auf magische Weise ansprechen. Die Beschäftigung mit Architektur kann ungeheuer interessant und bildend sein, und das Thema kennt keine Grenzen.

 

Also, dann auf zur nächsten Fernsehsendung mit einem Zielort in Asien.

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