Welche Tiere leben im Kongo?

Das Thema Kongo verbinden wir oft mir Begriffen wie „dunkel“ und „geheimnisvoll“. Der Mensch denkt an eine undurchdringlichen Urwald mit Tausenden von Tieren. Affen und eine Menge von Vögeln muss es dort geben. Und im Fluss schwimmen bestimmt gefährliche Krokodile. Krokodile, darüber könnte man ein bisschen mehr lesen. Gibt es im Kongo auch Elefanten und Nashörner, so wie in der Serengeti?

 

„Tiere im Kongo“, das Thema liest sich interessant. Hier ist ein Überblick in knapp fünf Leseminuten.


Nachtrag September 2017. Das Okapi.

Den Text zum Nachtrag finden Sie weiter unten im Artikel.

Der Urwald

Afrika wird oft der schwarze Kontinent genannt. Im dichten Dschungel dringt das Sonnenlicht kaum durch das Blätterdickicht.
Das Kongobecken ist das zweitgrößte zusammenhängende Urwaldgebiet der Welt. Nur das Amazonasbecken ist in der Ausdehnung noch größer (*).

Wie groß ist das Kongobecken im Vergleich zu Deutschland? Eine eindeutige Zuordnung habe ich noch nicht gefunden. Aber allein sein Zentralgebiet, die Demokratische Republik Kongo, ist etwa acht Mal so groß wie Deutschland. Einige andere Staaten teilen sich ebenfalls das sogenannte Kongobecken. Daher kann man ungefähr schätzen, dass diese Urwaldregion in ihrer gesamten Ausdehnung etwa zehn Mal so groß wie Deutschland ist.


Die Tierwelt im Kongobecken

Gorillas sind die größten lebenden Primaten auf der Erde. Als Primaten eine sogenannte Ordnung der Säugetiere. Im Alltag würden wir Arten sagen, aber die Biologen verwenden feiner abgestimmte Kriterien zur Unterscheidung. Gorillas sind vorwiegend Baumbewohner. Sie sollen, ebenso wie der Mensch, von Eichhörnchen-ähnlichen Vorfahren abstammen.


Kolibris. Bei exotischen Vögeln denkt mancher oft unwillkürlich an die Kolibris. Sie schwirren mit den Flügeln so schnell, dass sie fast in der Luft zu stehen scheinen. Gibt es im Kongobecken diese Vogelart? Kolibris sind eine Art von Baumseglern. Allerdings sind sie nur in Amerika heimisch. Nach einer typischen afrikanischen Vogelart für das Kongobecken suche ich noch.

Bei uns in den Wäldern kann der Wanderer oft im Herbst diese niedlichen Eichhörnchen beobachten. Sind diese Tiere auch in Afrika heimisch?
Eichhörnchen sind nur in Europa und in Sibirien anzutreffen. Dafür gibt es im Kongobecken die Meerkatzen. Wer allerdings an niedliche hüfende Wesen wie Eichhörnchen denkt, der muss umdenken. Meerkatzen sind ebenfalls Primaten wie die Affen und die Menschen. 

Tiger und Leopard. Man liest oft von unterschiedlichen Bezeichnungen für den afrikanischen bzw. den indischen Tiger. Was hat es damit im Kongobecken auf sich. Sind Tiger dort zu finden?

Leoparden gibt es dort. Sie zwar in weiten Teilen Afrikas anzutreffen, sowohl in dschungelgebieten wie dem Kongobecken als auch zum Beispiel in der Seregenti.  Allein im Kongogebiet sollen noch mehr als 200.000 Leoparden leben (*). Von Tigern finden sich in den ersten Texten zum Kongobecken keine Hinweise.

Krokodile wirken immer sehr gefährlich. Tierfilmer zeigen mit einer unglaublichen Regelmäßigkeit fast immer das Krokodil, wie es sich ein Gnu oder ein Zebra an einer Wassertränke schnappt. Kürzlich war in den Medien zu lesen, dass Jäger in Australien ein Krokodil mit einer Gesamtlänge von über fünf Metern gefangen hätten. Wie groß wird ein afrikanisches Krokodil. Und wie alt werden diese Tiere. Sind es Abkömmlinge der Saurier?
Das Krokodil ist ein Landwirbeltier (*). Diese Angabe kann einen Autor schon erstaunen. Man hätte das Tier im Voraus eher als Wasserbewohner eingeordnet. Krokodile stammen nach dieser Quelle (*) tatsächlich von den Sauriern ab – die Vögel übrigens ebenfalls. 

Elefanten und Gnus bevölkern die weite Savanne der Serengeti. Hat das Kongobecken ebenfalls savannenähnliche Regionen aufzuweisen?

Im Kongobecken lebt die besondere Art der Waldelefanten. Biologen unterscheiden zwischen dem Asiatischen Elefanten, dem Afrikanischen (Steppen-)Elefanten, und eben dem Afrikanischen Waldelefanten. Die Waldelefanten sind wesentlich kleiner als die Steppenelefanten. Sie leben in mehreren Regenwäldern des Kontinents, und auch im Kongobecken.

Das Okapi ist ein typischer Bewohner des Dschungels in Zentralafrika. Es sieht aus, so könnte ein Beobachter sagen, wie eine Hirschkuh mit Zebrastreifen. Tatsächlich handelt es jedoch sich um eine Giraffenart. Mitunter wird das Okapi auch als Waldgiraffe bezeichnet.

Okapis werden als sehr scheu beschrieben. Daher sind sie erst um das Jahr1900 von europäischen Wissenschaftlern entdeckt worden. In Zoos wurden einzelne Tiere  bis zu 30 Jahre alt. In der freien Natur ist der Bestand gefährdet (*).

 

(*) Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Okapi

Das Okapi ist auch im Kongobecken heimisch.
Das Okapi ist auch im Kongobecken heimisch.

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